Verteidiger Alex Heinrich fällt sechs Wochen aus

Huskies zwischen Kampfkraft und Kräfte sparen

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Starke Leistung gegen Dresden: Nicht gut lief es dagegen für Alex Heinrich. Der Verteidiger verletzte sich am Schlüsselbein und wird bis zu sechs Wochen ausfallen.

Kassel. Am Montagabend war schon wieder Schwitzen angesagt. Diesmal allerdings zur Erholung. Die Eishockeyspieler der Kassel Huskies gingen zum Saunieren in die Kurhessentherme.

Pflichtprogramm war das, anders als das leichte Training, das Coach Rico Rossi für den Nachmittag angesetzt hatte, nicht. Die Teilnahme war freiwillig. Die Huskies müssen Kräfte schonen, schließlich haben sie derzeit ein schweißtreibendes Mammutprogramm mit zehn Spielen innerhalb von drei Wochen zu absolvieren. Es geht Schlag auf Schlag. Letzten Freitag Bietigheim, am Sonntag Dresden. Mittwoch Rosenheim. Am zweiten Weihnachtstag Kaufbeuren. Und immer so weiter bis in den Januar hinein.

„Wir haben das Training reduziert in der Intensität und im Zeitaufwand. Wir müssen Kräfte sparen“, sagt Rossi. Was kein Wunder ist nach dem nächsten kampfstarken Auftritt seiner Stehaufmännchen, die gegen die Eislöwen aus Dresden einen weiteren Beweis ihrer Charakterstärke geliefert hatten. 47 Minuten lang berannten sie vergeblich das Tor der Gäste. Sie lagen 0:2 hinten und hatten das Nullpunkte-Wochenende schon vor Augen. Doch dann brach Mike Little in eben dieser 47. Minute den Bann – und entfachte mit dem Anschlusstreffer einen unglaublichen Sturmlauf. „Wenn Kassel erst im Rausch ist, dann hat es jede Mannschaft schwer“, stellte Gästetrainer Thomas Popiesch entgeistert fest.

Sein Gegenüber dagegen war begeistert, weil die Huskies durch die Tore der bärenstarken Reihe mit Thomas Merl und Manuel Klinge einmal mehr eine kaum für möglich gehaltene Wende schafften. Gerade angesichts der zahlreichen Spiele in diesen Tagen stellt sich aber die Frage: Wie sehr gehen die Aufholjagden an die Substanz? Rossi ist bei der Beantwortung dieser Frage gelassen: „Die Mannschaft hat genug Kraft. Es gibt keine Signale derzeit, die etwas anderes sagen. Wir haben die Tiefe im Kader.“

Zur Unzeit kommt aber trotzdem die schlechte Nachricht, dass die Huskies ausgerechnet jetzt auf Verteidiger Alex Heinrich verzichten müssen. Der 28-Jährige verletzte sich im letzten Drittel gegen Dresden. Die Untersuchung am Montag brachte die Diagnose: Bruch des Schlüsselbeins. „Er wird mindestens vier, wahrscheinlich aber sechs Wochen fehlen“, sagte Rico Rossi.

Auf ihn und die Mannschaft wartet nun am Mittwoch (19.30 Uhr) das Heimspiel gegen Rosenheim. Und damit die nächste Aufholjagd? „Es wäre mir natürlich auch lieber, wir würden nicht so viele Chancen liegen lassen und ein Spiel von Beginn an in die richtige Richtung lenken“, sagt Rossi. Aber eben auch: „Am Ende findet die Mannschaft ja auch so einen Weg, die Spiele zu gewinnen. Dann ist es mir natürlich auch auf so spannende Art recht.“

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