2:4 beim Tabellenvorletzten

Sechste Niederlage in Serie: Huskies verlieren in Deggendorf

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An ihm lag es nicht: Neuzugang Corey Trivino erzielte das 2:3.

Das dritte Null-Punkte-Wochenende und die sechste Niederlage in Folge für die Huskies ist amtlich: Auch beim DEL2-Aufsteiger und Tabellenvorletzten Deggendorf unterlagen die Kasseler mit 2:4.

Erneut ohne den angeschlagenen Mike Little, erneut ohne Unterstützung von Förderlizenz-Partner Wolfsburg, ohne den gesperrten Michi Christ, dafür mit einer vierten Reihe aus den Kasseler Jungs Tim Lucca Krüger, Bastian Schirmacher und Lasse Bödefeld sowie Torhüter Leon Hungerecker für Marcel Melichercik zwischen den Pfosten – das waren die personellen Voraussetzungen am Sonntagabend.

Immerhin: Die Huskies erwischten einen Auftakt nach Maß. Richie Mueller legte quer auf Matthew Neal, der ein Solo aus der neutralen Zone heraus mit dem 1:0 abschloss. Keine drei Minuten waren da gespielt. Wer nun allerdings dachte, diese schnelle Führung würde den Nordhessen Sicherheit geben, der irrte. Denn die Gastgeber kamen zügig zurück – und das ausgerechnet dank eines ehemaligen Kurzzeit-Huskies. Alex Roach war es, der aus nahezu identischer Position zweimal aus dem Halbfeld heraus abzog: Beim 1:1 (5.) fälschte Sergeij Janzen am kurzen Pfosten die Scheibe noch unhaltbar für Hungerecker ab. Beim 2:1 (13.) schlug der Puck im Winkel ein.

Und mit freundlicher Unterstützung der Kasseler fiel dann das 3:1 für Deggendorf: Jannik Woidtke leistete sich einen kapitalen Abspielfehler in der eigenen Zone, Nico Wolfgramm fackelte nicht lange und schenkte Hungerecker den dritten Gegentreffer ein. Für den jungen Keeper war die Partie danach beendet.

Zum zweiten Drittel brachten die Huskies-Coaches Tim Kehler und Bobby Carpenter Marcel Melichercik. Wohl, um ein Zeichen zu setzen.

Und immerhin: Es zeigte Wirkung. Die Kasseler gingen nun couragierter zu Werke. Waren wacher, druckvoller. Erst hatte Adriano Carciola Pech, als er nur das Gestänge traf (27.). Erfolgreicher aber war dann Corey Trivino vier Minuten später: Sein Schuss aus der Drehung heraus rutschte an Jason Bacashihua vorbei ins Tor zum 2:3 aus Sicht der Huskies. Trivinos Premieren-Treffer im zweiten Spiel, nachdem er bereits die Vorlage zum ersten Treffer des Abends gegeben hatte. Am kanadischen Neuzugang lag es jedenfalls nicht, dass weitere Tore Fehlanzeige blieben. Zumindest auf Kasseler Seite. Denn das fünfte Powerplay des Abends, das nutzten nun die Gastgeber, um wieder auf zwei Tore davonzuziehen.

Curtis Leinweber hebelte mit einem Querpass die Kasseler Defensive aus, Andrew Schembri hielt am linken Pfosten nur noch die Kelle hin und drückte die Scheibe an Melichercik vorbei zum 4:2 über die Linie (47.).

13 Minuten noch blieben den Huskies nun, um noch einmal zurückzukommen. Reiss, Mueller, Müller, Trivino, Neal – doch egal, wer es auch versuchte, Bacashihua blieb ein unüberwindbares Hindernis. Zumal sich die Huskies durch weitere Strafen gegen Neal, Carciola und Povorzniouk zusätzlich schwächten. Ein vermeintlicher Kasseler Treffer durch Jace Hennig (57.) wurde den Huskies nach Videobeweis nicht gegeben. Statt 3:4 blieb es also beim 2:4. Der Schlusspunkt.

Statistik: So haben die Kassel Huskies gespielt

Kassel Huskies - Deggendorfer SC 2:4 (1:3, 1:0, 0:1)

Schiesdrichter: Sicorschi, Vogl, 

Zuschauer: 1930

Tore: 0:1 (2:53) Neal (Mueller, Trivino), 1:1 (4:24) Janzen (Roach), 2:1 (12:19) Roach (Janzen, Kiefersauer), 3:1 (17:45) Wolfgramm, 3:2 (30:17) Trivino (Mueller, Dinger), 4:2 (46:47) Schembri (Leinweber, Röthke - 5:4)

Strafminuten: Deggendorf 6, Kassel 14

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