Sie drücken die Daumen fürs Finale

Ex-Huskies in der DEL: „Kassel gehört in die erste Liga“

Moritz Müller, Kapitän der Nationalmannschaft und der Kölner Haie.
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Moritz Müller, Kapitän der Nationalmannschaft und der Kölner Haie.

Die Coronatests vom Montag waren allesamt negativ, die Kassel Huskies sind in die Vorbereitung auf das Finale gestartet. Auch viele Ex-Huskies in der DEL drücken die Daumen.

Kassel – Am Freitag starten die Kassel Huskies - wenn alles gut geht - ins Finale um die DEL2-Meisterschaft und den Aufstieg in die DEL. Nach dem Coronaschreck vom Wochenende und der Spielabsage in Ravensburg, sind die Huskies gestern ins Training für das Finale gestartet. Die Coronatests vom Montag waren bei allen Spielern und Mitarbeitern negativ. Auch in der höchsten deutschen Spielklasse beobachten einige Kasseler und Ex-Huskies die Playoffs und drücken die Daumen. Das sagt ...

Markus Keller

Der 31 Jahre alte Torhüter der Augsburger Panther stand von 2015 bis 2018 im Tor der Huskies und feierte 2016 die DEL2-Meisterschaft. „Ich bin sehr gespannt auf das Finale. Sollten die Huskies aufsteigen, bin ich außerdem gespannt, wie sich Klub und Halle entwickelt haben. Sie können sich dann auf ein hohes sportliches Niveau, mehr Zuschauer, schöne Städte und Wahnsinnshallen freuen.“

Markus Keller, Torhüter der Augsburger Panther.

„Kassel hat bislang eine unglaubliche Saison gespielt. Ich habe in den Sozialen Medien auch die Fanaktion vor den Auswärtsspielen mitbekommen, das war schon sehr cool. Ihnen wünsche ich eine baldige Rückkehr in die Halle. 2016 war kurz nach der Meisterschaft das Eis voller Fans, das war mega geil.“

Moritz Müller

Der gebürtige Kasseler in Reihen der Kölner Haie steckt als Kapitän der Nationalmannschaft aktuell in der WM-Vorbereitung. Zu Beginn der Spielzeit hatte sich der 34-Jährige bei den Huskies fit gehalten und vier Saisonspiele für Kassel gemacht. „Ich wurde im Herbst super aufgenommen, das ist ein richtig nettes Team mit einem super Trainer. Ich hatte viel Spaß bei den Huskies und habe den Saisonverlauf auch nach der Rückkehr nach Köln sehr eng mitverfolgt. Ein Aufstieg der Huskies würde mich für die Stadt und Region sehr freuen. Ich würde gern mit Köln in der nächsten Saison in die alte Heimat kommen und vor Freunden und Verwandten spielen. Die Huskies könnten in der DEL den nächsten Schritt machen, auch wenn beim Drumherum dann ein bisschen was passieren muss.“

Phil Hungerecker

Der Bruder von Huskies-Torwart Leon Hungerecker ist mit den Grizzlys Wolfsburg vergangene Woche DEL-Vizemeister geworden. Der 26-Jährige stand von 2016 bis 2018 für die Huskies auf dem Eis.

Phil Hungerecker, Grizzlys Wolfsburg.

„Ich habe die Ergebnisse im Laufe der Saison verfolgt und mich während des Halbfinals mit Leon ausgetauscht. Da konnte ich die Spiele nicht sehen, weil wir ja selbst im Finale standen. Die Huskies können in dieser Saison etwas Historisches schaffen, da ärgert es mich schon, dass man das nicht in der Halle mitverfolgen kann. Besonders schade ist es auch für die Fans, die mit so viel Herzblut und Leidenschaft dabei sind. Kassel ist eine Eishockeystadt, die Huskies gehören in die DEL. Steigen sie auf, fallen zwar die Derbys gegen Frankfurt weg – dafür treffen sie aber auf Spitzenteams und viele Ex-Huskies.“

Justin Schütz

Der gebürtige Kasseler ist eines der größten Talente beim EHC München und längst Stammspieler. Seine ersten Schritte machte er bei der Eishockey-Jugend-Kassel. „Ich habe die Playoffs genau verfolgt, auch weil ich viele Freunde in Kassel habe. Lasse Bödefeld und Tim Lucca Krüger gehören zu meinen besten Freunden und haben ja auch schon für die Huskies gespielt in dieser Saison.“

Justin Schütz, EHC München.

„Über einen Aufstieg würde ich mich sehr freuen. Es wäre schön, mit München wieder in der Heimat zu spielen. Ich war schon länger nicht mehr in der Eissporthalle. Die Halle ist Kult und wäre in der DEL schon etwas Besonderes. Die DEL hat natürlich eine andere Qualität als die DEL2, aber der aktuelle Huskies-Kader hat die zweite Liga dominiert. Mit der Mannschaft können sie bestimmt auch in der DEL mitreden.“

Daniel Kreutzer

Kreutzer spielte von 1998 bis 2002 für die Huskies und ist inzwischen Teil des Sponsoring-Teams bei seinem Heimatklub, der Düsseldorfer EG.

Daniel Kreutzer, Düsseldorfer EG.

„Ich drücke die Daumen, sie gehören in die erste Liga. Kassel ist nicht die größte Stadt, aber die Huskies haben dort eine große Tradition und Fankultur, genießen außerdem große Aufmerksamkeit. Sponsoren und Fans könnten sich in der DEL auf noch schnelleres und athletischeres Eishockey freuen. Besonders die Daumen drücke ich meinem ehemaligen Mitspieler Derek Dinger, dem ich wünsche, noch mal in der DEL spielen zu können.“

Alexander Karachun

Karachun wechselte vor der abgelaufenen DEL-Saison aus Kassel nach Düsseldorf, in der kommenden Spielzeit geht er für die Schwenninger Wild Wings auf Torejagd.

Alexander Karachun, Schwenningen.

„Ich kenne das Team noch, hatte immer mal wieder Kontakt zu den Spielern und Trainer Tim Kehler. Ich hoffe, die Huskies packen es. Sie bringen viel Tradition mit, dort ist immer gute Stimmung. Auch als Gegner war es nie leicht in Kassel, und so würde es wohl auch in der DEL der Fall sein.“

Von Björn Friedrichs

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