Nach 5:1 in Landshut nicht mehr von Platz eins der DEL2 zu verdrängen

Kassel Huskies: Vorzeitig Meister der Hauptrunde

Die Huskies (von links) Clarke Breitkreuz, Ryan Moser, Vincent Saponari, Derek Dinger und Troy Rutkowski. Das Bild endstand im Spiel gegen Ravensburg.
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Vereint in der Jubeltraube: Die Huskies (von links) Clarke Breitkreuz, Ryan Moser, Vincent Saponari, Derek Dinger und Troy Rutkowski. Das Bild endstand im Spiel gegen Ravensburg.

Den ersten Titel haben sie. Und auch wenn der natürlich noch nicht den ersehnten Aufstieg bringt – so haben die Kassel Huskies dank des 5:1 (2:0, 1:0, 2:1)-Erfolgs im zweiten Spiel beim EV Landshut am Montagabend vorzeitig ein wichtiges Etappenziel erreicht. Obwohl noch fünf Spiele ausstehen, sind sie von Platz eins der DEL2 nicht mehr zu verdrängen und dürfen sich bereits nach dem 47.

Spieltag über die Hauptrundenmeisterschaft freuen. Zur Erinnerung: Am 15. Spieltag hatte die Liga mit den Tölzer Löwen zuletzt einen Tabellenführer, der nicht aus Nordhessen kam. Doch seit dem 16. Spieltag, seit dem 22. Dezember des vergangenen Jahres, ist der Spitzenplatz der zweiten deutschen Eishockey-Liga fest in blau-weißer Hand.

Und die Belohnung für diesen inoffiziellen Titel gibt es dann ab dem 20. April, wenn die Playoffs beginnen: Denn Platz eins der Abschlusstabelle garantiert den Huskies den durchgehenden Heimvorteil in der K.o.-Runde bis ins Finale.

Vielleicht ist es ja das Wissen um des in Reichweite liegende Etappenziels, weshalb die Kasseler im zweiten Spiel im Eisstadion am Gutenbergweg in etwas mehr als 24 Stunden einen Blitzstart hinlegen – anders also als am Tag zuvor, als sie dreimal einen Rückstand ausgleichen mussten und erst in der Verlängerung gewannen. Keine zwei Minuten dauert es, da machen die Freude Corey Trivino und Vinny Saponari gemeinsame Sache. Und zwar so: Saponari legt die Scheibe zunächst nach rechts ab, wo Trivino in Pfostennähe lauert. Dessen Schuss kann Torhüter Pätzold zwar zur Seite lenken, doch im Nachschuss ist dann Saponari selbst zur Stelle und erzielt mit seinem zweiten Saisontreffer das 1:0 (2.).

Überhaupt hat man an diesem Abend nicht das Gefühl, dass Landshut diesen Huskies ernsthaft gefährlich werden könnte. Zum besonderen Faktor werden die Special Teams – schon am Vortag waren Unterzahl und auch das häufig eher schwache Powerplay gleichermaßen Trumpfkarten im Kasseler Spiel.

Zwölf Sekunden vor dem Ende des ersten Drittels zieht Joel Keussen von der Blauen Linie ab, Ryon Moser fälscht ab und vollendet mit dem 2:0 ein starkes Powerplay der Huskies. Gefühlt ein Überzahltor ist auch das 3:0, auch wenn die Landshuter da gerade wieder komplett sind. Diesmal versucht es Rutkowski, der sich Roten Helm des Topscorers zurückgeholt hat, aus der Distanz. Diesmal lenkt Saponari die Scheibe ins Tor (25.). Und auch der vierte Kasseler Treffer fällt – na klar – in Überzahl. In doppelter sogar. 30 Sekunden spielen die Huskies Fünf gegen Drei, nur sieben Sekunden braucht Rutkowski, um nun auch mal selbst zu treffen (45.).

Zum Vergleich: Die Huskies überstehen selbst eine fast zweiminütige Überzahl unbeschadet. Und nicht zu vergessen: Auch der fünfte Treffer fällt in Überzahl – logisch, oder? Lois Spitzner ist beim 5:1 dran. Dass Marcus Power einmal den so sonst so sicheren Jerry Kuhn überwunden hat – geschenkt an diesem Abend, an dem die Huskies Platz eins buchen und nicht nur ihrem Kapitän Denis Shevyrin ein besonderes Geschenk zum 26. Geburtstag bereiten, sondern auch sich selbst.

SR: Kannengießer/Lajoie; Tore: 0:1 (1:53) Saponari (Trivino), 0:2 (19:48) Moser (Keussen, Olsen - 5:4), 0:3 (24:47) Saponari (Spitzner, Rutkowski), 1:3 (41:40) Power (Busch, Brandl), 1:4 (44:19) Rutkowski (Moser, Trivino - 5:3) 1:5 (57:15) Spitzner (Breitkreuz, Trivino - 5:4); Strafminuten: Landshut 16 - Kassel 12

(Von Michaela Streuff)

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