Höhenflug vor dem Hessenderby

Sieben Gründe, warum es bei den Huskies vor dem Derby gegen Frankfurt so rund läuft

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Ein ganz starkes Huskies-Duo: Verteidiger James Wisniewski (Mitte) und Torhüter Markus Keller ließen gegen Crimmitschau nichts anbrennen. 

Kassel. Seit fünf Spielen in Folge sind die Kassel Huskies ungeschlagen, haben in elf der letzten zwölf Spiele gepunktet. In der Tabelle haben sie nicht nur Rang drei gefestigt.

Sie haben am kommenden Freitag in eigener Halle die Chance, die Löwen Frankfurt im Derby von Rang zwei zu verdrängen und bei einer Bietigheimer Pleite in Crimmitschau sogar die Spitze zu übernehmen. Ausdruck des Höhenfluges: 18:3 Tore in den letzten drei Heimspielen, gekrönt vom höchsten Saisonsieg am Sonntag beim 7:0 gegen die Eispiraten Crimmitschau. Hier sind sieben Gründe, warum es derzeit immer besser läuft.

1. Das Torhüter-Duo Keller/Pantkowski: Zwischen den Pfosten haben die Huskies ein Luxusproblem. Mit Mirko Pantkowski und Markus Keller können sie auf zwei gleichstarke Schlussleute bauen. Pantkowski, derzeit beim Nationalteam U 20, führt mit einer Fangquote von 94 Prozent die Rangliste der Torhüter an, die die meisten Spiele in ihren Klubs absolviert haben. Keller knüpft daran nun nahtlos an, wehrte in Freiburg 27 von 28 und am Sonntag sogar alle 33 Schüsse ab.

„Bisher lief die Saison noch nicht so, wie ich mir das vorstelle. Deshalb sind Heimsieg und Shutout zusammen wunderschön – für die Mannschaft und für mich“, sagte Keller. „Das ist Balsam für die Seele.“ Seine Quote von 91,2 Prozent bedeutet Rang neun der Liga.

2. In den Punktelisten vorn: Nicht nur „Pante“, sondern auch Topscorer Braden Pimm und Verteidiger James Wisniewski führen auf ihren Positionen die Liga-Ranglisten an. Einen Rekord gar gibt das Huskywiki preis: Mit seinem Gala-Auftritt beim 7:0 gegen Crimmitschau hat Evan McGrath als erster Husky seit der Zweitliga-Rückkehr 2014 sechs Punkte in einem Spiel erzielt! 

Sechs Punkte in einem Spiel: Evan McGrath.

Die bisherige Bestmarke lag bei jeweils fünf Zählern von Manuel Klinge und Mike Little beim 14:2-Heimsieg im Januar 2016. Auch damals waren die Eispiraten Crimmitschau der Gegner.

3. James Wisniewski: Wird mittlerweile in der Halle präsentiert als „Mister“, wie einst der legendäre „Mister“ Dave Morrison. Der neue Mister ist ein Meister – hat mit seiner Erfahrung und Spielübersicht die Huskies stabilisiert. Mit ihm wurden seit dem 13. Oktober zwölf von 15 Spielen gewonnen.

4. Andere werden mitgezogen: Im Sog der Stars werden auch andere Spieler mitgezogen und kommen immer besser in Tritt. Beispiele dafür sind die Kasseler Jungs. Kapitän Alex Heinrich glänzte am Sonntag als Torschütze zum 2:0, Michi Christ hatte mehrfach Pech mit guten Aktion, traf dann aber per Schlagschusskracher von der Blauen Linie zum 6:0.

5. Reihen, die sich gefunden haben: Weitere Beispiele für deutliche Steigerungen sind Jens Meilleur, der seine Saisontore acht und neun erzielte, sowie Evan McGrath. „Wir haben einfach Spaß miteinander“, begründet Meilleur das perfekte Zusammenspiel mit seinen Nebenleuten Pimm und McGrath.

Doppeltorschütze: Jens Meilleur.

Auch die vielen Eiszeiten bei nur drei Sturmreihen habe dem Zusammenwachsen genützt. McGrath indes, nach nur einem Scorerpunkt in den ersten fünf Spielen „selbst tief enttäuscht und enttäuschend“, war in den letzten elf Spielen stets erfolgreich. Seine Bilanz seit 27. Oktober: Acht Tore, 14 Vorlagen und: „Jeder hat Geduld benötigt. Aber jetzt passen alle Sturmreihen super.“

6. Special Teams: Zwei Tore am Freitag in Unterzahl. Zwei Tore am Sonntag in Überzahl. Das allein zeigt: Die Special Teams der Huskies sind ein echter Trumpf. Im Powerplay erzielen sie statistisch gesehen in jeder vierten Überzahl ein Tor (24,5 Prozent), besser ist ausgerechnet nur Derbyrivale Frankfurt (29,3%). In Unterzahl sind die Kasseler sogar das Maß der Dinge und haben in 88 Prozent aller Fälle kein Gegentor zugelassen.

7. Die Fans: Passen sich dem Höhenflug der Spieler an. Lautstarke Unterstützung gegen Bad Nauheim, Bietigheim und Crimmitschau – die Stimmung war zuletzt prächtig, auch wenn bislang nie mehr als 3700 Zuschauer in der Eissporthalle waren. Werden zum Derby hoffentlich deutlich mehr. Sogar die Dauernörgler in den Internetforen, die bereits im September den Trainer infrage stellten, sind längst übertönt.

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