Nach 3:2 gegen Freiburg: Trainer Rossi lobt Schlussdrittel

Im Duell: Der Freiburger Verteidiger Vladimir Kames (links) rutscht vor Huskies-Stürmer Justin Kirsch aus. Foto: Schachtschneider

Kassel. „Es war eine Partie, die in die Kategorie Arbeitssieg gehört.“ Verteidiger Sören Sturm war es, der eine prägnante Zusammenfassung des Spiels gegen Freiburg lieferte.

Es war eine Zweitliga-Partie, in der seine Kassel Huskies nur phasenweise jenes Können abriefen, mit dem sie die letzten beiden Heimspiele gegen Meister Bietigheim und beim höchsten Saisonsieg gegen Kaufbeuren in Eishockey-Feste verwandelt hatten. Und wer weiß, wie die DEL-2-Partie am Sonntag dann geendet hätte. So aber passte es zur Dramaturgie des Abends, dass erst das Penaltyschießen die 3:2-Entscheidung gegen sich tapfer wehrende Freiburger Wölfe brachte.

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Eine etwas ausführlichere Zusammenfassung lieferte Trainer Rico Rossi: „Wir haben das Spiel im ersten Drittel trotz des 1:0 ein wenig verpennt. Freiburg hat seine beide Chancen genutzt. Im zweiten Drittel sind wir außer Tritt gekommen, haben es mit zu vielen Einzelaktionen versucht. Die beiden Pfostenschüsse waren bitter. Und im Schlussdrittel haben wir das Spiel kontrolliert und hatten auch genug Chancen, um den Sieg in 60 Minuten zu sichern. So müssen wir mit den zwei Punkten zufrieden sein.“ Einziges Problem: Nur Adriano Carciola nutzte seine Chance zum 2:2-Ausgleich und rettete die Huskies so in die Verlängerung. „Wir haben zu viele Flüchtigkeitsfehler gemacht. Die sollten wir gegen Gegner, die weiter oben in der Liga stehen, besser nicht machen“, befand Sturm. Für Rossi überwog unterm Strich dennoch die Freude über den Auftritt seines Teams im Schlussabschnitt: „Hut ab vor diesen Jungs“, lobte er einmal mehr die Einstellung seiner Spieler. „Sie haben immer an die Taktik, das System und sich selbst geglaubt.“

Im Penaltyschießen machte schließlich ein Duo den Erfolg perfekt: Erst parierte Markus Keller den ersten Versuch des Freiburger Doppeltorschützen Tobias Bräuner. Den letztlich entscheidenden dritten Penalty verwandelte Huskies-Angreifer Justin Kirsch. „Markus hat uns in eine gute Position gebracht“, lobte der Deutsch-Kanadier den Torhüter. Besonderen Druck habe er nicht verspürt, als er als dritter Schütze aufs Eis ging. „In Kinder- und Jugendteams habe ich ständig Penaltys geschossen. Und früher habe ich öfter mal davon geträumt, mit einem Penalty ein Spiel zu entscheiden. Das hat ja jetzt geklappt“, ergänzte er lachend. „Wichtig war letztlich aber, dass wir gewonnen haben. Auch wenn es nicht schön war – es gibt eben solche Spiele.“

Vielleicht hilft ihm dieses Erfolgserlebnis ja auch beim weiteren Einleben. „Ich fühle mich total wohl. Die Mannschaft hat mich super aufgenommen. Jetzt habe ich auch meine eigene Wohnung bezogen und kann mich voll und ganz aufs Eishockey konzentrieren.“

Weiter geht’s für die Huskies am Freitag in Rosenheim, bevor am Sonntag die Heilbronner Falken (17 Uhr) zu Gast sind.

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