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Sieg gegen Kaufbeuren: Kassel Huskies spielen ein perfektes Wochenende

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Von: Frank Ziemke

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Jubel nach dem ersten Tor: Pierre Preto, Denis Shevyrin und Darren Mieszkowski (von links) feiern die Führung gemeinsam mit ihren Fans.
Jubel nach dem ersten Tor: Pierre Preto, Denis Shevyrin und Darren Mieszkowski (von links) feiern die Führung gemeinsam mit ihren Fans. © Dieter Schachtschneider

Was für ein Wochenende für die Kassel Huskies. Dem Sieg beim Tabellenzweiten Landshut am Freitag ließen die heimischen Eishockeyspieler am Sonntag einen Erfolg gegen den Spitzenreiter folgen.

Kassel – Vor knapp über 3000 Zuschauern in der Eissporthalle bezwangen sie Kaufbeuren 3:0 (0:0, 2:0, 1:0). Besonders bemerkenswert: Die Huskies waren vor allem in der Verteidigung stark ersatzgeschwächt – und kassierten doch kein Gegentor. Ein Doppelschlag im Mitteldrittel leitete den Erfolg ein.

Vor dem Eröffnungsbully erst einmal Personalroulette. Kassels Kader ist ordentlich durcheinandergewürfelt. Erkrankungen. Verletzungen. Ausfälle. Rückkehrer. Debütanten. Vor allem die Defensive ist getroffen. Joel Keussen, Stephan Tramm, Tom Geischeimer, Steven Seigo – alle nicht dabei. Dafür steht Samuel Dotter vom Huskies-Partner Hamm erstmals auf Kasseler Eis. Und: Angreifer Jamie Arniel verteidigt an der Seite von Max Faber. Im Angriff lichtete sich das Lazarett etwas. Tim McGauley ist zurück, ebenso Oleg Tschwanow und Darren Mieszkowski. Die Langzeit-Ausfälle seien an dieser Stelle nicht erwähnt, dafür aber, dass die Gäste auf ihren Topstürmer John Lammers verzichten müssen.

Und damit ab in das Spiel. Das im ersten Drittel sehr offen ist, sehr ausgeglichen. Debütant Dotter schlägt sich richtig gut. Arniel ist mal Verteidiger, mal Angreifer. Überhaupt. Trainer Bo Subr lässt auffällig häufig durchwechseln. Tore fallen noch nicht. Chancen gibt es. Auf beiden Seiten. Zum Beispiel durch Alec Ahlroth, der – von McGauley prima freigespielt – an Daniel Fießinger scheitert (12.). Oder eben durch Überall-Arniel, der aus der Drehung blitzschnell flach abzieht (17.). Aber auch Huskies-Schlussmann Jake Kielly bekommt schon jetzt zu tun. Ein Beispiel ist der Nachschuss des freistehenden Johannes Krauss (11.).

Drittel zwei beginnt mit einer Chance Arniels aus spitzem Winkel. Dann ist es aber erst einmal Kielly, der sein Team vor dem Rückstand bewahrt. Er pariert gegen den freistehenden Jacob Lagacé (25.). Er rettet bärenstark bei der Doppelchance durch Lagacé und Leon van der Linde (30.). Er hat kein Problem beim Schuss von Tomas Schmid (31.).

Und mitten in diese Drangphase der Gäste hinein schlagen die Huskies zu. Und das gleich doppelt!

Ausgangspunkt des 1:0 ist ein energischer Vorstoß von Darren Mieszkowski. Im Nachschuss versenkt Thomas Reichel den Puck (33.). Dann dauert es nur 38 Sekunden bis zum 2:0. Und entschuldigung, man muss das mal so sagen: Was ist das für ein geiler Konter? Tristan Keck und McGauley fahren ihn. McGauley kreuzt von rechts nach links, wird bedrängt. Aber er löst das so: Eine Drehung, ein Rückhand-Pass auf den heranrauschenden Keck, der die Scheibe in den Winkel wuchtet. Ja, das ist Eishockey-Lehrbuch.

Danach gehört die Show wieder Kielly. Bei der ersten Unterzahl pariert der Schlussmann mehrfach glänzend. Am Ende fängt er die Scheibe beim Schuss von Sebastian Gorcik lässig mit dem Handschuh.

Zu Beginn des Schlussdrittels spielen die Huskies vier Minuten in Überzahl zwar schön, aber ohne echte Torgefahr. Das war eigentlich die Chance zur Vorentscheidung. So bleibt es spannend. In der 49. Minute muss der famose Kielly auch mal das Glück bemühen. Er ist zwar noch dran am Schuss von Gorcik, doch die Scheibe landet abgefälscht am Pfosten.

Insgesamt passiert dann aber wenig. Was den Huskies sehr recht sein kann. Und was bedeutet: Die Gastgeber arbeiteten defensiv richtig gut. Drei Minuten vor Spielende nehmen die Gäste ihren Schlussmann vom Eis. Die Folge: Vincent Schlenker trifft ins leere Netz, macht den Sieg perfekt – und ein perfektes Wochenende dazu.

Den Ticker zum Nachlesen gibt es hier.

SR: Neutzer/Becker, Z: 3059, Tore: 1:0 (32:04) Reichel (Mieszkowski, Preto), 2:0 (32:42) Keck (McGauley, Faber), 3:0 (19:21) Schlenker (Keck, Shevyrin - EN), Strafminuten: Kassel 2 - Kaufbeuren 6.

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