Nach fünfter Niederlage im sechsten Spiel

Huskies-Stürmer Lukas Laub: „Sind alle von der Situation genervt“

Schoss am Sonntag das einzige Huskies-Tor: Stürmer Lukas Laub (rechts), hier gegen Bad Tölz.
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Schoss am Sonntag das einzige Huskies-Tor: Stürmer Lukas Laub (rechts), hier gegen Bad Tölz.

Montag ist trainingsfrei. Daran wurde bei den Kassel Huskies festgehalten, auch wenn der Eishockey-Zweitligist nach zwei Niederlagen vom Wochenende weiter nach seiner Form sucht.

Kopf freikriegen – so lautete die Devise nach der fünften Niederlage im sechsten Saisonspiel. „Es war wichtig, mal von der Halle wegzukommen. Wir waren mit ein paar Jungs unterwegs an der frischen Luft“, sagt Lukas Laub, einziger Torschütze der Huskies am Sonntag beim 1:4 in Crimmitschau.

Drei Punkte nach sechs Spielen – so schwach standen die Huskies zu diesem Zeitpunkt einer Spielzeit seit dem Aufstieg in die DEL 2 2014 nicht da. „Wir sind alle von der Situation genervt, nichtsdestotrotz ist die Stimmung in der Mannschaft positiv“, sagt Laub. Er war es, der mit seinem ersten Saisontor im starken ersten Drittel für die Führung der Huskies sorgte.

Laub nimmt Torhüter Kuhn in Schutz

Einzig: Die Huskies belohnten sich nicht weiter für den guten Auftritt, die knappe Führung sollte in der Folge zu wenig sein. Spätestens nach dem Ausgleich der Eispiraten zu Beginn des zweiten Drittels, der durch einen Fehlpass vom bis dahin starken Huskies-Torhüter Jerry Kuhn eingeleitet wurde, waren die ungeschlagenen Sachsen zurück im Spiel. „Bei uns ist momentan das Selbstvertrauen weg. Jeder denkt in solchen Situationen ein wenig zu viel nach. Das geht nicht nur Jerry so. Da kann jeder in den Spiegel schauen, auch ich“, verteidigt Laub seinen Torwart.

Den Kopf in den Sand stecken – das ist für den 27-Jährigen keine Option: „Wir wollen jetzt irgendwie den Bock umstoßen. Wir reden oft darüber, dass wir drei Drittel lang hart arbeiten und 100 Prozent geben müssen, aber momentan ist etwas der Wurm drin.“

Mehr Einsatz in Special Teams gefordert

Der Wurm ist auch drin, wenn die Huskies in Über- oder Unterzahl auf dem Eis stehen. Im eigenen Powerplay strahlen sie zu selten Torgefahr aus und kassierten schon drei Gegentore, in Unterzahl klingelte es bereits siebenmal im Kasseler Tor. „Es fehlt die Abstimmung. Das hat der Trainer auch schon angesprochen. Wir müssen in diesen Momenten mehr geben als der Gegner“, so Laub.

Für die aktuelle Phase gebe es neben der schwierigen Vorbereitung mehrere Umstände. Dass sich seine Mitspieler aufgrund der Dominanz in der Vorsaison im Sommer ausgeruht hätten, streitet der wendige Stürmer aber ab: „Nein, das war nicht so. Das letzte Jahr hängt beim einen oder anderen aber sicher noch nach. Das war psychologisch mit all den Coronavorgaben und dem emotionalen Ende nicht leicht.“ Diskussionen um Trainer Tim Kehler lässt er nicht aufkommen: „Tim macht, was in seiner Macht steht. Wir werden ab Dienstag wieder hart arbeiten, um die schwierige Situation ab Freitag zu ändern.“ Dann kommt Bayreuth nach Kassel.

Von Björn Friedrichs

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