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Kassel Huskies nach Sieg gegen Ravensburg: „Sind sehr gut zurückgekommen“

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Von: Björn Friedrichs

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Mit vereinten Kräften: Die Kassel Huskies verteidigten ihr Tor mit vollem Einsatz, hier Torhüter Jerry Kuhn (rechts) und Jake Weidner. Da war kein Durchkommen für Ravensburgs Robbie Czarnik (links) und David Zucker.
Mit vereinten Kräften: Die Kassel Huskies verteidigten ihr Tor mit vollem Einsatz, hier Torhüter Jerry Kuhn (rechts) und Jake Weidner. Da war kein Durchkommen für Ravensburgs Robbie Czarnik (links) und David Zucker. © Andreas Fischer

Die Erleichterung war spürbar: Das sagen die Spieler und Trainer der Kassel Huskies nach dem 3:2 (0:0, 2:1, 1:1)-Erfolg gegen das Spitzenteam der Ravensburg Towerstars.

Kassel – Man wird nicht so richtig schlau aus den Kassel Huskies. Nach der schwachen Leistung gegen Kaufbeuren zeigte der Eishockey-Zweitligist am Dienstagabend beim 3:2 (0:0, 2:1, 1:1)-Erfolg gegen das Spitzenteam der Ravensburg Towerstars ein ganz anderes Gesicht – und das trotz einiger Ausfälle. Welches Gesicht nun das echte der Huskies ist? Um das zu zeigen, hat die Mannschaft in den kommenden Tagen viele Gelegenheiten.

Trotz der Ausfälle von Joel Keussen, Fabian Ribnitzky, Lukas Laub (alle weiter angeschlagen) sowie Corey Trivino (langzeitverletzt) und Tim Lucca Krüger (Sperre) waren die Huskies von Beginn an gut im Spiel. Daran änderte auch der Rückstand im zweiten Drittel nichts, bis zur Pause drehte Kassel das Spiel. Vor allem das 1:1 von Kapitän Denis Shevyrin, der seit Wochen im Sturm statt in der Abwehr aufläuft, war eine Willensleistung.

Kuriose Tore ebnen den Weg

Brett Camerons Zuspiel vor das Gehäuse rutschte Torwart Jonas Langmann irgendwie durch, Shevyrin drückte den Puck im Sinkflug über die Linie. „So ein Tor muss man auch erstmal machen“, sagte der 26-Jährige nach dem Spiel lachend – und schwer atmend. Für ihn sowie den anderen Center Jake Weidner wurde das Spiel spätestens zu dem Zeitpunkt zum Kraftakt, als Mitch Wahl einen Schuss mit dem Kopf blockte und mit einer Platzwunde in die Kabine musste. „Ich habe im Sommer nicht auf eine Stürmerposition hintrainiert. Das ist mega anstrengend, man muss viel mehr laufen als in der Abwehr“, sagte der erschöpfte, aber zufriedene Shevyrin.

Auch Weidner, der 16 seiner 21 Bullys gewann, hatte schwere Beine. „Es war ein hartes Spiel mit einem kleinen Kader. Dann müssen immer Leute in die Bresche springen. Nach der Enttäuschung vom Sonntag sind wir von der ersten bis zur letzten Reihe sehr gut zurückgekommen.“, sagte er. Für den Mittelstürmer kam am Dienstag hinzu, dass er mit Timo Gams und Hannovers Förderlizenzler Louis Trattner eine ungewohnte Reihe bildete. „Wir haben nicht viel experimentiert, das Spiel leicht gehalten. Timo hat defensiv gut gearbeitet, dazu einige Chancen herausgespielt. Louis gebührt eine spezielle Ehre. Er kam neu rein und hat gleich super gespielt“, lobte Weidner seine Nebenleute.

Spitzner überzeugt in neuer Reihe

Es war nicht die einzige Umstellung am Abend. Auch in den anderen Reihen wurde gewechselt, Lois Spitzner stürmte beispielsweise neben Wahl und Jamie MacQueen, Hans Detsch rückte dafür neben Cameron und Shevyrin. „Ich wollte der Mannschaft einen neuen Impuls geben. Wir brauchten neben Mitch und Jamie Geschwindigkeit, die bringt Lois mit. Hans kann in jeder Reihe spielen, er ist sehr stark mit der Scheibe“, erklärte Trainer Tim Kehler die Wechsel.

Vor allem für Spitzner zahlte sich die Umstellung aus, er zeigte eine seiner besten Saisonleistungen und machte mit dem kuriosen 3:1 sein neuntes Saisontor. Den Schuss von Stephan Tramm parierte Langmann, der Puck prallte dem heranfahrenden Spitzner auf den Schlittschuh. Von dort aus rutschte die Scheibe ans Außennetz, dann an den Schlittschuh von Langmann und ins Tor. „Genau so einen Treffer habe ich gebraucht. Ich hoffe, das war der Dosenöffner“, sagte Spitzner, der zuletzt fünf Spiele tor- und punktlos geblieben war. Das Zusammenspiel mit Wahl und MacQueen sei super für ihn: „Da kann ich viel lernen und hoffentlich meinen Teil beitragen.“

Von Björn Friedrichs

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