HNA-Kommentar

Toni Söderholm wird neuer Eishockey-Bundestrainer: Eine gute Wahl

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Toni Söderholm,.

Der Deutsche Eishockey-Bund wird an diesem Donnerstag den Finnen Toni Söderholm als neuen Bundestrainer präsentieren. Einen Mann aus der dritten Liga - und dennoch eine gute Wahl meint Gerald Schaumburg im Kommentar.

Natürlich ist die bevorstehende Inthronisation von Toni Söderholm als Eishockey-Bundestrainer eine Überraschung. Und natürlich beweisen die Verantwortlichen des DEB um Präsident Franz Reindl erneut Mut, wenn sie nach Marco Sturm wiederum einem jungen Novizen mit dem Silberteam ihr Aushängeschild anvertrauen.

Dennoch ist Söderholm eine gute Wahl nach den Absagen der vermeintlichen Favoriten, den etablierten Harold Kreis (59/Düsseldorf) und Pavel Gross (50/Mannheim). Wer den jungen Finnen als Coach des SC Riessersee erlebt hat mit all seinem Können, mit dem guten Gespür für Teamgeist, mit dem sensationellen Erfolg als DEL2-Vizemeister und vor allem mit seiner charismatischen Ausstrahlung, der weiß um eine gute Wahl Reindls.

Ja, es kann passen mit Söderholm. Marco Sturm kam einst als NHL-Star, aber ohne Trainererfahrung. Und er ging als Silberschmied. Sein Nachfolger, einst Verteidiger, kommt nun als Vizeweltmeister 2007 und deutscher Meister 2016 – und als Typ, der ein Team mitreißen und motivieren kann. Seine Jugend mag da sogar ein Vorteil sein.

Gleichwohl tritt Toni Söderholm nicht nur in große Fußstapfen, sondern hat auch eine riesige Herausforderung vor der Brust. Schließlich steht nach dem Karriereende der Korsettstangen Christian Ehrhoff (36), Patrick Reimer (36) und Marcel Goc (35) nicht nur ein Umbruch an im Nationalteam. Nein, es geht mit dem schweren Rucksack des Triumphes von Pyeongchang nun bei der WM in der Slowakei sogleich auch um Platz acht und die direkte Olympia-Qualifikation für Peking 2022. 

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