Lob, Lazarett und Lückenfüller

Bilanz der acht Spiele seit Weihnachten: Huskies als gereifter Dritter der DEL 2

Hat die Rolle von Taylor Carnevale übernommen: Thomas Merl. Foto: Fischer

Kassel. Gefühlt haben sie in den vergangenen drei Wochen fast jeden zweiten Tag ein Pflichtspiel absolviert. Genaugenommen mussten die Huskies seit dem 23. Dezember achtmal ran.

Es war bisher die intensivste Phase der DEL2-Saison, die mit dem 4:1 in Heilbronn am Sonntagabend zu Ende gegangen ist. Wir ziehen gemeinsam mit Kassels Cheftrainer Rico Rossi eine Bilanz des Spiele-Marathons.

„Die zwei verlorenen Punkte vom Freitag können sich mit Blick auf die weitere Saison letztlich doch als wertvoll erweisen. Die Mannschaft ist um eine wichtige Erfahrung reicher und hat in Heilbronn bewiesen, dass sie auch mit einer Niederlage nach einer klaren Führung umgehen kann. Sie hat die richtige Reaktion gezeigt“, fasst Rossi das Wochenende seines Teams zusammen. Denn am Freitag hatten die Huskies 4:0 gegen die Ravensburg Towerstars geführt und am Ende noch 4:5 nach Penaltyschießen verloren.

Der Coach war zufrieden mit der Art und Weise, wie seine Mannschaft im ersten Spiel danach beim Ligaschlusslicht aufgetreten war. „Wir sind nicht in Panik verfallen, auch als wir im ersten Drittel noch kein Tor geschossen haben. Wir haben unser Spiel gespielt und sind konzentriert bei der Sache geblieben. Es gab für mich keinen Grund, nervös zu werden.“ Die Routine im Alltag und auf dem Eis, die sich die Huskies mittlerweile angeeignet haben, habe den Spielern geholfen, erklärt Rossi. Lazarett und NEue Rollen

Im Gespräch: Taylor Carnevale (links) und Kevin Maginot.

24 gesunde Spieler hatten die Huskies am 23. Dezember im Kader. Doch dann wurden sie vom Verletzungspech erwischt: Taylor Carnevale, Alex Heinrich und Austin Wycisk fielen aus. FörderlizenzlerLennart Palausch wurde zudem zuletzt von Meister Mannheim angefordert. Immerhin: Carnevale trainiert seit vergangener Woche wieder mit der Mannschaft, Wycisk ist zurück auf dem Eis. „Von ihrer Fitness und ihrer Gesundheit her sehe ich eine gute Chance, dass sie am Freitag gegen Crimmitschau vielleicht schon wieder spielen können“, erklärt Rossi. Sofern man dem Verletzungspech etwas Gutes abgewinnen kann, dann dies: „Wir haben immer gesagt, dass die Stärke unseres Teams seine Tiefe ist. Und das hat sich in den vergangenen Wochen bewahrheitet. Die Jungs, die die Lücken nach den Ausfällen füllen mussten, haben dies großartig getan.“

Beispiel Thomas Merl: Der 23-Jährige blüht in der Formation mit Kapitän Manuel Klinge und Jean-Michel Daoust auf. „Ich habe erwartet, dass er zu dem Punkt kommt, das zu zeigen, was er jetzt zeigt. Er hat Taylors Rolle exzellent übernommen“, lobt Rossi den Bad Tölzer. Beispiel Kevin Maginot: Der schussgewaltige 21-Jährige übernahm nach den Ausfällen von Sven Valenti und Heinrich Verantwortung und ist eine feste Größe in der Verteidigung. „Er hat mich überrascht“, sagt Rossi.

„In der Defensive haben wir uns seit den Weihnachtstagen verbessert“, stellt der Coach zufrieden fest. Das zeigt der Blick in die Statistik: Gegen Freiburg und Riessersee spielten die Huskies zweimal hintereinander zu null. Sie erzielten insgesamt 34 Tore und kassierten 16, darunter zwei Penaltys und ein Empty-Net-Tor. Platz drei haben sie gefestigt – und stehen acht Punkte vor den punktgleichen hessischen Erzrivalen aus Frankfurt und Bad Nauheim. Etwas, das die nordhessischen Fans besonders erfreut.

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