Huskies empfangen Kaufbeuren

Lois Spitzner macht heute die Hundert voll

100 DEL2-Spiele als Husky: Lois Spitzner feiert heute gegen Kaufbeuren ein Jubiläum. Der „Freund von Statistiken“ fühlt sich wohl in Nordhessen.
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100 DEL2-Spiele als Husky: Lois Spitzner feiert heute gegen Kaufbeuren ein Jubiläum. Der „Freund von Statistiken“ fühlt sich wohl in Nordhessen.

Die Kassel Huskies empfangen heute den ESV Kaufbeuren. Für Lois Spitzner ist es das 100. Spiel für die Huskies, auch Michi Christ erreicht einen Meilenstein.

Kassel – Schnell, technisch stark, torgefährlich, trotzdem immer ein Auge für den Mitspieler: So lässt sich Eishockeyspieler Lois Spitzner beschreiben. Privat, so sagt der 23-Jährige selbst, ist er eher ein ruhiger Zeitgenosse – geht gern Kaffeetrinken oder ins Kino. Der gebürtige Chemnitzer macht heute Abend gegen den ESV Kaufbeuren (19.30 Uhr) sein 100. DEL2-Spiel für die Kassel Huskies. Ein anderes Urgestein stellt dann sogar einen Vereinsrekord ein.

513. So viele Hauptrundenpartien hat Michi Christ für die Huskies in seiner Karriere gemacht. Gegen Kaufbeuren kann er heute mit Rekordspieler Manuel Klinge gleichziehen. „Das ist schon krass. Michi ist eine absolute Ikone des Kasseler Eishockeys“, sagt Spitzner über seinen Teamkollegen. Insgesamt ist die Partie heute Abend für Christ das 595. Spiel für die Huskies, die 600 würde mit dem ersten Playoff-Spiel im April fallen. „Ich habe in meiner ganzen Karriere noch nicht mal die Hälfte davon“, sagt Spitzner lachend. „Michi ist immer er selbst, nimmt kein Blatt vor den Mund.“

Deutlich mehr Tore und Vorlagen

Vergangene Saison war Spitzner noch als Förderlizenzler aus Wolfsburg in allen 52 Spielen für die Huskies aktiv, dieses Jahr ist er fester Bestandteil des DEL2-Spitzenreiters. „Ich bin zufrieden mit meiner Entwicklung, habe den richtigen Schritt gemacht und bin in eine Führungsrolle hineingewachsen“, sagt er. Nach 18 Scorerpunkten in der Vorsaison (elf Tore + sieben Assists) steht er nun schon bei 40 (17 + 23). „Bei uns kann man immer punkten, egal in welcher Reihe“, beschreibt er. Ein weiteres Plus des Stürmers: Er ist nie verletzt. „Toi, toi, toi – dabei gehe ich keinem Check aus dem Weg.“

Die Kassel Huskies, das betont Spitzner, sind für ihn „nicht einfach irgendeine Station“: „Ich fühle mich hier sehr wohl.“ Momentan ist auch Freundin Sarah dauerhaft bei ihm. Sie kommt eigentlich aus Duisburg, arbeitet coronabedingt im Homeoffice. Schade findet der frühere Junioren-Nationalspieler, dass die Eissporthalle in dieser Saison leer bleiben musste: „Die wäre voll, die Stimmung bestens. Jetzt liegt es an uns, den Fans Freude in die Wohnzimmer zu bringen.“

Spitzner ist „Freund von Statistiken“

Gegen Kaufbeuren beginnt nun die Phase der Einstimmung auf die Playoffs. Abzuwarten bleibt, wer von den Herforder Förderlizenzlern dann dabei ist. Der Oberligist ist zurück aus der Quarantäne, kämpft aktuell um eine Playoff-Platzierung. Beim Spiel gegen Rostock am Dienstag waren Tim-Lucca Krüger und Lasse Bödefeld wieder für Herford aktiv.

„In den verbleibenden Spielen kommen Gegner, auf die wir auch in der Endrunde treffen könnten. Da wollen wir ein Zeichen setzen. Kaufbeuren arbeitet hart, hat eine stabile Defensive und torgefährliche Stürmer“, blickt Spitzner voraus auf sein Jubiläumsspiel. „Ich bin ein Freund von Statistiken, deshalb war mir das schon bewusst“, so der Flügelspieler. Und noch eine Statistik würde er gern ausbauen. Im ersten Aufeinandertreffen mit dem ESV gab er eine Vorlage, im zweiten traf er, im dritten legte er erneut einen Treffer auf. Dieses Mal also wieder ein eigenes Tor? „Das würde mich sehr freuen.“

Von Björn Friedrichs

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