Streit zwischen Huskies und DEL: Welche Entscheidungen sind maßgeblich? - ein Interview 

Sportjurist: Formale Fehler sind entscheidend

Kassel. Die juristische Auseinandersetzung um den Verbleib der Huskies in der DEL hält an. Neben einem Schiedsgericht befassen sich nun auch die Oberlandesgerichte in Köln und München mit dem Fall. Aber welche Entscheidung ist Ausschlag gebend? Ein Sportjurist klärt auf.

Viele Freunde des schnellen Sports beim Streit DEL/Huskies nicht mehr durch. Das rechtliche Wirrwarr scheint komplett. Wir befragten den Konstanzer Sportjuristen, Dr. Christian Krähe.

Herr Krähe, helfen Sie uns, Ordnung in das Durcheinander zu bringen.

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Krähe: Natürlich: Zunächst muss man zwei juristische Stränge parallel nebeneinander betrachten.

Die wären?

Krähe: Alles, was die Lizenz im engeren Sinn betrifft, also die eigentliche Spielberechtigung, ist Sache der DEL. Aber: Die DEL besteht aus Gesellschaften. Das sind die Vereine. Und was sich auf Ebene der Gesellschafter abspielt, dafür sind dann ordentliche Gerichte zuständig.

Und das heißt konkret genau was?

Dr. Christian Krähe

Krähe: Die Vereine sind, wie gesagt, Gesellschafter der DEL. Damit haben sie sich auch einer DEL-Schiedsklausel unterworfen. Für Streitigkeiten ist demnach das DEL-Schiedsgericht zuständig. Damit will man ja gerade vermeiden, dass man vor ordentliche Gerichte rennt. Wenn also das DEL-Schiedsgericht sagt, ein Verein fliegt raus, dann ist das so.

Aber die Huskies rufen jetzt das Oberlandesgericht München an, weil sie gerade das DEL-Schiedsgericht anzweifeln.

Krähe: Das ist auch korrekt so. Wenn man meint, beim Schiedsgericht wurden etwa formale Fehler gemacht - es ist beispielsweise nicht richtig zusammengesetzt oder ein Schiedrichter ist nicht unabhängig - dann können die Oberlandesgerichte angerufen werden. Der so genannte Schiedsspruch des Schiedsgerichts kann dann angefochten werden.

Passiert das oft?

Krähe: Eher selten. Die Oberlandesgerichte entscheiden zwar, wenn beim Schiedsgericht etwas nicht in Ordnung war, aber sie prüfen eher beschränkt. Das heißt konkret, sie beschränken sich auf formale Fehler. Sie prüfen zum Beispiel, ob das Gericht korrekt zusammengesetzt war.

Und wenn ein Oberlandesgericht dann meint, das Schiedsgericht sei nicht korrekt zusammengesetzt gewesen?

Krähe: Dann würde das Oberlandesgericht den Schiedsspruch sicher aufheben. (tho)

Das sind die neuen Spieler der Kassel Huskies

Cam Keith ist 29 Jahre alt und wurde in Nelson/Kanada geboren. Er ist 191cm groß und bringt 95kg auf die Waage. In seiner Karriere spielte er vorwiegend in der AHL und der ECHL, in der letzten Saison erzielte der Linksschütze in der italienischen Liga für Cortina SG 27 Punkte in 24 Spielen. Ein Bild wird nachgereicht.  © 
Vom HK Jesenice (EBEL) wechselt Alex Dück zu den Huskies. Der 30 Jahre alte Verteidiger ist 185 cm groß und 83kg schwer. Er kann bereits auf eine Erfahrung von 521 DEL-Partien für die Krefelder Pinguine und die Iserlohn Roosters zurückblicken. Mit seiner Erfahrung wird uns der sympathische gebürtige Kasache mit deutschem Pass sicher weiterhelfen.  © 
Der 28 Jahre alte Center wechselt von den Spingfield Falcons aus der AHL zu den Huskies. Colton Fretter wurde in Harrow/Kanada geboren und ist 178cm groß sowie 82kg schwer. In der vergangenen Saison erzielte er in 79 Spielen 26 Tore und 29 Assists. Insgesamt brachte er es in 185 AHL Spielen auf 110 Punkte sowie zuvor in der ECHL auf insgesamt 70 Punkte in nur 53 Spielen. „Mit Colton Fretter ist uns eine weitere Wunschverpflichtung gelungen. Colton ist überall einsetzbar, er kann auf allen Positionen spielen und hat den nötigen Torriecher“, so Huskies Sportdirektor Fabian Dahlem.  © 
Ebenfalls neu im Team der Kassel Huskies ist David Cespiva. Der erst 23 Jahre alte Rechtsschütze hat bereits 256 DEL-Spiele für die Adler Mannheim, die Nürnberg Ice Tigers sowie die Krefelder Pinguine auf dem Buckel. In dem 190cm großen und 92kg schweren Abwehrrecken sieht Sportdirektor Fabian Dahlem enormes Entwicklungspotential. David kann zu einer ganz großen Überraschungen in der Liga werden. Er hat sowohl Defensiv-als auch Offensivqualitäten, durfte diese jedoch bislang kaum unter Beweis stellen. Bei den Huskies soll er hierzu Gelegenheit erhalten.  © 
24 Jahre alt ist der mit deutschem Paß ausgestattete Jean-Francois Boucher, der in Quebec/Kanada geboren wurde. JF-Boucher ist 182cm groß und wiegt 91kg. Das Kraftpaket, welches von St. Georges CRS Express zu den Huskies wechselt und in der Saison 2008/2009 für den ERC Ingolstadt spielte, soll der Offensive Durchschlagskraft verleihen. Er ist ein Kämpfer, der immer vollen Einsatz zeigt.  © 
Mit Mike Glumac ist den Kassel Huskies ein großer Wurf gelungen. Der 30 Jahre alte Rechtsaußen, der in Niagara Falls/Kanada geboren wurde, ist 185cm groß und 92kg schwer. Er erzielte bislang in 40 NHL-Spielen für die St. Louis Blues 13 Punkte, in der AHL in 464 Spielen 336 Punkte. Mike Glumac kommt von den Hamilton Bulldogs zu den Huskies. Glumac hat das Zeug dazu, einer der Top-Neuzugänge der Liga zu werden, so Huskies-Sportdirektor Fabian Dahlem.  © 
Aus Zagreb (EBEL) kommt Mike Ouellette zu den Huskies. Mike Ouellette ist 28 Jahre alt und wurde in Kamloops, Kanada geboren. Der Rechtsschütze ist 185cm groß und wiegt 85kg. Ouellette stand bereits im Franchise der New York Islanders unter Vertrag, spielte aber vorwiegend in der ECHL und der AHL. Der gelernte Center erzielte dort insgesamt in drei Saisons 66 Punkte.  © 
Von den DEG Metro Stars wechselt der 29-jährige Ryan Caldwell zu den Huskies. Der 191cm große und 92kg schwere Defensivstratege blickt auf vier NHL Partien für die New York Islanders und die Phoenix Coyotes sowie insgesamt 266 AHL und 102 DEL-Spiele zurück. Mit Ryan Caldwell konnten die Huskies einen absoluten Wunschkandidaten verpflichten, der uns mit seiner intelligenten, aber auch kompromisslosen Spielweise sicher viel Freude bereiten wird.  © 

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