Nach doppeldeutiger Vorstellung: Frankfurter muss aber nur ein Spiel pausieren, vier zur Bewährung

Stadionsprecher Storch gesperrt

Ein Spiel fest gesperrt: Rüdiger Storch. Foto: Joachim Storch

Kassel. Die DEL2 hat ihr Urteil gefällt: Die doppeldeutige Vorstellung von Huskies-Keeper Markus Keller vor Spiel drei der Playoff-Halbfinalserie am Dienstag hat Folgen für den Frankfurter Stadionsprecher Rüdiger Storch. Er hatte den Torhüter in Anspielung auf ein privates Video im Zusammenhang mit einem Erotik-Unternehmen präsentiert. Am Donnerstagnachmittag gab die Liga bekannt, dass Storch mit einem Tätigkeitsverbot von fünf Meisterschaftsspielen belegt wird. Davon sind allerdings vier Partien zur Bewährung bis Ende 2017 ausgesetzt. Heißt im Umkehrschluss: Storch darf beim nächsten Heimspiel der Löwen nicht zum Mikrofon greifen. Sollten die Huskies ihr zweites Heimspiel am heutigen Freitag gewinnen (19.30 Uhr, Eissporthalle), beträfe diese Sperre Spiel fünf am Sonntag in Frankfurt. Würden die Kasseler auch noch Spiel sieben erzwingen, dürfte Storch dann wieder als Stadionsprecher agieren. Zudem wurden gegen die Löwen und Huskies-Trainer Rico Rossi Geldstrafen verhängt. Über die Höhe wurde nichts bekannt.

DEL2 will Zeichen setzen

DEL2-Geschäftsführer Rene Rudorisch begründet das Urteil so: „Rüdiger Storch handelte eigenmächtig, provozierend, unsportlich und respektlos unter dem Wissen dessen, was Markus Keller anbelangt. Es ist das erste Mal, seitdem ich das Amt des Geschäftsführers 2014 übernommen habe, das ein Stadionsprecher gesperrt wird. Es ist ein deutliches Zeichen und schon eine recht hohe Strafe, zumal Rüdiger Storch in Frankfurt eine Institution ist.“ Mit der Bewährungsstrafe gehe es zugleich um die Signalwirkung. „So etwas ist nicht erwünscht. Solche Äußerungen sind nicht durch unser Regelwerk abgedeckt und betreffen ein sensibles Thema. Der Fall war außerordentlich, auch durch die Wirkung in der Öffentlichkeit.“ Diese sei aber nicht allein durch die Löwen Frankfurt und Storch erzielt worden, sondern auch durch die Worte bei der Pressekonferenz, sagte Rudorisch.

In der hatte sich Rossi erneut deutlich vor Keller gestellt und eine Entschuldigung der Frankfurter und eine Reaktion der Liga gefordert. Schon nach dem Ende des ersten Drittels hatte der Kasseler Coach klare Worte in Richtung Storch geschickt.

Rossi akzeptiert Geldstrafe

Rossi muss nun auch eine Strafe zahlen, weil er Storch als Mitglied des offiziellen Kampfgerichtes verbal angegriffen habe, urteilte die DEL2. Der Coach sagt: „Natürlich akzeptiere ich die Entscheidung. Ich weiß, was ich getan habe und warum. Ich stehe dazu. Wir sind bei den Huskies eine Familie. Und wenn jemand ein Familienmitglied attackiert, setze ich mich zur Wehr und schütze meine Spieler.“

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