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Starkes Schlussdrittel sichert Huskies-Sieg gegen Regensburg

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Von: Frank Ziemke

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Jubel über das 1:0: Lars Reuß (links) und Hans Detsch (rechts) freuen sich mit dem Torschützen Lois Spitzner.
Jubel über das 1:0: Lars Reuß (links) und Hans Detsch (rechts) freuen sich mit dem Torschützen Lois Spitzner. © Andreas Fischer

Die Huskies feiern Weihnachten als souveräner Spitzenreiter. Kassels Eishockeyspieler besiegten Aufsteiger Regensburg nach hartem Kampf im starken Schlussdrittel.

Kassel - 6:3 (2:2, 1:1, 3:0) gewann die Huskies am Vorabend von Weihnachten.

Beschauliche Stimmung herrschte in der Eissporthalle vor Spielbeginn. Auf dem Eis gab es weihnachtliche Lieder. Der Heuboden antwortete mit „Klinglöckchen klingelingeling“. Samt dem dann nicht ganz so weihnachtlichen: „Jeder soll es wissen, Frankfurt ist besch ...“. Für Rivalitäten gibt es halt keine Jahreszeit. Bis die mit den Löwen wieder ausgetragen werden können, müssen die Huskies die „Kleinigkeit“ Aufstieg schaffen. Und sich an diesem Abend mit Eisbären beschäftigen. Die sind mit Corey Trivino da, der wieder mit Beifall empfangen wird.

Dann gibt es Eishockey – und die Huskies legen los wie auf einer rasanten Schlittenfahrt. Chance Joel Lowry nach 13 Sekunden. Chance Tristan Keck in der 2. Minute. Großchance Jake Weidner. Doch Weihnachten ist die Zeit der Geschenke: Weidner schießt nicht. Weidner will einen Pass spielen. Chance verspielt.

Es geht dann nach und nach immer rasanter hin und her. Regensburg spielt mit. Und die Defensive denkt sich: Geschenke können wir auch. Denis Shevyrin vertändelt als letzter Mann die Scheibe. Erik Keresztury spaziert allein Richtung Tor. Doch Jake Kielly ist hellwach und pariert. Dasselbe Spiel dann auf der Gegenseite. Die Eisbären verlieren den Puck im Aufbau, Lars Reuß schiebt ihn zu Lois Spitzner. Der bleibt eiskalt, lässt Devin Williams keine Chance. In der 7. Minute liegen die Huskies 1:0 vorn.

Die Führung ist aber nicht von langer Dauer. Keine Minute später steht es 1:1. Marvin Schmid verwandelt im Nachschuss. Und so geht das weiter. Chancen über Chancen auf beiden Seiten. Die Huskies schießen viel. Aber sie kassieren auch reihenweise Konter. Einen haben sie dann aber auch. In Unterzahl! Max Faber schickt Tomas Sykora auf die Reise, der Fahrt aufnimmt und trifft (12.). Auch diesmal vergeht aber nicht viel Zeit bis zum Ausgleich. Jakob Weber. Blaue Linie. 2:2 (16.).

So abwechslungsreich geht es weiter in Drittel zwei. Und dann ist wieder Weidner dran. Zieht vom linken Flügel Richtung Tor. Und nein, diesmal spielt Weidner nicht ab. Weidner jagt die Scheibe in den Winkel und beschenkt sich selbst mit dem 3:2 (26.).

Es bleibt aber dabei: Wenn die Huskies in Führung liegen, dann schenken sie sie schnell wieder her. Diesmal träumt Tramm. Die Scheibe liegt direkt vor seinen Füßen, doch er sieht sie nicht. Die Eisbären schalten schneller. Radim Matus bringt das Ding über die Linie. Dritter Ausgleich in Überzahl (28.). Kielly verhindert dann sogar spektakulär einen Rückstand gegen den auf ihn zustürmenden Nikola Gajovsky.

Also weiter Spannung. Wer wird sich hier bescheren? Kassel startet in Überzahl und mit mächtig Dampf ins Schlussdrittel. Aber zunächst ohne Zählbares. Weil Keck verzieht. Weil Faber die Latte trifft. „Ein Tor, ein Tor“, wünschen sich die Fans. Aber sie brauchen Geduld. Ihr Team muss erst einmal eine Unterzahl überstehen. Ist kurz darauf in Überzahl. „Aufsteh´n“, fordern die Fans. Was ja heißt: Fertig machen zum Jubeln. Dann geht es ganz schnell. Sykora spielt den Pass von links nach rechts, wo Tim McGauley lauert und das 4:3 macht (47.).

Die vierte Führung. Aber hält sie diesmal? Vincent Schlenker verschenkt die Entscheidung nach Shevyrins Zuspiel, als Williams ausgespielt und das Tor leer ist (53.). Aber dann kommt es wie zuvor: Eine Unterzahl überstehen. Eine Überzahl schnell nutzen. Der starke Sykora sorgt im Nachschuss für die Entscheidung (57.). McGauley legt dann noch einen drauf (59.). Der Spitzenreiter kann zufrieden Weihnachten feiern.

Der Liveticker zum Nachlesen

So haben die Kassel Huskies gegen die Eislöwen Regensburg gespielt

SR: Janssen/Engelmann, Z: 3516, Tore: 1:0 (6:44) Spitzner (Reuß, Faber), 1:1 (7:41) Schmid (Divis, Piipponen), 2:1 (11:20) Sykora (Faber - 4:5), 2:2 (15:12) Weber (Gajovsky, Schembri), 3:2 (25:15) Weidner (Mieszkowski, Keussen), 3:3 (27:50) Matus (Schmid, Piipponen - 5:4), 4:3 (46:43) McGauley (Seiko, Sykora - 5:4), 5:3 (56:09) Sykora (McGauley, Faber - 5:4), 6:3 (58:14) McGauley (Lowry, Sykora), Strafminuten: Kassel 12 - Regensburg 10.

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