Ex-Spieler und der Ex-Marketingleiter hatten Klage eingereicht

Streit um Verträge: Gericht gibt Huskies recht

Kassel. Das Thema Betriebsübergang ist bei den Kassel Huskies endgültig vom Tisch.

Das Hessische Landesarbeitsgericht in Frankfurt habe mit seinem Urteil die Rechtsauffassung der Huskies bestätigt, wie der Eishockey-Zweitligist am Dienstagabend mitteilte.

Das heißt: Von der insolventen Gesellschaft KEBG (Kasseler Eissporthallen-Betriebsgesellschaft), die unter Geschäftsführer Stefan Traut bis Mai 2014 hinter den Huskies gestanden hatte, hat kein Betriebsübergang auf die im Juli 2014 neu gegründete KSE (KSE Kassel Sport & Entertainment GmbH) stattgefunden. Die KSE steht mit Geschäftsführer Joe Gibbs seitdem als Betriebsgesellschaft erfolgreich hinter den Huskies.

Anlass der Verhandlung war eine Klage gewesen, die die ehemaligen Huskies-Spieler Danny Albrecht und Kyle Doyle sowie der ehemalige Marketingleiter Jens Jonsson eingereicht hatten. Sie besaßen Verträge mit der KEBG über den Mai 2014 hinaus und wollten von den neuen Huskies-Betreibern weiterbeschäftigt werden. Das Gericht entschied jedoch anders. Eine Revision wurde nicht zugelassen. Zudem hieß es in der Mitteilung, die Insolvenzverwalterin habe Geschäftsbetrieb der insolventen KEBG endgültig eingestellt und alle Arbeitsverhältnisse beendet.

Beide Spieler hatten schon zur Saison 2014/15 neue Vereine gefunden: Albrecht spielte für die Lausitzer Füchse in der DEL 2 und zukünftig bei Oberligist Füchse Duisburg. Kyle Doyle heuerte in Landshut an.

Hintergrund: Das ist ein Betriebsübergang

Vereinfacht gesagt findet ein Betriebsübergang unter anderem dann statt, wenn ein neuer Betreiber die gleiche Tätigkeit aufnimmt wie der Vorgänger und er einen Großteil des Personals weiterbeschäftigt.

Laut Gerichtsurteil besaß die KEBG kein Vermögen, das hätte übertragen werden können, zudem habe die neue Gesellschaft KSE weder die Arbeitsorganisation noch Personal übernommen. Die KSE haben einen Neuanfang in einer neuen Liga eingeleitet.

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