Huskies heute gegen Kaufbeuren

Sturm kommt mit Rückenwind

Ein Bild aus vergangenen Tagen: Hier feiert Ex-Husky Sören Sturm 2016 den zweiten Sieg im Playoff-Finale gegen Bietigheim. Mit den Kassel Huskies wurde Sturm DEL-2-Meister, heute kehrt er mal wieder mit dem ESV Kaufbeuren nach Nordhessen zurück.
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Ein Bild aus vergangenen Tagen: Hier feiert Ex-Husky Sören Sturm 2016 den zweiten Sieg im Playoff-Finale gegen Bietigheim. Mit den Kassel Huskies wurde Sturm DEL-2-Meister, heute kehrt er mal wieder mit dem ESV Kaufbeuren nach Nordhessen zurück.

Die Kassel Huskies empfangen heute den ESV Kaufbeuren. Mit dabei bei den Jokern ist dann auch Verteidiger Sören Sturm. Der Ex-Husky hat einen Lauf mit seinem Team.

Kassel – Er war nur ein Jahr bei den Kassel Huskies. Trotzdem verfolgt er seinen Ex-Verein noch immer ganz genau. Für Sören Sturm, der mit den Huskies einen seiner größten Erfolge feierte und der noch einige Freunde beim ECK hat, ist das Auswärtsspiel mit dem ESV Kaufbeuren heute ab 19.30 Uhr in der Eissporthalle etwas Besonderes.

„Ich war nur ein Jahr in Kassel, aber ich denke sehr gerne an die Zeit zurück. Die Saison und die Stadt bleiben mir für immer in Erinnerung“, sagt der 31 Jahre alte Verteidiger. Im DEL-2-Meisterjahr der Huskies stand Sturm für Kassel auf dem Eis, steuerte in Hauptrunde und Playoffs als offensivstarker Abwehrmann neun Tore und 47 Vorlagen bei.

Sturm ist endlich wieder fit

Nach etwas mehr als vier Jahren bei den Ravensburg Towerstars wechselte er innerhalb der vergangenen Saison zum ESV Kaufbeuren. „Ich war viel verletzt, jetzt geht es mir aber wieder gut“, sagt er. Und nicht nur bei ihm, der mit bislang zwei Toren und sieben Vorlagen viertbester Scorer der Joker ist, läuft es. Die Allgäuer haben die letzten fünf Spiele allesamt gewonnen – und das nach verrücktem Saisonstart.

Da nämlich verabschiedete sich Trainer Rob Pallin nach drei Pleiten zum Auftakt aus privaten Gründen in die US-amerikanische Heimat. Auch das vierte Spiel ging verloren, dann kam der langjährige DEL-Trainer Tray Tuomie zu den Jokern.

Siegesserie mit neuem Trainer

„Wir hatten einen schlechten Start, obwohl wir auch da jedes Spiel hätten gewinnen können“, sagt Sturm. Seit Tuomie da ist, hat Kaufbeuren jede Partie gewonnen. „Wir sind richtig gut drauf, der Trainer hat uns einen neuen Anstoß gegeben. Wir haben einen super Mix aus erfahrenen und jungen Spielern, der ESV hat inzwischen eine gute Jugendabteilung“, nennt Sturm Gründe für den Sprung auf Rang vier. Das sind aber nicht die einzigen Ursachen der Erfolgsserie. „Die Mannschaft gibt nie auf, die jungen Spieler geben immer Gas und fahren die Checks zu Ende. Vor allem beim Fünf-gegen-Fünf schätze ich uns stark ein“, sagt Sturm.

Nun geht es für ihn zurück nach Kassel – aufgrund der Tabellensituation sogar als Favorit. Damit hätte man vor der Saison nicht zwingend gerechnet. Der ESVK gehört rein statistisch nämlich nicht unbedingt zu den Angstgegnern der Huskies. 40 Mal standen sich beide Klubs in Pflichtspielen bislang gegenüber, nur siebenmal gewann Kaufbeuren in regulärer Spielzeit. Die Huskies fuhren 26 Siege nach 60 Minuten Spielzeit ein.

Vor der heutigen Begegnung sind die Vorzeichen nun andere. „Kassel hat natürlich ganz andere Ambitionen und steht nicht so da, wie man sich das dort vorstellt“, sagt Sturm und ergänzt: „Umso schwieriger wird es für uns. Die Huskies müssen und wollen sicher langsam den Kopf aus der Schlinge ziehen.“

Für Sturm wird die Rückkehr auch ein Treffen mit alten Bekannten. „Am Donnerstag habe ich noch mit Marco Müller geschrieben, auch zu Betreuer Frank Schönewolf habe ich gelegentlich Kontakt.“

Die Lage bei den Huskies

Jerry Kuhn steht bei den Huskies heute im Tor, Jonas Neffin am Sonntag in Heilbronn. Personell gibt es laut Pressesprecher Jason Schade „noch ein paar Fragezeichen“, die sich am Spieltag klären. Lukas Laub, der zuletzt angeschlagen fehlte, stand beim Training wieder auf dem Eis. Ob einer der Förderlizenzler nach Hannover fährt, hängt auch von den offenen Personalentscheidungen ab.

Von Björn Friedrichs

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