Teamvergleich Huskies - Ravensburg: „Beide sind offensiv sehr stark“

Trumpfkarte der Huskies: Verteidiger Mike Little. Foto: Schachtschneide r

Kassel. Er erwartet ein Offensiv-Spektakel: Im Playoff-Halbfinale, in dem ab heute die Kassel Huskies auf die Ravensburg Towerstars treffen. Vor dem ersten Spiel in der Eissporthalle an der Eywiesenstraße (18.30 Uhr) macht Fabian Dahlem den Check.

Im Hessenderby gegen Frankfurt hatte der Ex-Kasseler einen leichten Vorteil für die Löwen ausgemacht. Jetzt sagt er lachend: „Es freut mich, dass ich daneben lag. Vielleicht habe ich ja Kassel absichtlich den Druck nehmen wollen.“

Wir übertragen die Partie live in Ticker und Radio. Die Zwischenstände gibt es auf Kassel Live.

Aktuelle Form: Beide Teams haben ihre tolle Form in den Viertelfinals mit klaren Ergebnissen bewiesen. Kassel hat gegen Frankfurt einen starke Leistung gezeigt, auch wenn die Löwen sicherlich nicht im Takt waren. Trotzdem: Frankfurt musst du erstmal in vier Spielen sweepen. Kassel ist sehr selbstbewusst und kann das mit Recht auch sein. Jetzt ist eine neue Serie, es wartet ein ebenfalls selbstbewusster Gegner. Bad Nauheim ist eine gut organisierte Mannschaft, die man auch erst einmal 4:1 schlagen muss. Aber durch den Sweep ist Kassel im Vorteil. Leichter Vorteil Kassel.

Special Teams: Das Kasseler Powerplay hat gegen Frankfurt super funktioniert, es ist heiß. In Unterzahl ist Ravensburg besser. Das zeigen die Statistiken. Es wird interessant sein, wie sich die Mannschaften aufeinander einstellen. Die individuelle Vorbereitung auf die Special Teams wird entscheidend sein. ausgeglichen

Torhüter: Toll ist, dass beide Teams auf deutsche Torhüter setzen. Die spannende Frage ist Wer ist der bessere Deutsche? Matthias Nemec hat in der Serie gegen Bad Nauheim gezeigt, dass er bereit ist für Großes ist. Markus Keller ist ein sehr guter Torwart mit vielen und guten Erfahrungen. Ausgeglichen.

Abwehr: Die Huskies haben Mike Little. Er ist läuferisch stark, fast ein vierter Stürmer auf dem Eis. Er kann offensiv den Unterschied machen. In Reihen der Ravensburger ist Alexander Dück hervorzuheben. Er zählte 2010 zum Huskies-Team, das wegen der Insolvenz nicht in der DEL antreten durfte. Er ist erfahrener Krieger, der viel in die Waagschale werfen kann. Defensiv sind beide Mannschaften auf Augenhöhe. Doch wegen Little sage ich: Leichter Vorteil Kassel. 

Rückhalt im Tor der Ravensburger: Matthias Nemec

Angriff: Beide Mannschaften sind offensiv sehr, sehr stark. Ravensburg hat den Vorteil, dass sie mit vier Ausländern im Sturm spielen. Das ist ein Pfund, die vier machen in vielen Spielen den Unterschied. Brian Roloff ist einer der Top-drei-Ausländer der DEL 2. Mathieu Tousignant ist ein Unruhefaktor, der immer gern provoziert. Austin Smith und Brandon MacLean sorgen ständig für Torgefahr. Die Huskies haben Jamie MacQueen, einen Torgaranten. Wenn die Ravensburger ihn nicht in den Griff bekommen, haben sie ein großes Problem. Jean-Michel Daoust ist ein toller Spielmacher, Manuel Klinge bringt geballte Erfahrung mit. Dazu kommt Adriano Carciola, der mit seiner Unberechenbarkeit von überall treffen kann. Die Frage ist: Welche Mannschaft hat den besseren Defensivplan? Ausgeglichen.

Trainer: Es freut mich, dass Rico seinen Viertelfinalfluch endlich besiegt hat. Er wird als Trainer immer besser. Dazu hat er Hugo Boisvert als Unterstützung an seiner Seite. Das ist ein wichtiger Faktor. Auch Danny Naud ist zwar erfahren. Doch Rico ist ein Typ, der variabler und schneller auf neue Situationen beim Gegner reagieren kann. Leichter Vorteil Kassel.

Prognose: Es wird eine enge Serie. Das Maximum von sieben Partien ist vorstellbar. Wenn eine Mannschaft früh auswärts gewinnt, könnte es aber auch früher enden. Als Ex-Kasseler mit Kassel im Herzen wünsche ich mir natürlich, dass die Huskies gewinnen. Aber der Heimvorteil ist nicht von der Hand zu weisen. Es ist extrem schwer, in Ravensburg zu gewinnen. Und auch aufgrund der Hauptrunden-Ergebnisse sehe ich einen leichten Favoritenstatus bei Ravensburg.

Unser Experte: Fabian Dahlem (50) ist seit 1. Februar Trainer der Heilbronner Falken in der DEL2. Zuvor arbeitete er beim angeschlagenen Alpenliga-Klub Ljubljana in Slowenien. 2010, bei seinem Abschied aus Kassel, war er Sportlicher Leiter, zuvor hatte er ab 2004 als Co-Trainer gearbeitet. Er ist in festen Händen, hat eine Tochter und zwei Stiefsöhne.

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