Heute nächste Testergebnisse

Kassel Huskies: Testen, warten, bangen, hoffen

Huskies-Torhüter Jerry Kuhn fokussiert sich vor dem Spiel. Seine Mitspieler warten währenddessen auf den Spielbeginn.
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Huskies-Torhüter Jerry Kuhn fokussiert sich vor dem Spiel. Seine Mitspieler warten währenddessen auf den Spielbeginn.

Der Schrecken bei den Kassel Huskies nach der Absage des vierten Halbfinalspiels wegen eines Coronafalls in Reihen der Ravensburg Towerstars vom Sonntag war gestern erst einmal verdaut.

Kassel - Bei den Kassel Huskies standen am Montag die nächsten Tests an. Wie geht es nun weiter? Fragen und Antworten.

Wann gibt es die Testergebnisse bei den Huskies?
Der Mannschaftsbus war am Sonntag um 21 Uhr zurück in Kassel. Direkt am Montagmorgen standen dann die nächsten Coronatests für die Spieler und Betreuer an, die alle individuelle Zeitabschnitte zugeteilt bekommen hatten. „Die Ergebnisse sollten wir bis Dienstagmorgen haben“, sagte Sportdirektor Manuel Klinge gestern.
Wie läuft der Austausch mit dem Gesundheitsamt?
Nicht anders als sonst auch. „Wir sind immer im Austausch mit dem Gesundheitsamt, nicht nur, wenn irgendwelche Bedenken bestehen“, sagt Klinge. Bei den Huskies seien zuletzt alle Tests negativ gewesen, es habe keine Verdachtsfälle gegeben. Daher habe es jetzt keine speziellen Gespräche gegeben.
Wie groß ist die Gefahr, dass sich ein Spieler der Huskies bei dem positiv getesteten Ravensburger angesteckt haben könnte?
Das ist von mehreren Faktoren abhängig, sagt der Allgemein- und Sportmediziner Dr. Sven Dallmann, der auch einer der drei Teamärzte der Huskies ist: „Das Risiko besteht natürlich, auch wenn die Kontaktzeit auf dem Eis gering ist.“ Zu den Punkten, die zu berücksichtigen sind, zählen beispielsweise auch, in welcher Reihe der Spieler eingesetzt wurde und somit mehr oder weniger Eiszeit gehabt habe, und wie hoch bei dem Betroffenen die sogenannte Viruslast sei, die definiert, wie ansteckend jemand ist. Auch wenn eine Infektion erst Tage später ausbrechen kann, sagt Dallmann: „Die Wahrscheinlichkeit, dass sich jemand angesteckt hat, sinkt mit jedem weiteren negativen Test.“
Hat die Mannschaft am Montag trainiert?
Nein. Das hatte aber nichts mit den Ereignissen vom Wochenende zu tun, sagt Klinge: „Der Montag ist gewöhnlich der freie Tag, die letzten waren außerdem ja anstrengend genug. Deshalb waren die Spieler am Montag nur kurz für den Test da und sind dann wieder nach Hause gefahren.“ Dies bestätigt auch Huskies-Pressesprecher Jason Schade: „Der Montag wäre auch für die Spieler frei gewesen, wenn wir uns am Sonntag sportlich für das Finale qualifiziert hätten.“ 
Wie laufen die nächsten Tage ab?
Die Huskies starten in die Vorbereitungen auf das Finale – gut möglich ist laut Schade, dass mit dem Training am Dienstag bis zu den Testergebnissen abgewartet wird. Das Finale beginnt am Freitag mit einem Heimspiel ab 19.30 Uhr, den Gegner ermitteln heute Abend (19.30 Uhr) der EHC Freiburg und die Bietigheim Steelers im entscheidenden fünften Spiel. 
Eric Valentin war für das vierte Halbfinalspiel eigentlich gesperrt. Nimmt er die Sperre nun mit ins Finale?
Valentin hatte in Spiel zwei mit dem Schlittschuh nach seinem Gegenspieler getreten und war tags darauf von der Liga für zwei Partien gesperrt und mit einer Geldstrafe belegt worden. Unklar ist nun, ob die Sperre mit dem ausgefallenen Spiel vom Sonntag abgesessen ist. „Der Fall befindet sich noch in der Klärung“, sagt Klinge.
Mit ein bisschen Abstand zum Spielausfall in Ravensburg: Wie groß ist die Vorfreude auf das Finale?
Die kam noch nicht so richtig auf. „Es ist ein Wechselbad der Gefühle, die Ereignisse vom Sonntag wirken noch nach“, sagt Klinge. Die Vorfreude werde sich aber zeitnah in den kommenden Tagen einstellen, wenn die Tests alle negativ ausfallen. „Wir stehen ja auch nicht zu Unrecht dort. Deshalb freuen wir uns schon über den Finaleinzug, trotz der Bedingungen und höchstem Respekt vor Ravensburg.“
Ist für die Finalspiele etwas Besonderes geplant?
In der Vergangenheit gab es zu Playoff- und Finalspielen oft Fanaktionen oder besondere Videobeiträge auf der Leinwand im Stadion. Vergleichbares wird in dieser speziellen Spielzeit eher schwierig. „Wir schauen, ob und was sich realisieren lässt. Der Schutz der Mannschaft hat aber oberste Priorität. Uns ist am Sonntag noch einmal bewusst geworden, wie schnell eine Saison vorbei sein kann“, sagt Schade.

Von Björn Friedrichs

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