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Erst Tief, dann Hoch: Huskies mit gemischter Hauptrunden-Hälfte

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Von: Pascal Spindler

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Einmal ranziehen: Löwe Marcus Götz (links) greift nach dem Schläger von Husky Lois Spitzner (rechts). Die Tölzer stehen in der Tabelle knapp hinter den Huskies. Im Tor: Marco Wölfl.
Einmal ranziehen: Löwe Marcus Götz (links) greift nach dem Schläger von Husky Lois Spitzner (rechts). Die Tölzer stehen in der Tabelle knapp hinter den Huskies. Im Tor: Marco Wölfl. © Dieter Schachtschneider

Halbzeit für die Kassel Huskies: 52 Hauptrundenspiele sind in dieser Saison angesetzt, 26 hat der Eishockey-Zweitligist bereits absolviert – und dabei ganz unterschiedliche Gesichter gezeigt.

Kassel - Erst lief alles schief, dann plötzlich vieles rund. Mittlerweile stehen die Huskies auf einem soliden fünften Tabellenplatz. Nochmal ganz oben angreifen? Möglich. Aber die Bürde aus den ersten Saisonspielen wiegt schwer. Eine Zwischenbilanz.

Der Start

Vollkommen verkorkst. So könnte der Saisonauftakt der Huskies zusammengefasst werden. Aus den ersten sieben Spielen gab es nur einen Sieg in Bad Nauheim, alle weiteren Partien gingen verloren. Nach der 0:3-Pleite gegen Bayreuth rutschten die Huskies gar auf den letzten Tabellenplatz. Von den Fans gab es erstmals Pfiffe, im Klub herrschte Krisenstimmung.

Dabei hätte alles so schön sein können: Über die Sommermonate wurde die Eissporthalle modernisiert, zum ersten Heimspiel gegen die Tölzer Löwen strömten 4045 Zuschauer in die Spielstätte der Huskies. 579 Tage waren seit dem letzten Spiel vor Fans vergangenen. Eigentlich Grund zur Freude. Wären da nicht die enttäuschenden Leistungen der Mannschaft gewesen. Huskies-Angreifer Hans Detsch: „Ich denke, wir haben zu Saisonbeginn alle mehr erwartet. Wir sind unseren Erwartungen selbst nicht gerecht geworden. Es war ein ordentliches Tief.“

Der Aufschwung

Der 4:3-Overtime-Sieg gegen Kaufbeuren Ende Oktober sollte der Wendepunkt einer bis dahin desaströsen Huskies-Saison sein. Bis zur Deutschland-Cup-Pause gewann die Mannschaft von Trainer Tim Kehler vier weitere Spiele in Folge. Kehler: „Wir sind von Tag zu Tag besser geworden.“ Stimmt. Auf einmal wirkte das Team konzentrierter, sicherer, zielstrebiger. Wichtige Spieler wie Jamie MacQueen, Corey Trivino oder Troy Rutkowski fanden endlich in die Spur.

Nach der Pause gab es zwei Derby-Pleiten in Frankfurt und gegen Bad Nauheim, danach wieder sieben Siege in Serie. Die Huskies starteten eine fulminante Aufholjagd, machten in der Tabelle Platz für Platz gut.

Der Rückschlag

Voller Selbstvertrauen reiste das Team Mitte Dezember nach Dresden. Mit einem Sieg wäre der Klub ganz nah dran am Führungsquartett der Liga gewesen. Stattdessen setzte es eine deutliche 0:6-Pleite. Ein Rückfall in alte Zeiten? Nein – die drei Spiele danach gewannen die Huskies. Ärgerlich war die Niederlage in Dresden dennoch.

Der Ausblick

Heute treffen die Huskies auf die Tölzer Löwen (19.30 Uhr). Im Oktober waren zu dieser Begegnung erstmals wieder Fans zugelassen, knapp drei Monate später müssen die Huskies bei diesem Spiel zuhause das erste Mal wieder ohne Zuschauer auskommen.

Sportlich wird es nicht einfach. Tölz hat die vergangenen vier Partien gewonnen, will in Kassel weiter punkten. Danach folgen die Derbys in Bad Nauheim und gegen Frankfurt. Kein leichter Start in die zweite Hälfte der Hauptrunde.

Das Fazit

Der Start hatte nichts mit den Huskies aus der Vorsaison zu tun: Zu enttäuschend waren die Leistungen auf dem Eis, zu groß aber wohl auch die Erwartungen. Dass in einer Saison mal eine Schwächephase aufkommt, ist normal. Die Huskies haben das Pulver an schlechten Spielen allerdings bereits verschossen. Nun schmerzt jede Niederlage doppelt. Was Mut macht: Das Team hat gezeigt, dass es Qualität besitzt – und dass es eine Aufholjagd starten kann.

Von Pascal Spindler

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