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Tigers wollen Huskies ärgern: Am Samstag gastiert Wiesbaden in Kassel

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Freut sich auf das Spiel in Kassel: der Wiesbadener Mario Viggiani. Foto: nh

Kassel. Sie wollen besser aussehen als Mainz. Sie wollen mit starkem Willen überzeugen. Und sie wollen ganz einfach die Kulisse genießen. Seit Wochen fiebern die Wiesbadener Ice Tigers dem Hessenliga-Spiel bei den Kassel Huskies entgegen. Am Samstagabend nun ist es soweit: Ab 18.30 Uhr treffen beide Teams in der Kasseler Eissporthalle aufeinander.

„Wir fahren nicht nach Kassel und denken über einen Rückstand nach“, erklärt Mario Viggiani, Stürmer, fünffacher Torschütze und zweiter Vorsitzender der Ice Tigers, selbstbewusst. Er gibt damit die Einschätzung der Huskies wieder. Denn neben den Mainzer Wölfen betrachten die Schlittenhunde die Wiesbadener als ärgsten Rivalen in der Liga. Nach wie vor. Auch wenn sich das Thema Platz eins mittlerweile für den Klub aus der hessischen Landeshauptstadt erledigt hat. Der Grund: Gegen den Erzrivalen aus Mainz kassierten die Ice Tigers bereits zwei Niederlagen (4:10 und 3:8). „Vor Saisonbeginn hatten wir schon damit gerechnet, vorne mitzuspielen. Nun ist es unser Ziel, Dritter zu bleiben“, sagt Viggiani. Dort stehen die Wiesbadener, die bislang noch nicht in Bestbesetzung antraten, nach elf Spielen mit 27 Punkten und einem Torverhältnis von 131:36. Zum Vergleich: Die Huskies sind nach dem 11:0 gegen Mainz das einzig ungeschlagene Team der Liga (13 Spiele, 214:10 Tore) und damit Zweiter. „Wir wollen ein enges Ergebnis“, gibt Viggiani das Ziel für Samstag vor.

Das sollen die besten Akteure in den Reihen der Wiesbadener sicherstellen. Etwa Alexej Gebel. Der 34-jährige Russe erzielte bislang 18 Tore, spielte in seiner Heimat höherklassig. „Er ist ein schneller Allrounder, der auch verteidigen kann“, charakterisiert ihn Viggiani. Daneben steht Bryce Hollweg im Fokus. Der US-Soldat, dessen Bruder in der NHL spielt, war belgischer Meister und gilt ebenfalls als ein Alleskönner. Seine Bilanz: 15 Tore. Am Dienstag musste der Amerikaner jedoch mit dem Training pausieren, nachdem er im Spiel gegen die Roten Teufel Bad Nauheim am vergangenen Sonntag verletzt worden sei, berichtet Viggiani. Der Schiedsrichter brach die Partie wegen tumultartiger Szenen auf dem Eis beim Stand von 8:1 in der 27. Minute ab. Sie wird zugunsten der Wiesbadener gewertet, da die Attacken von Seiten der Nauheimer ausgingen.

Erfolgreichster Torschütze der Südhessen ist Alexander Möller (23 Treffer). Der Spielertrainer wurde in Frankfurt ausgebildet, spielte in der Deutschen Nachwuchs-Liga DNL. An starken Einzelkönnern mangelt es Wiesbaden nicht. Dafür jedoch an guten Trainingsmöglichkeiten. Eine eigene Eishalle haben sie noch nicht, trainieren zweimal pro Woche unter freiem Himmel, sofern es das Wetter zulässt.

Heute Abend steht ein Vorbereitungsspiel gegen ein amerikanisches Armee-Team an. Am Samstag reisen die Ice Tigers dann mit 100 Fans nach Nordhessen und werden erstmals in dieser Saison in neuen einheitlichen Trikots antreten. Viggiani freut sich: „Das Spiel in Kassel wird ein einmaliges Erlebnis.“

• Die Online-Redaktion berichtet auf www.hna.de per Live-Radio und Live-Ticker aus der Eissporthalle. Später gibt’s außerdem ein Video.

Von Michaela Streuff

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