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Huskies heute gegen Ravensburg: Topteam kommt als Gradmesser

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Von: Björn Friedrichs

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Da steht es 0:1: Die Huskies mit (von links) Mitch Wahl, Jonas Neffin, Hans Detsch, Maxim Rausch (verdeckt) und Marco Müller können das Tor von Tyler Spurgeon (links) nicht verhindern. Hinten jubelt John Lammers mit.
Da steht es 0:1: Die Huskies mit (von links) Mitch Wahl, Jonas Neffin, Hans Detsch, Maxim Rausch (verdeckt) und Marco Müller können das Tor von Tyler Spurgeon (links) nicht verhindern. Hinten jubelt John Lammers mit. © Andreas Fischer

Zwei Tage nach der ärgerlichen Niederlage gegen den ESV Kaufbeuren empfangen die Kassel Huskies heute Spitzenteam Ravensburg. Die Stimmen zu den Spielen.

Kassel – „Wir waren schrecklich.“ So deutlich äußert sich Tim Kehler öffentlich sonst eher selten. Der Trainer der Kassel Huskies war nach der 3:4 (1:3, 1:0, 1:0, 0:1)-Niederlage nach Verlängerung gegen den ESV Kaufbeuren sichtlich angefressen. Lange Zeit bleibt dem Eishockey-Zweitligisten nicht, um Fehler abzustellen: Heute ist das Spitzenteam der Ravensburg Towerstars ab 19.30 Uhr zu Gast in Kassel.

Nach zuletzt zwei 2:1-Siegen gegen Bayreuth und Heilbronn mussten die Huskies nun also wieder eine Niederlage hinnehmen. Immerhin kämpfte sich der Eishockey-Zweitligist nach dem 1:3-Rückstand noch zurück, holte so zumindest einen Zähler. „Wir haben gekriegt, was wir verdient hatten. Ein Sieg hätte uns nicht zugestanden“, so Kehler.

Mal wieder ein verschlafener Start

Nicht zum ersten Mal in dieser Saison verschliefen die Huskies den Start. Nach 100 Sekunden lagen sie 0:1 hinten, kamen zum Ausgleich, dominierten das Spiel – und kassierten dann in eigener Überzahl das 1:2. Das machte nicht nur Kehler sauer, auch seine Spieler waren selbstkritisch. „Wir haben es wieder nicht geschafft, zu Spielbeginn richtig zu spielen. Wir sind durch Kleinigkeiten aus der Partie gekommen, haben zurecht hintengelegen“, ärgerte sich Verteidiger Marco Müller.

Einzig mit einer Phase waren die Huskies zufrieden: Fünfeinhalb Minuten vor Spielende musste Tim Lucca Krüger für einen Check gegen den Kopf vom Eis, die fünfminütige Unterzahl verteidigten seine Mitspieler mit Mann und Maus. „Da haben wir Einsatz gezeigt, da haben die Spieler und Torhüter Jerry Kuhn einen hervorragenden Job gemacht. In den übrigen 55 Minuten waren wir beschämend“, sagte Kehler. Und Marco Müller meinte: „Da haben wir fünf Minuten lang gezeigt, dass wir kämpfen können. Das reicht nicht.“

Krüger trifft und fliegt beim Jubiläum

Ein Abend unterschiedlicher Emotionen war es auch für Krüger. Der gebürtige Kasseler absolvierte sein 100. Spiel für die Huskies, rückte für den angeschlagenen Lukas Laub in die erste Reihe und zeigte dort eine sehr ordentliche Leistung. Auch den zwischenzeitlichen 1:1-Ausgleich bekam der 23-Jährige nachträglich gutgeschrieben. In der Halle wurde zunächst Brett Cameron als Torschütze ausgerufen, auf den TV-Aufnahmen zeigte sich aber, dass Krüger den Puck noch ganz leicht abfälschte. Zum Check kurz vor Schluss, der ihm neben der Matchstrafe auch eine Sperre für das heutige Spiel gegen Ravensburg einbrachte, sagte er: „Ich wollte ihn nicht böse checken oder verletzen.“

Heute kommt mit Ravensburg ein richtiger Härtetest nach Kassel. Die Towerstars haben durchschnittlich die meisten Punkte und Tore auf dem Konto, zudem von den letzten 15 Spielen 14 gewonnen. Am Sonntag fiel ihre Begegnung wegen mehrerer positiver Schnelltest beim Gegner aus Landshut aus. „Da werden wir sehen, wo wir stehen – ein echter Gradmesser. Da müssen wir hundertprozentig bereit sein. Sie sind nicht umsonst Erster in all diesen Statistiken“, sagt Müller. Ähnlich sieht es auch Krüger: „Wir kommen gegen Kaufbeuren nach dem 1:3 zurück und verlieren dann nach Verlängerung. Da ist jeder angefressen. Wir müssen zu unserem Spiel zurückfinden, dann können wir jeden schlagen.“

Krüger fehlt heute wegen der Sperre, noch hoffen die Huskies auf die Rückkehr der angeschlagenen Joel Keussen, Lukas Laub und Fabian Ribnitzky. Auch bei Center Corey Trivino, der bekanntlich wegen einer Armverletzung seit Ende November merklich fehlt, geht es voran. Er ist seinen Gips los, absolviert nun ein Reha-Programm.

Von Björn Friedrichs

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