Er trifft kaum noch ins Tor, beeindruckt aber als Vorbereiter

Husky Mike Collins: Der Torjäger glänzt als Stratege

Der Topscorer der Huskies: Mike Collins trägt den Goldhelm. Archivfoto:  Schachtschneider

Kassel. Im November und Dezember war er der Überflieger der Liga. Mit 12 Toren und 23 Vorlagen in nur 17 Spielen avancierte Mike Collins wie Phönix aus der Asche zum Topscorer der DEL2.

Wurde sogar zum Spieler des Monats in der Liga gewählt. Seit dem Jahreswechsel aber ist es wie abgeschnitten: Der Mann mit der Rückennummer 23 trifft (fast) nicht mehr!

Seit sieben Spielen fehlt dem Amerikaner nun schon ein Erfolgserlebnis, seit Anfang Januar stehen in 14 Spielen lediglich zwei Treffer zu Buche. Am vergangenen Freitag gegen Bad Nauheim war der Bann fast gebrochen, doch der Puck knallte laut scheppernd ans Gestänge.

Natürlich, Collins behauptet weiterhin souverän den Goldhelm bei den Huskies. Mit 24 Treffern und 47 Vorlagen, also 71 Punkten, ist der 24-jährige Amerikaner die Nummer eins im Kasseler Eishockey-Team und in der Liga-Rangliste Zweiter – nur Bietigheims David Wrigley (30 + 43 = 73) steht noch besser da. Und dennoch: Muss diese Torflaute nicht Sorgen bereiten?

Muss sie nicht – und tut sie vor dem Heimspiel am Freitag gegen den EV Landshut (19.30 Uhr) auch nicht. „Ich mache mir darüber überhaupt keine Gedanken“, sagt Collins. „Mal geht der Puck rein, mal nicht. Kein Problem.“ Wichtig sei, dass nach wie vor viele Torchancen herausgespielt würden. „Noch wichtiger aber ist, dass die Mannschaft erfolgreich ist und gewinnt“, sagt der Amerikaner.

Und weil das der Fall ist, verlebte Collins am Montag ganz relaxed einen freien Tag und freut sich auf den Endspurt in der Liga: „Wir sind happy über das, was wir jetzt schon erreicht haben und freuen uns auf das, was wir noch schaffen können.“ Sechs Spiele noch gebe es zum Einstimmen auf die Playoffs. Rang zwei zu behaupten werde nicht leicht – „aber wir wollen und können das schaffen“.

Zumal Mike Collins weiterhin als Stratege im Team beeindruckt. Nicht weniger als 14 Tore bereitete er in den letzten acht Spielen vor, vier allein am Sonntag beim 7:1 in Heilbronn. Auch Verteidiger Matt Tomassoni mit einem Treffer und drei Assists war dort sehr effektiv.

Rossi rundherum zufrieden

„Mike ist viel, viel mehr als ein Torjäger. Er hat alles was ein Mittelstürmer braucht – Spielstrategie, gute Augen und gute Hände. Und er übernimmt auch in der Defensive viel Verantwortung für das Team“, sagt Trainer Rico Rossi. Er ist rundherum zufrieden mit Collins und erinnert daran, dass der Goldhelm ja aus einer College-Liga nach Kassel gekommen war. „Auch weil Mike ein so starker Spieler ist, funktioniert die Sturmreihe so prima. Adriano Carciola und Daniel Schmölz sind viel mehr Torjäger als Collins.“

Von Gerald Schaumburg

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