Kanadier unterschreibt für ein weiteres Jahr

Tim Kehler bleibt Trainer der Kassel Huskies - Umbruch angekündigt

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Tim Kehler soll weiter Trainer der Kassel Huskies bleiben.

Es hatte sich angedeutet, nun ist es amtlich: Tim Kehler wird auch in der kommenden Saison den Eishockey-Zweitligisten Kassel Huskies betreuen.

Aktualisiert um 18.48 Uhr - Er hat einen Vertrag für die Spielzeit 2019/20 unterschrieben. Geschäftsführer Joe Gibbs freut sich, dass der 47 Jahre alte Kanadier der Kasseler Trainer bleibt. „Wir sind überzeugt, dass wir mit ihm Erfolg haben werden. 

Er hat frischen Wind ins Team gebracht und fand direkt einen guten Zugang zu den Spielern“, sagt Gibbs. In der Tat haben die Huskies mit Kehler, der im November kam und seit Mitte Dezember 2018 die Mannschaft alleinverantwortlich lenkte, in den letzten 25 Hauptrunden-Spielen 42 Punkte geholt – nur Bad Nauheim (52) und Bietigheim (49) waren in dieser Zeit erfolgreicher, Frankfurt (42) lag gleichauf. Gibbs betont, dass Kehler nun frühzeitig die Kaderplanung beeinflussen kann. Was der Mann aus Vancouver auch entschlossen tut: „Ich habe die finale Entscheidung beim Personal“, sagt Kehler – und freut sich über das Vertrauen: „Ich bin sehr froh, zur neuen Saison nach Kassel zurückzukommen, und möchte eine Mannschaft aufs Eis bringen, auf die die Huskies-Fans stolz sein können.“ 

Schon vom ersten Tag an in Kassel habe er gespürt, „mit wie viel Leidenschaft und Engagement die Fans, Sponsoren und freiwillige Helfer das Team unterstützen“. Auch wenn er zunächst nur für die kommende Saison unterschrieben habe, sei er „stolz, meinen Teil zu unserem langfristigen Ziel, der Rückkehr in die DEL, beitragen zu dürfen“. Darauf werde nun Schritt für Schritt hingearbeitet. Kehler: „Wir wollen unseren Fans und Partnern, aber auch allen anderen im deutschen Eishockey zeigen, dass wir in Kassel ein Standort mit DEL-Perspektive sind.“ Der alte und neue Chefcoach wird Vieles verändern bei den Huskies. „Ich möchte auf jeden Fall einen Torwarttrainer ins Boot nehmen und in zweiter Priorität einen Assistenzcoach“, erklärt Kehler. Der nächste Spielerjahrgang soll, wie er schon nach dem Preplayoff-K.o. gegen Crimmitschau geäußert hatte, „größer, stärker und dabei schneller sein, besseres Spielverständnis haben und vor allem weitaus mehr Torgefahr entwickeln“. 

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Maximal 17 Spieler dürfen 24 Jahre und älter sein, 2021 nur noch 15. Die daraus resultierende Zäsur ist logisch. „Es wird einen größeren Umbruch geben, die neue Mannschaft wird ein sehr verändertes Gesicht haben“, erklärt Kehler. Auf dem Weg dorthin sei schon ein erster großer Schritt geschafft, „aber es ist noch offen, wann wir das eine oder andere öffentlich machen werden“. 

Im Umfeld der Huskies hieß es am Wochenende, dass rund ein Dutzend Verträge bereits unterschriftsreif seien. Derek Dinger, der neben Leon Hungerecker der einzige Husky ist mit Vertrag für die nächste Saison, freut sich auf die gemeinsame Zukunft mit Kehler und sieht die Huskies „vor einem größeren Cut und einer neuen Ära“. Kehler sei „eine gute Wahl, weil er einen klaren Plan hat, attraktives Eishockey spielen lässt und nun ein Team nach seinen Vorstellungen bilden kann“, sagt der Verteidiger. Und außerdem: „Mit Tim passt es auch menschlich super.“ 

Der alte und neue Trainer wird am Freitag zunächst nach Vancouver heimreisen und von dort aus die weitere Planung vorantreiben. Am 1. August sollen alle Spieler in Kassel sein, am 13. September beginnt die neue DEL2-Saison.

Lesen Sie auch unseren Kommentar: 

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