Wie die Huskies gegen Frankfurt einen legendären Durchmarsch schafften

Huskies gegen die Löwen: Rückblick auf einen Triumphzug in vier Akten

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So sahen Sieger aus: Die Huskies Dorian Saeftel, Markus Keller und Mike Little (von links) nach dem 8:1-Triumph in Frankfurt, dem Sweep in den Playoffs. Im Vordergrund Eric Stephan.

Kassel. Von Freitag an spielen die Huskies in den Eishockey-Playoffs der DEL 2 gegen den hessischen Rivalen Frankfurt. Im Vorjahr trafen sie bereits im Viertelfinale auf die Löwen.

Rico Rossi schaut nicht zurück. „Was damals passiert ist, das interessiert mich nicht. Wir konzentrieren uns auf den Blick nach vorn“, sagt der Trainer der Kassels Huskies. Von Freitag an spielt seine Mannschaft in den Eishockey-Playoffs der DEL 2 gegen den hessischen Rivalen Frankfurt. Diesmal im Halbfinale. Im Vorjahr trafen Huskies und Löwen bereits im Viertelfinale aufeinander. Wir übernehmen das für Rico Rossi und schauen zurück. Weil es so schön war.

Ausgangslage 

Der Aufschrei der Fans war groß - zwischen Entsetzen und Begeisterung. 3:4 hatten die Huskies am 1. März 2016 das letzte Punktspiel gegen Ravensburg verdaddelt und so Rang drei noch an die Towerstars abgegeben. Statt den Roten Teufeln aus Bad Nauheim, die absolut schlagbar schienen, wurden nun die viel stärker eingeschätzen Löwen Gegner im Halbfinale. Obwohl die Huskies Heimrecht hatten, überwog Skepsis im Umfeld - auch weil Rossis Team nur in einem der vier Punktspiel-Derbys erfolgreich gewesen war.

Erster Akt: Traumstart 

Playoff-Start auf eigenem Eis, das muss mental kein Vorteil sein. Doch die Huskies nehmen den Kampf an. Manuel Klinge und Jamie MacQueen per Doppelschlag in 57 Sekunden legen ein 2:0 vor (21.). Alex Heinrich, Marco Müller und erneut Klinge machen beim 5:2 den Deckel drauf. Der Grundstein ist gelegt, die erste Hürde genommen.

Zweiter Akt: WENDE 

Der Anfang vom Ende aller Löwen-Hoffnungen. Statt des Ausgleichs in der Serie gehen die Löwen auch auf eigenem Eis leer aus. Nicht einmal ein 3:1 nach 16 Minuten reicht ihnen. Anders als so oft in der Vergangenheit kommen die Huskies furios zurück, Carter Proft und Jens Meilleur sorgen für den Ausgleich. Und obwohl Mueller Frankfurt noch einmal in Front bringt, sorgen Eric Stephan, MacQueen und Klinge für ein 6:4. Was für eine Wende!

Dritter Akt: Nullnummer

Der Derby-Wahnsinn geht weiter - und jetzt lassen diese Huskies nicht einmal mehr ein Gegentor zu! 4:0 heißt es im dritten Duell. MacQueen wird langsam zum Playoff--Monster, trifft zweimal. Thomas Merl macht das 2:0 sogar in Unterzahl, das 3:0 erzielt Braden Pimm. Frankfurt ist am Boden. Was niemand ahnt: Es kommt noch besser.

Vierter Akt: Demontage 

Das Tüpfelchen auf dem i, das Sahnehäubchen, die Krönung und ein Spiel, das die Fans nie, nie, nie vergessen: 8:1 fegen die Kasseler die Löwen vom Eis. „Huskies-Wahnsinn in Frankfurt“ titelt unsere Zeitung nach dem Kantersieg. Es ist eine Demontage des Gegners von beinahe historischer Dimension. Alex Heinrich trifft nach nur 37 Sekunden. Danach läuft alles wie im Rausch. Tor um Tor: Meilleur, Carciola, MacQueen, MacQueen, MacQueen, Daoust, Palausch, Klinge. Am Ende steht damit: der Sweep! Den Gegner ausgeschaltet mit 4:0 Siegen. Die Euphorie aus dieser Serie nahmen die Huskies mit. Bis zum Titelgewinn gegen Bietigheim.

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