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DEL2-Halbzeitbilanz: Trivino und Huskies blühen auf, Bayreuth fällt ab

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Von: Pascal Spindler

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Bo Subr, Trainer der Kassel Huskies.
Bo Subr, Trainer der Kassel Huskies. © Schachtschneider, Dieter

Es ist Halbzeit in der DEL2. Wir blicken deshalb auf die Klubs: Bei wem lief es gut, bei wem nicht?

Kassel – 26 Spieltage sind absolviert, es ist Halbzeit in der DEL 2. Alle Eishockey-Zweitligisten haben die Hälfte der angesetzten 52 Hauptrunden-Spiele absolviert, manche sogar schon ein paar mehr. Grund genug, noch einmal genauer auf die bisherigen Leistungen von Klubs und Spielern zu schauen.

Welche Mannschaften präsentierten sich in guter Verfassung? Welche laufen den Erwartungen hinterher? Welche Spieler haben in ihren Teams den Unterschied ausgemacht? Wer enttäuschte? Wir ziehen eine Halbzeitbilanz.

Für sie lief‘s gut

Die Kassel Huskies sind souveräner Tabellenführer, haben mit 20 Siegen – einer davon nach Verlängerung, zwei nach Penaltyschießen – die meisten Erfolge aller Teams eingefahren. Die Mannschaft von Trainer Bo Subr geht in jedes Spiel als Favorit, hat in den ersten Monaten konstant ihre Leistung abgerufen. Im Vergleich zum Vorjahr sind die Huskies vor allem in der Breite des Kaders besser aufgestellt. Fallen wichtige Spieler aus, können diese nun qualitativ besser ersetzt werden.

Einer, der in der vergangenen Saison noch für die Huskies auflief, dort aber lange Zeit verletzt fehlte, ist Corey Trivino. Der Kanadier wurde erst Mitte September von den Eisbären Regensburg nachverpflichtet, weil sich Kontingentstürmer Kyle Osterberg im letzten Testspiel vor Saisonstart verletzte.

Für den Aufsteiger erwies sich Trivino als absoluter Glücksgriff. Der 32-Jährige ist mit 34 Punkten der Topscorer der Liga. 16 Tore hat er bereits erzielt, nur Husky Tristan Keck ist mit 20 Treffern besser. Überhaupt haben die Regensburger bislang eine sehr gute Saison hingelegt, sind vor allem auf eigenem Eis stark – und spielen fair: Mit nur 174 kassierten Strafminuten ist der Aufsteiger das fairste Team der Liga.

Ex-Husky Corey Trivino (weißes Trikot, goldener Helm) ist Topscorer der DEL2. Er spielt für Aufsteiger Regensburg.
Ex-Husky Corey Trivino (weißes Trikot, goldener Helm), hier im Duell gegen Dresden, ist Topscorer der DEL2. Er spielt für Aufsteiger Regensburg. © IMAGO/Lutz Hentschel

Ein wenig häufiger saßen die Spieler des ESV Kaufbeuren auf der Strafbank – dem Erfolg hat das allerdings keinen Abbruch getan. Die Allgäuer haben einen furiosen Saisonstart hingelegt, waren zwischenzeitlich Tabellenführer, sind noch immer erster Huskies-Verfolger. Vor allem die Defensive überzeugt. 54 Gegentore sind die wenigsten der Liga, mit Alexander Thiel und Simon Schütz stehen zwei Top-Verteidiger auf dem Eis. Torhüter Daniel Fießinger hat mit einem Gegentorschnitt von 1,75 bei 24 Einsätzen einen der niedrigsten der Liga, zudem mit über 93 Prozent eine starke Fangquote.

Gute Goalies stehen aber auch bei anderen Klubs im Tor: Michael Bitzer hat mit seinen Paraden großen Anteil an den zuletzt guten Ergebnissen der Selber Wölfe, Bad Nauheims Felix Bick und Ravensburgs Jonas Langmann blieben dreimal ohne Gegentor – niemand häufiger.

Für sie lief‘s nicht so gut

Mickrige 15 Punkte stehen auf dem Konto des Tabellenletzten Bayreuth Tigers. Dazu stellt der Klub mit nur 55 Treffern den schlechtesten Angriff, mit 101 Gegentoren zudem gemeinsam mit den ebenfalls hinter den Erwartungen auftretenden Heilbronner Falken die schwächste Verteidigung. Dabei gingen die Tigers so ambitioniert in die Saison, hatten einen vielversprechenden Kader beisammen. Mit Petteri Nikkilä verpflichtete Bayreuth einen ehemaligen finnischen Nationalspieler, doch der Königstransfer erwies sich als Flop. Nikkilä spielt bereits wieder in Finnland.

In der Krise stecken auch die Eispiraten Crimmitschau als Tabellenvorletzter sowie der EV Landshut als Zehnter. Besonders bitter lief es für die ehrgeizigen Landshuter: Nach neun Spieltagen standen sie noch auf Rang eins, ehe der Absturz begann. Aus den vergangenen 16 Partien setzte es 13 Niederlagen. Vor allem defensiv ist die Mannschaft alles andere als sattelfest. Vier unterschiedliche Torhüter fingen sich insgesamt 89 Gegentore ein. Goalie Sebastian Vogl, vor der Saison von DEL-Klub Straubing gekommen, erwies sich mit einer Fangquote von nur 87,36 Prozent in 22 Einsätzen nicht als der erhoffte Rückhalt.

Schwache Quoten sind bei den Krefeld Pinguinen kaum zu finden, der DEL-Absteiger ist Dritter. Dafür herrschte rund um den Klub wieder viel Chaos. Alles-Entscheider Sergey Savaljev brachte Unruhe, ist mittlerweile weg. Nun soll es weiter bergauf gehen.

Von Pascal Spindler

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