Kasseler Eishockey

Trotz der Huskies-Niederlage gegen Bad Nauheim: Ein erster Schritt nach vorn

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Gekämpft, gerackert, geschwitzt: Mike Little sieht die Huskies trotz der Enttäuschung auf dem Weg der Besserung.

Nach dem bitteren 2:3 gegen Bad Nauheim sind sich die Huskies-Fans und die Spieler einig: Leistung und Stimmung waren beim ersten Heimspiel des neuen Trainers Bobby Carpenter besser als zuvor.

„Ich habe mich in der Vergangenheit bei Siegen schon mehr über den Auftritt der Huskies geärgert als heute. Wenn die Jungs so couragiert zu Werke gehen und alles geben, dann dürfen sie auch mal verlieren.“ Der Kasseler Uwe Ahrend, seit 40 Jahren Eishockey-Fan, bringt auf den Punkt, was bei einer Miniumfrage nach dem 2:3 gegen Bad Nauheim fünf von fünf Anhängern sagen. Wir haben nach dem erfolglosen Debüt von Trainer Bobby Carpenter gefragt, wie Fans und Spieler die Leistung beurteilen im ersten Spiel nach der Ära Rico Rossi und neun Tage nach dem deutlichen Protest beim 0:1 gegen Kaufbeuren.

Uwe Ahrend: „In der Vergangenheit wirkten die Huskies oft emotionslos. Heute haben wir endlich wieder Einsatz und Willen gesehen.“

Angelika Spitzer-Klingeraus Fuldatal-Rothwesten: „Es wird nicht von heute auf morgen alles schlagartig besser. Dem neuen Trainer und dem Team müssen wir Zeit geben. Aber das Spiel hat sich heute doch schon deutlich besser angelassen als zuletzt. Im Übrigen finde ich es ungerecht, dass einzelne Leute die ganze Misere allein Rico Rossi anlasten.“

Angelika Spitzer-Klinger - Fan aus Fuldatal

Niklas Jatho aus Witzenhausen vom Fanklub Blueliners Werratal: „Die Jungs haben viel besser gespielt als zuletzt, aber sie haben immer noch das Pech am Schläger. Sie hatten viele gute Chancen, konnten sie aber wieder nicht nutzen. Und in der Defensive wurden die Fehler hart bestraft. Schade, es war viel mehr drin. Nicht nur bei uns auf dem Heuboden war auch die Stimmung viel besser.“

Niklas Jatho - Fan aus Witzenhausen

Maritta Dzierbas aus Kassel: „Das war eine echte Steigerung heute. Leider hat es nicht gereicht, weil zu dummen Fehlern auch noch Pech hinzukam. Ich hoffe, dass der neue Trainer noch mehr Schwung reinbringt.“

Jürgen Thomsen aus Habichtswald: „Endlich war die Atmosphäre in der Halle wieder gut und es ging um die Mannschaft und um den Sieg, nicht mehr um Personalien. Die Mannschaft hat sich gesteigert, aber ist verunsichert und es bleibt noch viel Arbeit. Beim 0:3 war der taktische Fehler fatal, da sind die Jungs ins offene Messer gelaufen. Der Trainer hätte kurz vor Schluss bei der Strafe gegen Nauheim mehr riskieren und mit sechs gegen vier spielen lassen müssen.“

Als einen Schritt nach vorn bewerten auch zwei Spieler die Leistung im Hessenderby – auch wenn es wieder nicht zu Punkten gereicht hat:

Mike Little: „Mit der großartigen Unterstützung der Fans war es heute etwas leichter. Diese Hilfe werden wir gegen Frankfurt auch so benötigen. Denn wir werden noch Zeit brauchen, uns auf das neue System einzustellen. Heute haben wir zu oft noch nachdenken und schauen müssen über die eigenen Laufwege und die Position der Mitspieler. Wir können natürlich nicht happy sein, denn wir haben keinen Weg gefunden zu siegen. Aber es gab viele positive Momente, die uns Mut machen. Und es gab leider eben diese Fehler, aus denen wir schnell lernen müssen. Die Gegentore waren alle sehr unglücklich.“

Michael „Michi“ Christ - Stürmer

Michi Christ: „Dass uns die Fans heute so super unterstützt haben, das ist nach einigen schlechten Spielen nicht selbstverständlich. Fans und Team haben heute eine gute Reaktion gezeigt. Es bleiben leider immer noch die Riesenprobleme beim Toreschießen, die ich nicht erklären kann. Aber wir waren die bessere Mannschaft, haben mehr Druck entwickelt und einen Schritt nach vorn gemacht. Unser neues System? Ist ein altes – einfaches Eishockey mit simplem Passspiel und klarer Struktur. Und in der Abwehr sind wir nun vor dem Tor deutlich präsenter, statt in den Ecken eine Überzahlsituation zu provozieren.“

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