„Keller macht den Unterschied“

Vor Playoff-Halbfinale: Valenti vergleicht Huskies und Löwen

Starker Rückhalt der Huskies: Torhüter Markus Keller kann den Unterschied im Halbfinale machen, schätzt unser Experte Sven Valenti. Foto: Schachtschneider

Kassel. Für die Kassel Huskies beginnt am Freitag mit der Partie bei den Löwen Frankfurt das Playoff-Halbfinale in der DEL 2 (19.30 Uhr). Ex-Husky Sven Valenti vergleicht die Teams.

Das Warten hat ein Ende: Freitagabend starten die Kassel Huskies mit einem Auswärtsspiel bei den Löwen Frankfurt ins Playoff-Halbfinale. Erstes Bully am Ratsweg ist um 19.30 Uhr. „Die Serie geht über sieben Spiele“, prophezeit Sven Valenti. Der Ex-Husky, der auch die Löwen aus vielen Derbys persönlich kennt, hat beide Teams vorab verglichen.

Die Torhüter

„Die Nummer eins der Frankfurter, Brett Jaeger, ist ein guter Torhüter, spielt eine tolle Saison. Markus Keller auf Seiten der Huskies ist in den Playoffs aber wieder einmal überragend. Er hat gegen Weißwasser entscheidende Safes gezeigt und seine Mannschaft im Spiel gehalten.“

Urteil: Vorteil Kassel

Die Abwehr

„Corey Mapes ist zurück. Das ist gut für die Huskies. Aber natürlich fehlt Alex Heinrich. Er ist ein Allround-Verteidiger, der auch für Belebung im Spiel nach vorn sorgt. Die Löwen wiederum haben mit Mike Card, Matt Tomassoni und Pawel Dronia drei Verteidiger, die für mehr Offensivpower sorgen können, auch von der Blauen Linie.“

Urteil: leichter Vorteil Frankfurt

Der Angriff

„Vor sechs Wochen hätte ich noch gesagt, im Angriff haben die Frankfurter die Nase vorn. Die Qualitäten der Top-Torjäger Matthew Pistilli und C.J. Stretch sind bekannt. Richie Mueller ist mit seinem schnellen Antritt, wenn er den Platz hat, im Eins-gegen-eins der Schrecken aller Verteidiger. Die Breitkreuz-Brüder sind in den Playoffs richtig stark. Mittlerweile aber ist die Situation ausgeglichen.

Huskies wie Jens Meilleur und Carter Proft haben ihr Tief überwunden und strahlen wieder Torgefahr aus. Adriano Carciola ist zurückgekommen und immer für etwas Verrücktes gut. Toni Ritter ist nach seiner Verletzung heiß aufs Toreschießen. Braden Pimm hat in den Playoffs eine Schippe draufgelegt, Jack Downings Schüsse sind sehr präzise, Derek DeBlois ist in der Lage, mit einem Handgelenksschuss oder einem Pass ein Spiel zu entscheiden, Thomas Merl ist in guter Verfassung - und über Manuel Klinge brauchen wir kein gesondertes Wort verlieren.

Kurzum: Offensiv haben beide Mannschaften viele Leute, die Torgefahr ausstrahlen.“

Urteil: Ausgeglichen

Die Trainer

„Beide Coaches sind sehr gut. Rico kenne ich aus meiner Huskies-Zeit ja noch persönlich. Ich bin mir sicher, dass er die Mannschaft wieder hervorragend eingestellt hat. Er beschäftigt sich intensiv mit dem Gegner, ist sehr akribisch in der Vorbereitung. Er kennt die Stärken und Schwächen jedes Frankfurters vermutlich besser als der Frankfurter selbst. Rico arbeitet viel mit Videos, das hilft einem als Spieler unwahrscheinlich. Du weißt genau, worauf du achten musst. Er kennt die DEL2 wie seine Westentasche - ebenso aber Rich Chernomaz und Paul Gardner auf Seiten der Löwen. Gardner ist ein sehr offener Typ, der viel Erfahrung mitbringt, auch aus der NHL. Aus Frankfurter Kreisen habe ich nur Positives über ihn gehört.“

Urteil: ausgeglichen

Die Form

„Die ist bei beiden Mannschaften sehr gut. Frankfurt hat Freiburg im Viertelfinale mit 4:0 geschlagen, aber auch Kassel hatte beim 4:1 gegen Weißwasser letztlich keine Probleme.“

Urteil: ausgeglichen

Die Prognose

„Mein Tipp: Die Serie wird über sieben Spiele gehen. Einen Sweep kann ich mir nicht vorstellen. Denn beide Teams haben sehr viel Potenzial und eine unglaubliche Tiefe für die 2. Liga. Ich wage sogar zu behaupten: Der Sieger dieser Serie wird am Ende Meister.

Doch bei aller Ausgeglichenheit, einen Vorteil haben die Huskies: Markus Keller. Ich glaube, dass die Torhüter letztlich den Unterschied machen werden. Markus Keller kann das Zünglein an der Waage werden. Mein Tipp: Kassel gewinnt 4:3.“

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