Eiskockey

Kassel Huskies: Aufstiegschance für die Saison 2022/23 zunichtegemacht? „Sind sehr enttäuscht“

Schlechte Nachricht überlagert die Vertragsverlängerung: Geschäftsführer Joe Gibbs (links) und Trainer Tim Kehler.
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Schlechte Nachricht überlagert die Vertragsverlängerung: Geschäftsführer Joe Gibbs (links) und Trainer Tim Kehler.

Die guten und schlechten Nachrichten gaben sich bei den Huskies die Klinke in die Hand. Erst wurde die Verlängerung mit Trainer Tim Kehler bekannt, dann sorgte eine DEL-Mitteilung für Wirbel.

Update vom Donnerstag, 03.06.2021, 18.07 Uhr: Mittlerweile haben sich die Kassel Huskies zu der Situation geäußert:

„Die Kassel Huskies sind sehr enttäuscht von der Meldung der PENNY DEL, 2022/23 nicht in die erste Liga aufsteigen zu dürfen. Aus unserer Sicht haben wir alles erforderliche gemacht und auch finanziell alles hinterlegt. Wir werden das Ganze nun intern prüfen und dann über unsere nächsten Schritte beraten.“

Kassel Huskies: Keine Chance auf einen Aufstieg für die Saison 2022/23?

Erstmeldung vom Donnerstag, 03.06.2021, 14.13 Uhr: Kassel – Der Mittwoch begann gut für die Eishockey-Fans der Kassel Huskies – mit einer Nachricht, die keine Überraschung mehr war: Tim Kehler bleibt Trainer des DEL-2-Klubs. Der Kanadier verlängerte gut einen Monat vor seinem 50. Geburtstag seinen Vertrag um ein Jahr.

Am späten Nachmittag wurde diese Nachricht aber schnell überlagert von einer Mitteillung der DEL unter dem Titel: „Frankfurt und Bietigheim bewerben sich um Aufstieg für die Saison 2022/23.“ Von den Kassel Huskies keine Rede. Dafür heißt es: „Die Anträge zwei weiterer DEL2-Klubs sind nicht vollständig innerhalb der Frist eingegangen.“

Eishockey: DEL-Nachricht überrascht die Kassel Huskies

Ein Aufstieg in die erste Klasse des deutschen Eishockeys, den die Kasseler für die kommende Saison sportlich denkbar knapp verpasst haben, scheint mit dieser Nachricht bereits unmöglich, bevor die neue Spielzeit der DEL2 überhaupt begonnen hat. Kein Wunder, dass Geschäftsführer Joe Gibbs gestern Abend spürbar mitgenommen war – denn klar, einer der beiden nicht genannt Klubs sind seine Huskies. Beim zweiten handelt es sich mutmaßlich um Dresden.

„Wir haben diese Nachricht erhalten. Ich bin sehr überrascht. Wir haben aber keine Begründung erhalten. Deshalb kann und will ich mich jetzt noch nicht dazu äußern“, sagt Gibbs.

Kassel Huskies: Entscheidung wird womöglich rechtlich geprüft

Alle Unterlagen seien fristgerecht im Mai eingereicht worden. Der Antrag auf ein Aufstiegsrecht 2022/23 ebenso wie der Lizensierungs-Antrag im Fall des Aufstiegs für die kommende Saison. Die DEL-Bürgschaft in Höhe von 816 000 Euro war bereits zu Beginn der abgelaufenen Spielzeit hinterlegt worden, als die DEL den Huskies das Aufstiegsrecht erteilt. Unter Auflagen, weil in Kassels Eishalle noch Modernisierungs-Maßnahmen nötig sind. Die Bürgschaft blieb auch für 22/23 stehen. Die Huskies werden die Entscheidung vermutlich rechtlich prüfen lassen, sobald sie die Begründung der DEL kennen.

All das rückte die erste Nachricht des Tages etwas in den Hintergrund: die Verlängerung von Kehler.

Trainer Kehler peilt mit den Kassel Huskies eigentlich den Aufstieg an

Die Vorzeichen dafür sprachen schon in den letzten Wochen eine deutliche Sprache. Kassel-Huskies-Trainer Kehler sagte im Gespräch mit unserer Zeitung: „Es ist meine Absicht, hier Trainer zu bleiben.“ Ähnlich äußerte sich der Geschäftsführer der Kassel Huskies, Joe Gibbs, der sagte, man sei mit Kehler sehr zufrieden, er habe einen sehr guten Job gemacht. Während bis zum vergangenen Wochenende die Unterschrift unter dem neuen, ein Jahr gültigen Vertrag noch gefehlt hat, ist diese nun gesetzt worden.

Kehler geht in seine vierte Saison als Trainer der Kassel Huskies. 2018 kam er im November nach Kassel – zunächst mit Bobby Carpenter im Trainerduo, ab Dezember als alleiniger Verantwortlicher.

„Ich freue mich, als Cheftrainer der Kassel Huskies zurückkehren zu können“, wird Kehler in einer Huskies-Mitteilung zitiert, in der er auch den DEL-Aufstieg als (langfristiges) Ziel ausgibt. Inwiefern das nun von den Mitteilungen am späten Mittwochnachmittag beeinflusst wird, bleibt zunächst abzuwarten. (Von Frank Ziemke Und Björn Friedrichs)

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