Verteidiger zeigen Torinstinkt

Dezimierte Huskies feiern gelungene Generalprobe für die Saison

Rückhalt und Torschütze: Huskies Verteidiger Andy Reiss (rechts, im Duell mit dem Krefelder Tommy Kristiansen). Foto: Samla

Kassel/Krefeld. Die Generalprobe für die DEL2-Saison 2017/18 ist gelungen: Mit zwei Erfolgen in den letzten beiden Testspielen beim DEL-Klub Krefeld (5:4 nach Verlängerung) am Freitag und beim Oberliga-Kooperationspartner Hannover Indians (2:1) am Samstag haben die Huskies ihre Testspiele beendet. Hier sind die Auffälligkeiten.

1. Dezimiert, aber erfolgreich: Sagen wir mal so: Personell aus dem Vollen schöpfen konnte Cheftrainer Rico Rossi nicht. Adriano Carciola und Michi Christ fehlten angeschlagen. „Eine reine Vorsichtsmaßnahme, sie sind Dienstag wieder im Training“, sagt der Coach. Bei Lukas Koziol machte sich schon nach dem Spiel in Krefeld eine aufziehende Grippe bemerkbar, er war in Hannover ebenfalls nicht dabei. Toni Ritter befindet sich nach seiner Kahnbein-OP noch im Aufbautraining. Phil Hungerecker und Kevin Maginot waren bei den Adler Mannheim im Einsatz.

Trotzdem hielten die Huskies mit drei Blöcken gegen die klassenhöheren und mit mehr Kadertiefe ausgestatteten Krefelder nicht nur gut mit, sondern feierten auch einen verdienten Erfolg. „Ich war überrascht, dass wir gegen die Pinguine im Schlussdrittel so viel spritziger und schneller waren“, sagt Rossi. Der Lohn: Sein Team verwandelte ein zwischenzeitliches 3:4 in ein 5:4 nach Verlängerung. „Mir hat in beiden Partien außerdem gefallen, wie wir gewonnen haben.“ Zunächst mag ein 2:1 gegen einen Oberligisten knapp erscheinen. „Die Indians aber standen lange mit fünf Mann vor dem eigenen Tor. Da brauchst du Geduld und musst die Lücke finden.“ Sein Team blieb am Drücker und fand durch Manuel Klinge und Andy Reiss besagte Lücke.

Wenn die Saison beginnt, dürfte sich das Gesicht der Huskies aber noch einmal verändern. Neben den Ausfällen steht auch die Verpflichtung des immer noch gesuchten ausländischen Mittelstürmers kurz vor dem Abschluss: „Ich hoffe, dass wir in den nächsten Tagen Vollzug melden können“, kündigt der Coach an.

Auch mit dem Tschechen David Kuchejda, derzeit auf Probe dabei, hofft Rossi auf eine Einigung als zunächst fünftem Ausländer.

2. Defensive mit Torriecher: Sieben Testspiel-Tore, vier davon erzielt durch Verteidiger: zweimal Neuzugang Andy Reiss, je einmal Alex Heinrich und Rückkehrer Mike Little. Die Huskies haben Verteidiger, die sich auch im Spiel nach vorn oder im Powerplay als Torschützen auszeichnen können.

3. Zu viele Strafzeiten: Das zweite Drittel in Krefeld absolvierten die Gäste gefühlt in Dauerunterzahl, weil sie zu viele Strafzeiten kassierten. „Darunter waren viele Stockstrafen. Die kommen vor, wenn du versuchst, das Defizit gegenüber schnelleren Spielern auszugleichen. Das wird uns in der Liga aber nicht passieren“, sagt Rossi.

4. Gute Unterzahl: Immerhin blieb so viel Raum, um verschiedene Kombinationen aufs Eis zu lassen. „All die, die das können, habe ich gebracht“, erklärt Rossi. „Nur Adrianos Sache ist das nicht“. Aber der war ja auch nicht dabei. Die finalen Blöcke für die Saison aber habe er noch nicht festgelegt, sagt Rossi.

5. Die Jugend: Mit Mirko Pantkowski (19) im Tor und den Eigengewächsen Tim-Lucca Krüger und Bastian Schirrmacher spielten die Huskies in Hannover. Während der Schlussmann als Nummer zwei gesetzt ist, galt es für die anderen beiden, Spielpraxis zu sammeln.

„Sie haben ihre Sache gut gemacht“, erklärt der Coach, sagt aber auch: „Sie waren dabei, weil andere ausgefallen sind.“

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