Nur ein Sieg fehlt noch

Vier Gründe, warum sich Huskies-Fans auf Spiel freuen - Video vom Training 

Bietigheim. Es war nur ein kurzer Satz. Der aber sagte eigentlich alles aus über sein Gefühlsleben – und das seiner gesamten Mannschaft. „Sehr, sehr glücklich.“

Gesprochen hat diese Worte Rico Rossi, Trainer der Kassel Huskies, kurz nach dem dritten Triumph seiner Mannschaft im dritten Spiel der Playoff-Finalserie der Zweiten Deutschen Eishockey-Liga bei den Bietigheim Steelers am Dienstagabend.

Dazu trug der Coach ein breites gelöstes Lächeln im Gesicht.

Hinter ihm und seiner Mannschaf lag diesmal ein 76-minütiger Krimi, an dessen Ende wieder ein Happy End stand: Das 3:2 nach Verlängerung bedeutet die 3:0-Führung in der Serie best of seven. Und es bedeutet auch: Mit einem Sieg am Freitag in eigener Halle können die Huskies schon im vierten Spiel die Meisterschaft perfekt machen (19.30 Uhr, Eissporthalle). Vier Dinge, auf die sich die Fans am Freitag freuen dürfen...

1.... auf eine Mannschaft, die das Momentum nutzt: Zweifelsohne haben die Huskies das Momentum auf ihrer Seite. Mit Willen und klugen Angriffen haben sie es auch am Dienstag ihren Gegnern entrissen. „Der Wendepunkt war sicherlich die 3:5-Unterzahl. Das ist immer ein großer Wechsel des Momentums“, sagte Mike Little. „Dass wir diese Situation unbeschadet überstanden haben, hat den Ausschlag zu unseren Gunsten gegeben“, ergänzte Trainer Rossi. „Denn wenn sie in Überzahl das 3:2 oder gar 4:2 nachlegen, ist die Partie für uns gelaufen.“ Die Phase, auf die Little und Rossi anspielen, war die zwischen der 33. und 38. Minute – beim Spielstand von 2:2: Die Huskies verloren Jean-Michel Daoust mit einer Spieldauerstrafe, spielten eine Minute in 3:5-Unterzahl, danach weitere vier Minuten in 4:5-Unterzahl und überstanden diese Situationen doch ohne Gegentor. Bietigheims Coach Kevin Gaudet stellte fast schon ein wenig resigniert fest: „Wir haben in den drei Spielen bisher nie das Momentum bekommen. Wir müssen endlich einmal in Führung gehen. Aber Kassel hat zu Hause in den Playoffs nicht ein Spiel verloren. Wir werden Freitag versuchen, ein kleines Wunder zu schaffen.“ Für die Huskies gilt die Devise: Wollen sie das Momentum behalten, heißt es: Weg von der Strafbank bleiben. Denn beide Gegentore kassierten sie, als die Steelers im Powerplay waren.

2.... auf Krake Keller und Toptorjäger MacQueen: Sie stehen stellvertretend für das starke Auftreten der Huskies in den Playoffs. Torhüter Markus Keller macht einen auf Krake und entnervt die Bietigheimer Angriffe mit teils spektakulären Paraden, dass es eine helle Freude ist, ihm zuzuschauen. Gnadenlos effektiv agiert Goldhelm Jamie MacQueen. Am Dienstag besorgte er den Sieg in der 16. Minute der Verlängerung: „Er hat diese eine richtig gute Gelegenheit und die nutzt er. Das zeichnet Jamie aus“, schwärmte Rossi.

3. ... auf den nächsten Eishockey-Krimi: Ein knappes 1:0. Ein 3:2 in der zweiten Verlängerung. Ein neuerliches 3:2 kurz vor dem Ende der ersten Verlängerung – wer die Finalspiele verfolgt, braucht Baldrian zur Nervenberuhigung. „Es ist eine packende Serie. Du siehst Spiel zwei und denkst, du siehst etwas besonderes. Dann kommt Spiel drei und toppt es noch einmal. Was für ein Playoff-Spiel. Wow“, sagte Rossi am Dienstag. Gut möglich, dass sein Urteil am Freitag ähnlich ausfällt.

4.... auf Freude den Überraschungsmoment und tolle Stimmung: „Uns hatte keiner auf dem Plan“, sagt der Fanbeauftragte der Huskies, Sven Breiter. Sollten die Kasseler es tatsächlich schaffen: Der Jubel in der Eissporthalle dürfte Freitag keine Grenzen kenne

Heiß auf die Meisterschaft: Beim Training der Huskies

Rubriklistenbild: © Fischer

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