Auswärts gegen die Löwen Frankfurt – 19.30 Uhr, Eissporthalle am Ratsweg

Kassel Huskies: Mit Vollgas ins erste große Derby in Frankfurt

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Sie schenken sich auch heute wieder nichts wie in diesem Zweikampf in den Playoffs der vergangenen Saison: Husky Adriano Carciola (links) und der Frankfurter Matt Pistilli.

Kassel. Das erste kleine Derby bei den Roten Teufeln in Bad Nauheim haben sie hinter sich. Nun geht’s ins große, ins richtige Hessenderby der DEL2: Freitagabend treffen die Kassel Huskies zum ersten Mal in dieser Saison auf ihren Erzrivalen, die Löwen Frankfurt.

Los geht’s in der Eissporthalle am Ratsweg um 19.30 Uhr. Die Vorzeichen aber sind andere als vor dem Gastspiel in der Wetterau. Nicht nur, dass es das Spitzenspiel des elften Spieltags ist zwischen den zweitplatzierten Löwen und die viertplatzierten Kasselern.

„Unsere Mannschaft hat dank der beiden Siege am vergangenen Wochenende viel mehr Selbstvertrauen“, sagt Huskies-Trainer Rico Rossi. „Die Jungs sind frisch, voller Energie und heiß aufs Derby.“ Ähnliche Töne kommen aus Frankfurt: „Jeder Spieler weiß, was uns erwartet. Wir sind bereit“, kündigt Coach Paul Gardner an. Ein Überblick über die Lage in den einzelnen Mannschaftsteilen.

Die Torhüter

Freuen könnten sich heute Abend die Mannheimer. Warum? Wenn beide Trainer denselben Torhütern das Vertrauen schenken wie in den letzten Partien, dann stehen zwei Förderlizenzler der Adler zwischen den Pfosten: Mirko Pantkowski bei den Huskies und Florian Proske bei den Löwen. „Mirkos Leistungen sind für uns längst keine Überraschung mehr. Ohne ihn hätten wir gegen Freiburg und Crimmitschau nicht gewonnen“, sagt Rossi. Beide zählen mit ihren Statistik-Werten zu den besten Torhütern der Liga.

Pantkowskis Fangquote liegt bei 92,41 Prozent (im Ligavergleich derzeit Rang fünf), Proskes bei 93,12 (Rang zwei). Vielleicht darf aber auch Markus Keller wieder ran (91,63, Rang sieben). Seit Mittwochabend ist auch Hannibal Weitzmann wieder bei den Löwen. (88,51).

Die Verteidigung

Keine Frage, da profitieren die Huskies derzeit natürlich vom langjährigen NHL-Profi James Wisniewski. Er verleiht nicht nur der Defensivabteilung eine gehörige Portion Sicherheit, sondern auch der Mannschaft im Spiel nach vorn und könnte so ein wichtiger Faktor im Derby werden. Mit Mike Little stellen die Huskies zudem den statistisch besten Verteidiger beider Teams (zehn Spiele, zwei Tore, sieben Vorlagen). Dicht dahinter aber folgt Tim Schüle (10/3/5), der in sein erstes Hessenderby im Frankfurter Dress geht und betont: „Nicht Schönheit, sondern Kampf und Leidenschaft prägten Derby-Spiele. Wir freuen uns riesig darauf.“

Ob die Huskies wieder auf Kevin Maginot zurückgreifen können, entscheidet sich erst heute.

Die Angreifer

Im Angriff ist Spektakel garantiert. Die Löwen haben in zehn Spielen schon 50-mal getroffen, die Huskies stellen mit 36 Treffern die drittbeste Offensive der Liga. Gut für die Kasseler: Goldhelm Braden Pimm ist in Topform und füllt die Lücke, die nach dem Ausfall von Kapitän Manuel Klinge entstanden ist.

Auch bei Spielern wie Adriano Carciola ist am vergangenen Wochenende mit zwei Toren der Knoten geplatzt. Fest steht, dass Lukas Koziol erneut für die Adler aufs Eis geht. Ob die Kasseler noch ein oder zwei Talente mit nach Südhessen nehmen, entscheidet sich ebenfalls erst kurzfristig.

Die Taktik

Kann für beide Teams nur lauten: Wegbleiben von der Strafbank. Denn das Derby ist zugleich das Duell der besten Überzahl-Teams (Frankfurt 27,3 Prozent, Kassel 24,4 Prozent Erfolgsquote).

Die Historie

Klar, auf Seiten der Huskies denken sie nicht gern zurück. Die letzten fünf Duelle in der vergangenen Saison entschieden die Löwen für sich, darunter auch das Playoff-Halbfinale mit glatten 4:0-Siegen.

„Das ist abgehakt und kein Thema mehr“, sagt Rossi, der die Löwen in dieser Saison stark einschätzt: „Sie sind stärker, größer und noch besser als im Vorjahr.“

HNA7: Kassel gegen Frankfurt: Das Duell der beiden hessischen Städte.

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