Frankfurt empfängt am Freitag Kassel

Vor den Derbys gegen die Huskies: Löwen zurück in der Spur

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Sehen sich zweimal in fünf Tagen: Husky Denis Shevyrin und Frankfurts Stephan MacAulay.

Es ist quasi ein Doppelderby: Am Freitag und Dienstag treffen die Kassel Huskies gleich zweimal  innerhalb von nur fünf Tagen auf ihren DEL2-Erzrivalen, die Löwen aus Frankfurt. Wir blicken auf die Südhessen. 

Wie sich die Zeiten doch ändern. Mitte Dezember, das Wintergame am Bieberer Berg steht an, 15 000 Zuschauer haben sich angekündigt. Für die Löwen Frankfurt kommt das Kräftemessen gegen den damaligen Tabellendritten Bad Nauheim eigentlich zur Unzeit.

Sie gehen personell auf dem Zahnfleisch, sind in der DEL2 auf Rang acht abgerutscht, gerade haben sie gegen Kellerkind Crimmitschau eine empfindliche 1:4-Heimniederlage kassiert. Vieles deutet auf Krise hin. Doch: Die Löwen gewinnen das Derby gegen die Roten Teufel 3:2 nach Penaltyschießen mit einem Traumtor Roope Rantas. Gewissermaßen steht dieser Treffer für den Wendepunkt.

Denn von den folgenden acht Spielen gewinnen die Löwen fünf, siegen außerdem zweimal nach Verlängerung, einmal nach Penaltyschießen. „Die Mannschaft hat das sehr gut gemeistert“, lobte Sportchef Franz Fritzmeier gegenüber der Frankfurter Neuen Presse seine Mannschaft. Erst am Sonntag haben die Löwen wieder verloren – kurioserweise in Crimmitschau (2:5).

Insgesamt aber haben sich die Südhessen gefangen, haben sich, bei zwei Spielen weniger als Tabellenführer Kassel Huskies (73 Punkte), auf Rang vier verbessert (61 Punkte). Und nun stehen gleich zwei Derbys gegen den nordhessischen Rivalen innerhalb von nur fünf Tagen an: Am Freitag empfangen die Löwen die Huskies am heimischen Ratsweg (19.30 Uhr), am Dienstag sind die Frankfurter dann zu Gast in Kassel (19.30 Uhr). Fast ein Doppelderby sozusagen. „Das ist ein bisschen wie Playoffs, das gefällt mir. Es wird ein großes Spiel am Freitag. Für Spieler sind Derbys ein Leckerli“, sagt Frankfurts Kapitän Adam Mitchell. „Wir schauen in der Tabelle nach oben.“ Ähnlich sieht das auch sein Trainer: „Wir sind wieder in der Spur, und das wollen wir auch bleiben“, betonte Matti Tiilikainen. Der Wirbel um seinen vorzeitigen Abschied nach dieser Saison hat sich längst gelegt. Infrage stand der Finne bei den Verantwortlichen ohnehin nie. Die Gespräche mit einem deutschsprachigen Nachfolger seien weit fortgeschritten, bestätigte Fritzmeier gegenüber der FAZ.

Personell angeschlagen aber sind die Löwen, ein Sextett fehlt, darunter sind drei Ex-Huskies: Carter Proft droht nach einer Schulterverletzung das Saisonaus, Lukas Koziol (Syndesmoseband) wird frühestens im Februar zurückerwartet. Einzig Alex Roach könnte nach einer Knieverletzung gegen Kassel zurückkehren.

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