Testspiel in Tilburg am Sonntag fällt aus

Kassel Huskies: Heute ohne Fans gegen Bietigheim

Am 1. März 2020: Die Huskies stehen vor Spielbeginn im Kabinengang. Mit im Bild (von links) Lois Spitzner, Torhüter Jerry Kuhn und Nathan Burns.  Sie haben dem Fotografen den Rücken zugewandt.
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Das war am 1. März 2020: Die Huskies stehen vor Spielbeginn im Kabinengang. Mit im Bild (von links) Lois Spitzner, Torhüter Jerry Kuhn und Nathan Burns.

Es sind die ersten Schritte zurück aufs Eis, zurück in einen Alltag mit Spielen gegen andere Eishockeyteams. Doch wie fragil in Zeiten von Corona die Planungen sind, das zeigt schon der Blick aufs erste Testspiel-Wochenende der Kassel Huskies.

Während die Partie heute Abend gegen den DEL2-Rivalen Bietigheim Steelers in der heimischen Eissporthalle stattfindet (19.30 Uhr), wenn auch ohne Fans, fällt das für Sonntag angesetzte Spiel in Tilburg aus.

Die Trappers, die dank einer Ausnahme-Genehmigung in der deutschen Oberliga Nord antreten dürfen, kommen aus den Niederlanden. Und die sind bis auf die Region Zealand komplett von der Bundesregierung zum Risikogebiet erklärt worden. „Wir haben nach Rücksprache mit unserer medizinischen Abteilung entschieden, die Partie abzusagen. Wir wollten das Risiko nicht eingehen“, erklärt Sportdirektor Manuel Klinge.

Da in der Kürze der Zeit wohl auch kein anderer Gegner verfügbar ist, darf sich die Mannschaft auf einen trainingsfreien Sonntag freuen. „Denn die Spieler haben sehr gut gearbeitet“, sagt Klinge.

Auch im Training und in der Kabine hat sich coronabedingt einiges geändert. Vorsicht wird groß geschrieben. „Früher haben wir bei einem leichten Schnupfen gesagt: Augen zu und durch. Jetzt gibt es ein größeres Bewusstsein für die Gesundheit. Beim kleinsten Unwohlsein, bei den ersten Symptomen bleibt der Spieler daheim“, erklärt Trainer Tim Kehler.

Doch bis auf Probespieler Michael Burns und Neuzugang Troy Rutkowski, der in Kanada noch die Geburt des ersten Kindes abwartet, sind alle Huskies spielbereit.

222 Tage nach ihrem letzten Pflichtspiel stehen die Huskies damit erstmals wieder auf dem Eis. Und irgendwie geht es weiter, wie es aufgehört hat: Denn am 1. März, dem letzten Spiel der DEL2-Saison 2020/21, hatten die Kasseler ebenfalls die Steelers zu Gast. Damals lautete das Ergebnis 4:0. Von den Kasseler Torschützen sind Lois Spitzner und Eric Valentin noch dabei, Mario Scalzo (Crimmitschau) und Austin Carroll (Karriereende) nicht mehr.

Dafür tragen zahlreiche Neuzugänge nun erstmals den blau-weißen Dress: die Verteidiger Joel Keussen, Oliver Granz, Joey Luknowsky sowie die Stürmer Clarke Breitkreuz, Paul Kranz, Marc Schmidpeter und die Kanadier Brett Cameron und Ryan Olsen. Für Trainer Kehler beginnt nun die Zeit der personellen Bastelarbeit. Wer harmoniert am besten? Während er mit Blick auf die Verteidiger sagt: „Wir haben viele Optionen“, hat sich im Sturm eine Formation herauskristallisiert: auf dem linken Flügel Lois Spitzer, Corey Trivino als Center und auf Rechts Neuzugang Cameron. „Er ist ein kompletter Spieler, der auf dem Flügel und im Zentrum spielen kann, übers Tempo kommt und gut nach hinten arbeitet“, charakterisiert Kehler die sportlichen Qualitäten.

Unterdessen warten die Huskies noch immer auf die Freigabe ihres Hygienekonzepts für die Heimspiele in der Eissporthalle. „Wir haben es ungefähr zur selben Zeit abgegeben wie die MT Melsungen und der KSV Hessen, starten aber natürlich viel später in die Saison“, sagt Kai Knierim. „Am 25. September waren Mitarbeiter des Gesundheitsamtes vor Ort zu einer Begehung, und nur ein, zwei kleinere Sachen sind noch zu erledigen“, erläutert der Verantwortliche für das Konzept. Derzeit werde in der Halle beispielsweise an der Beschilderung gearbeitet.

(Von Michaela Streuff Und Gerald Schaumburg)

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