1. Startseite
  2. Sport
  3. Kassel Huskies

Kassel Huskies zu Gast bei Schlusslicht Bayreuth: Vorsicht, Rutschgefahr!

Erstellt:

Von: Björn Friedrichs

Kommentare

Will mit den Kassel Huskies nicht beim Tabellenletzten stolpern: Stürmer Joel Lowry (links) wird hier von Ravensburgs Florin Ketterer zu Fall gebracht.
Will mit den Kassel Huskies nicht beim Tabellenletzten stolpern: Stürmer Joel Lowry (links) wird hier von Ravensburgs Florin Ketterer zu Fall gebracht. © Dieter Schachtschneider

Die Kassel Huskies surfen auf der Erfolgswelle, doch jetzt wartet eine knifflige Aufgabe: Sie sind bei Überraschungs-Schlusslicht Bayreuth gefordert.

Kassel – Einen 9:3-Sieg im Topspiel gegen die Ravensburg Towerstars im Rücken, dazu jubelnde Fans, die skandierten: „Wir wollen den Derbysieg!“ Doch bevor am Sonntag der EC Bad Nauheim ab 16.30 Uhr bei den Kassel Huskies zu Gast ist, wartet heute auf den nordhessischen Eishockey-Zweitligisten erstmal eine knifflige, weil beim Blick auf die Tabelle eigentlich eindeutige Aufgabe. Das Auswärtsspiel bei Schlusslicht Bayreuth steht an (20 Uhr). Es besteht reichlich Ausrutsch-Potenzial.

Wie sehen es die Huskies selbst? Ist es momentan die undankbarste Aufgabe, weil Bayreuth nach namhaften Transfers im Sommer oben erwartet wurde und von den Huskies als Tabellenführer nur ein Sieg erwartet wird? „Das stimmt schon, es ist ein bisschen undankbar. Bayreuth hat wirklich gute Jungs. Ich weiß auch nicht so recht, woran es bei ihnen liegt“, sagt Stürmer Hans Detsch.

Bayreuth trotz namhafter Neuzugänge hinten

Die Tigers sorgten vor der Saison für Aufsehen. Da schien es, als hätte der Vorjahres-Fastabsteiger unter dem zugigen Kunsteisstadion einen Koffer voll Geld gefunden. Da kam mit Sami Blomqvist ein Kaufbeurer Leistungsträger. Mit Travis Ewanyk ein Iserlohner DEL-Spieler. Mit Eric Stephan ein früherer Huskies-Meister. Mit Philippe Cornet ein früherer Huskies-Torjäger. Und mit Petteri Nikkilä ein Verteidiger aus der ersten finnischen Liga, dem alle Beobachter das Zeug zum Topspieler der gesamten Liga zutrauten.

Was folgte, war ein katastrophaler Saisonstart, nur zehn Punkte stehen nach 20 Spielen auf dem Tigers-Konto. Auch ein Trainerwechsel Anfang Oktober verpuffte. „Ich dachte vor der Saison beim Blick auf die Mannschaft, Bayreuth kommt mit in die Top-Sechs“, sagt Detsch.

Detsch hat gute Erinnerungen an Bayreuth

Der 28 Jahre alte Stürmer erzielte gegen Ex-Klub Ravensburg sein erstes Saisontor, in Bayreuth darf es gern weitergehen. „Wir haben letzte Saison in Bayreuth ganz gut ausgesehen“, erinnert sich Detsch. Er selbst traf damals in beiden Auswärtsspielen, beim 4:2-Sieg im Dezember zum 1:1 und beim 6:5-Erfolg im Februar doppelt zum 3:3 und 4:3.

Überhaupt war Bayreuth in den vergangenen zwei Spielzeiten ein gutes Pflaster für die Huskies, die alle vier Partien dort gewannen. „Es wird sicher wieder hitzig in dem kalten, offenen Stadion. Wir müssen ruhig bleiben, uns um Tabellenplätze keinen Kopf machen. Ich bin aber optimistisch. Wir haben dieses Jahr viele Leistungsträger mit viel Erfahrung“, sagt Detsch. Die Huskies wirken gerüstet vor der undankbaren Aufgabe mit Ausrutsch-Potenzial.

Von Björn Friedrichs

Auch interessant

Kommentare