Top-Teams haben großen Vorsprung

Wer folgt den Huskies in die Playoffs?

Mögliche Playoff-Gegner: Crimmitschaus Marius Demmler (links) und Husky Marco Müller.
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Mögliche Playoff-Gegner: Crimmitschaus Marius Demmler (links) und Husky Marco Müller.

Das letzte Viertel der DEL2-Hauptrunde ist in vollem Gange – und die Kassel Huskies können schon für die Playoffs planen. Wie sieht es beim Rest der Liga aus?

Kassel - Seit dem 4:2-Sieg gegen Weißwasser steht der Spitzenreiter sicher in der Endrunde. Was aber spielt sich hinter den Huskies ab? Wer hat gute Chancen, wer muss sich strecken? Und wie ist der Stand bei den Verletzten der Huskies? Ein Überblick:

Als erstes Team qualifiziert

Das sind die Huskies. Das Team von Trainer Tim Kehler kann seit Sonntag rechnerisch nicht mehr von einem der ersten acht Plätze verdrängt werden. In den verbleibenden Spielen geht es darum, Platz eins und das Playoff-Heimrecht zu behalten.

Dabei nicht mithelfen kann Torjäger Philippe Cornet. Seit gestern steht fest: Der Kanadier wird wegen einer gegen Weißwasser erlittenen Unterkörperverletzung je nach Heilungsverlauf vier bis sechs Wochen fehlen. „Uns fehlen fünf Stammkräfte längerfristig, das sind fast zwei Sturmreihen“, sagt Pressesprecher Jason Schade.

Neben Cornet verpassen auch Lukas Laub, Brett Cameron und Marc Schmidpeter den Rest der Hauptrunde. Nathan Burns ist mit einem Kreuzbandriss bis Saisonende raus. Mit Oberliga-Kooperationspartner Herford müsse man nun absprechen, wie es mit den Förderlizenzlern Lasse Bödefeld und Tim Lucca Krüger weitergeht. Vorerst werden sie bei den Huskies bleiben, da die Herforder Mannschaft in Quarantäne ist – darunter auch Sebastian Christmann, der bei den Huskies dank Förderlizenz ebenfalls zum Einsatz kommen könnte.

Wer ist noch im Playoff-Rennen dabei?

Klar, auch die anderen Top-Teams werden höchstwahrscheinlich in die Playoffs einziehen. Freiburg, Bad Tölz und Bietigheim müssen nicht mehr viele Punkte sammeln, auch die Löwen Frankfurt haben allein wegen dreier Nachholspiele beste Karten.

Etwas überraschend: der ESV Kaufbeuren. Die Joker hatten vor dem gestrigen Spiel in Bad Nauheim vier Spiele in Folge gewonnen und sich so eine gute Ausgangslage erspielt.

Wer hat noch Chancen?

Rechnerisch ist natürlich noch viel möglich, der Vorsprung des Achten Crimmitschau aber schon deutlich. Am ehesten traut man wohl dem EC Bad Nauheim eine Aufholjagd zu. Die Roten Teufel haben noch einige Nachholspiele, waren zuletzt das formstark.

Ganz schwierig wird es für Landshut, Heilbronn, Bayreuth und Weißwasser. Landshut ist zu abhängig von den Topscorern Zach O’Brien und Marcus Power. Heilbronn hat bislang nicht in die Spur gefunden, Bayreuth bringt sich oft selbst in die Bredouille. Allein in fünf der letzten zehn Spiele mussten sie in die Verlängerung. Gegen Weißwasser spricht das Restprogramm. Auswärts geht es für die Füchse noch nach Bietigheim, Freiburg, Ravensburg, Crimmitschau und Frankfurt.

Ein Blick zurück

Seit 2014 sind die Kassel Huskies in der DEL2 – Hauptrundensieger wurden sie bislang noch nicht, sie qualifizierten sich aber immer mindestens für die Pre-Playoffs.

Zweimal (2015, 2017) wurde Kassel Dritter, einmal Vierter (Meistersaison 2016), einmal Sechster (2018) und einmal Siebter (2019). Die abgebrochene Vorsaison beendeten sie als Zweiter hinter Frankfurt.

Ist Platz eins ein gutes Omen?

Jein. Seit die Huskies in der DEL2 dabei sind, wurde nur ein Hauptrundensieger auch Meister. Das waren die Bietigheim Steelers 2015. Ansonsten erreichte der Erstplatzierte aber immer das Playoff-Finale: Bietigheim verlor dies gleich zweimal (2016 gegen Kassel, 2017 gegen Frankfurt), auch Riessersee (2018 gegen Bietigheim) und Frankfurt (2019 gegen Ravensburg) wurden ihrer Favoritenrolle nicht gerecht.

Die Aussicht

Interessant könnte es für die Huskies zum Saisonende werden. Am 11. April treten sie zum letzten Spiel in Crimmitschau an – Stand jetzt wäre das dann auch der erste Gegner in den Playoffs neun Tage später.

Playoff-Termine

Die DEL2-Playoffs sollen in dieser Saison mit dem Viertelfinale am Dienstag, 20. April, starten. Aufgrund der Corona-Pandemie gibt es in dieser Spielzeit keine Pre-Playoffs. Die ersten Acht der Tabelle sind direkt qualifiziert, der Hauptrundensieger trifft auf den Achten, der Zweite auf den Siebten, der Dritte auf den Sechsten und der Vierte auf den Fünften. Alle Playoff-Runden werden im Modus Best-of-Five ausgetragen – es werden also drei Siege für ein Weiterkommen benötigt.

Das Halbfinale soll am Sonntag, 2. Mai, starten, das Finale am Freitag, 14. Mai. Der DEL2-Meister soll spätestens am Samstag, 22. Mai, feststehen. Zwei Tage später, am 24. Mai, endet außerdem die Einreichungsfrist der DEL für die Bewerbungsunterlagen zur Lizenzprüfung. Diese wäre für einen möglichen Meister aus Kassel, Frankfurt oder Bietigheim von Bedeutung.

Von Björn Friedrichs

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