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Huskies in Bad Nauheim: „Werden da sicher herzlich willkommen geheißen“

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Von: Björn Friedrichs

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Sie wollen endlich wieder im Derby gegen Bad Nauheim jubeln: Die Huskies feiern hier einen Treffer in den brisanten Playoffs der Vorsaison.
Sie wollen endlich wieder im Derby gegen Bad Nauheim jubeln: Die Huskies feiern hier einen Treffer in den brisanten Playoffs der Vorsaison. © Andreas Fischer

Endlich wieder Derbyzeit in der DEL2: Die Kassel Huskies reisen am Sonntag zum EC Bad Nauheim. Auch der neue Trainer Bo Subr weiß: Die Spiele der Vorsaison sind erinnerungswürdig.

Kassel – Fast sieben Monate ist das letzte Hessenderby der Kassel Huskies nun her. Damals gab es im siebten Spiel des Playoff-Viertelfinals gegen den EC Bad Nauheim eine 3:7-Niederlage, die zugleich eine denkwürdige Serie beendete. Jetzt kommt es wieder zum Duell: Am Sonntag sind die Huskies ab 18.30 Uhr in Bad Nauheim zu Gast.

Zur Erinnerung: Kassels Eishockeyprofis hatten im März Spiel eins mit 2:1 nach Verlängerung gewonnen, auch das zweite Aufeinandertreffen in Bad Nauheim mit 6:3 für sich entschieden. Schon da gab es erste Probleme mit den Fans aus der Nauheimer Kurve, als diese mit Münzen und Gegenständen nach Huskies-Torwart Jerry Kuhn warfen und so für einige Spielunterbrechungen sorgten.

Viele Provokationen, eine Reaktion

Bad Nauheim gewann die folgenden drei Spiele, bei der fünften Partie kam es zum Aufreger: Der Gästefanblock soll die Frauen und Familien der Huskiesspieler bedroht und bepöbelt haben, Kuhn eilte nach dem Spiel in den Block und schlug einen Nauheimer Anhänger.

Spiel sechs gewannen die Huskies dann mit Jonas Neffin im Kasten 5:0 in Bad Nauheim, im entscheidenden Spiel war von einem Heimvorteil aber nichts zu spüren. Die Huskies schieden aus, die Saison war beendet.

Trainer Subr freut sich auf das Spiel

Nun kommt es erstmals wieder zum Aufeinandertreffen der Kontrahenten. „Die Rivalität verleiht diesen Spielen eine spezielle Würze – auch wegen der Geschichte aus dem vergangenen Jahr“, sagt Huskies-Trainer Bo Subr. Er ist zwar neu in Kassel, kennt die Hessenderbys aus seiner Zeit als Trainer in Frankfurt aber bestens. „Ich erwarte ein gutes Spiel mit viel Tempo und lauten Fans. Jeder Akteur wird auf seinem Top-Level spielen.“

Ob Jerry Kuhn bei diesem ersten Duell gegen den ungeliebten Gegner im Tor stehen wird, ließ Subr noch offen: „Ich habe im Kopf, welcher Torwart bei welcher Partie spielen soll. Das möchte ich aber noch nicht verraten.“

Bei Bad Nauheim fehlten zuletzt mehrere Leistungsträger

Bei Bad Nauheim ist nach wackeligem Saisonstart der Erfolg zurückgekehrt. Gegen Krefeld gab es am ersten Spieltag ein 5:6 nach Verlängerung, danach zeigten die Roten Teufel beim 1:8 in Crimmitschau eine desaströse Leistung. Nach weiteren Niederlagen gegen Bayreuth und Ravensburg folgten vor dem Spiel am Freitagabend in Kaufbeuren vier Siege. Vor dem Derby bangen die Kurstädter nun aber um wichtiges Personal. Am Freitag in Kaufbeuren fielen Torhüter Felix Bick, Topspieler Taylor Vause und Kapitän Marc El-Sayed krankheitsbedingt aus. Ihr Einsatz am Sonntag ist ungewiss.

Ganz egal, wer bei den Gastgebern am Sonntag auf dem Eis stehen wird: Das Colonel-Knight-Stadion wird sicher kochen – nicht zuletzt aufgrund der Geschichten aus dem März. „Wir werden da sicher herzlich willkommen geheißen“, blickt Subr schmunzelnd voraus. Und Stürmer Darren Mieszkowski fügt hinzu: „Die Jungs sind alle heiß aufs Derby.“

Von Björn Friedrichs

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