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Starker Kuhn und Dreifachschlag: Huskies holen wichtige Punkte im Playoff-Rennen

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Von: Björn Friedrichs

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Hatten wieder Grund zum Jubeln: Die Kassel Huskies, hier mit (von links) Denis Shevyrin, Brett Cameron, Oliver Granz und Stephan Tramm holten drei wichtige Punkte in Freiburg.
Hatten wieder Grund zum Jubeln: Die Kassel Huskies, hier mit (von links) Denis Shevyrin, Brett Cameron, Oliver Granz und Stephan Tramm holten drei wichtige Punkte in Freiburg. © Schachtschneider, Dieter

Drei Tore in etwas mehr als drei Minuten, dazu ein überragender Jerry Kuhn im Tor: Das ist das Erfolgsrezept der Kassel Huskies beim 3:1 (0:1, 3:0, 0:0)-Sieg beim EHC Freiburg.

Freiburg/Kassel – Beide Teams wollen in der Tabelle gern noch ein wenig klettern, beide brauchen daher Punkte. So entwickelt sich vom Start weg ein interessantes Spiel. Und die Huskies haben gleich richtig gute Chancen. Erst kontert Denis Shevyrin, Rückkehrer nach Sperre und anstelle von Lois Spitzner im Kader, mit Jamie MacQueen (4.), dann legt Oliver Granz vor dem Tor quer auf Corey Trivino (8.). Das Problem: Freiburgs Torwart Luis Benzing ist zweimal zur Stelle, vor allem gegen Trivino zeigt er im Spagat sein ganzes Können.

Und Freiburg? Das ist nach dem Powerbreak – Achtung, merken Sie sich das – plötzlich mittendrin. Die Wölfe setzen sich fest, scheitern erst noch an Jerry Kuhn, gehen dann aber in Führung. Shevyrin spielt an der Bande einen Rückhandpass, findet aber anstatt MacQueen nur Freiburgs Christian Billich. Der nimmt die Einladung an, schlenzt unhaltbar in den Winkel (9.). Die Chance vor der Pause zum Ausgleich für die Huskies hat Hans Detsch, der frei vor Benzing auftaucht, den Torwart aber nicht überwinden kann.

Cameron setzt Torserie fort

Dann ist Pause. Und Freiburg kommt ganz stark aus der Kabine. Die Hausherren setzen sich wieder in der Angriffszone fest, haben richtig gute Möglichkeiten. Vor allem ihr Topscorer Tyson McLellan hat Chance um Chance, aber: Kuhn ist immer Herr der Lage, bewahrt sein Team vor einem höheren Rückstand.

Und dann? Dann ist wieder Powerbreak. Und – Sie erinnern sich – was Freiburg kann, kann auch Kassel. Plötzlich sind es die Huskies, die Druck machen. Die sich festsetzen. Und die nur drei Minuten und sechs Sekunden brauchen, um das Spiel auf den Kopf zu stellen. Etwas glücklich fällt das 1:1. Paul Kranz arbeitet sich an seinem Gegenspieler vorbei, seinen Passversuch fälscht Benzing genau auf Brett Camerons Schläger ab. Der zieht mit der Rückhand ab und trifft (33.). Der sechste Treffer in den letzten sechs Spielen für den Kanadier.

Knapp zwei Minuten später legt Cameron dann für Tim Lucca Krüger ab. Und der macht es wie ein Torjäger, lupft den Puck von rechts kommend schön ins lange Eck (35.). Apropos Torjäger: Zu einem solchen wird plötzlich auch Marco Müller. Der Verteidiger hat an der Blauen Linie viel Platz, jagt einen Schlagschuss an Freund, Feind und Benzing vorbei zum 3:1 ins Tor (36.). Unter den fast 1500 Zuschauern singen jetzt nur die zehn mitgereisten Huskies-Fans.

Freiburg stürmt, Kuhn brilliert

Drei Minuten, drei Tore: Freiburgs Trainer Robert Hoffmann nimmt eine Auszeit – und eröffnet damit den Sturmlauf der Wölfe. Philip Feist läuft allein aufs Tor zu, scheitert an Kuhn (37.). Billich schießt, Kuhn hält, den zweiten Versuch kratzt Joel Broda noch von der Linie.

Dann ist Pause. Und Torhüter Kuhn scheint einen Zaubertrank zu trinken. Was er im letzten Drittel hält, ist sagenhaft. Er pariert gegen Timotej Sille (41./45.), gegen Feist (47.), gegen Linsenmaier (47.), gegen Liam Finlay (46./55.) und McLellan (48.). Kuhn ist immer der Sieger. Flüche, Kopfschütteln – Freiburg kann es nicht fassen. Sogar als Corey Trivino erst vier, dann nochmal zwei Minuten auf die Strafbank muss, macht der 35-Jährige alles zunichte. Der Sieg ist eingetütet. Wichtige drei Punkte im Kampf um Platz vier oder fünf.

Die Statistik

SR: Brill/Holzer - Z: 1476

Tore: 1:0 (8:42) Billich (Sille, Brückmann), 1:1 (32:15) Cameron (Kranz), 1:2 (34:10) Krüger (Cameron), 1:3 (35:21) Müller (Detsch, Trivino)

Strafminuten: Freiburg 2 - Kassel 10

Von Björn Friedrichs

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