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Husky Tomas Sykora: „Wichtigste Phase kommt erst noch“

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Von: Björn Friedrichs

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Befreiter Jubel: Tomas Sykora feiert hier seinen 2:1-Siegtreffer in Unterzahl im Spitzenspiel der Kassel Huskies gegen Kaufbeuren.
Befreiter Jubel: Tomas Sykora feiert hier seinen 2:1-Siegtreffer in Unterzahl im Spitzenspiel der Kassel Huskies gegen Kaufbeuren. © Schachtschneider, Dieter

Weiter nicht zu stoppen: Die Kassel Huskies eilen von Sieg zu Sieg. Stürmer Tomas Sykora sagt, was jetzt wichtig wird.

Kassel – Das war ein Spitzenspiel, das diesen Begriff verdient hat: Nach dem 2:1 (0:0, 1:1, 1:0)-Erfolg am Freitag gegen den ESV Kaufbeuren ist den Kassel Huskies der erste Tabellenplatz in der DEL 2 kaum noch zu nehmen, erst recht nach dem 7:3 am Sonntag in Landshut. Entscheidend in der ausgeglichenen Partie gegen Kaufbeuren war letztendlich Tomas Sykoras Treffer in Unterzahl.

Es war bereits das achte Tor, das die Huskies bei gegnerischer Überzahl erzielt haben – Liga-Bestwert. Am Sonntag folgte gar Shorthander Nummer neun. Dabei wird so etwas beim Eishockey-Zweitligisten nicht extra trainiert. „Nein, das ist ja eigentlich auch nicht das Ziel. Priorität ist erst einmal, die Strafzeit unbeschadet zu überstehen. Wenn der Gegner aber einen Fehler macht, muss man da sein“, sagt Sykora.

Auch Sykora wird wohl bei den Huskies bleiben

Der 32-Jährige, der nach HNA-Informationen bei den Huskies einen Vertrag bis Sommer 2024 besitzt, luchste zu Beginn des Schlussabschnitts Kaufbeurens John Lammers den Puck im eigenen Drittel ab, marschierte allein davon und traf durch Daniel Fießingers Beine zum Endstand.

Man weiß inzwischen kaum noch, welche Superlative man angesichts der vielen Rekorde, Bestwerte und Erfolgsgeschichten bei den Huskies wählen soll. Das 2:1 gegen Kaufbeuren war der 15. Sieg in Folge, den Kasseler Zweitliga-Siegesserien-Rekord von 1984 haben sie so eingestellt. In diesen 15 Partien gab es nur zweimal mehr als zwei Gegentore (beim 6:3 gegen Regensburg und beim 5:3 in Krefeld), der Dreier gegen den ESVK war der vierte in Serie mit nur je einem Gegentreffer. Gegen Landshut folgte dann der 16. Sieg.

Nach Verletzung ist der Stürmer wieder da

„Aktuell macht es viel Spaß. Die wichtigste Phase kommt aber erst noch. Ich versuche, den Jungs zu erklären, dass wir weiter als Team denken müssen. Jede Serie geht einmal zu Ende. Wenn auf unserer Reise etwas Ungutes passiert, müssen wir zusammenstehen“, so Sykora, der in seiner Karriere schon vier Profi-Titel gewonnen hat – so viele wie sonst keiner im Huskies-Kader.

Dabei sah es zu Saisonbeginn erst nicht so aus, als könne Sykora seine starke Leistung aus der Vorsaison wiederholen. Mit der Empfehlung von 29 Toren für Frankfurt gekommen, brach sich der Deutsch-Slowake am dritten Spieltag in Dresden die Hand, fiel dann lange aus. „Die Verletzung kam zur Unzeit, ich habe in Dresden ja sogar mit gebrochener Hand noch ein Tor geschossen. Die zwei Monate Wartezeit waren schon heftig für mich, da musste ich geduldig sein.“

Auch Kuhn stark

Sykora hätte vergangenes Jahr auch die Möglichkeit gehabt, mit den Löwen Frankfurt in die DEL aufzusteigen. „Sie wollten mich halten, haben mich aber lange warten lassen. Ich habe eine Familie, eine junge Tochter – ich musste wissen, wo es hingeht. So kam ich nach Kassel. Das hier ist eine Eishockey-Stadt, es sind immer viele Fans da. Das ist super“, sagt er.

Neben Sykora avancierte Torwart Jerry Kuhn zum Matchwinner. Der 36-Jährige kehrte nach seiner Schnittverletzung zurück, die er fünf Tage zuvor gegen Weißwasser erlitten hatte, und hielt 29 von 30 Schüssen. „Beide Goalies waren stark. Kompliment an Jerry, er hat uns im Spiel gehalten und einen brutalen Job gemacht“, lobte Kapitän Denis Shevyrin und ergänzte: „Erster gegen Zweiter, das war mal richtig schönes Eishockey. Solche Spiele machen richtig Spaß. Es war schnell, ging direkt zum Tor, es gab viele Hits.“

Ob die Rekord-Siegesserie in der Kabine eine Rolle spiele? „Nein. Wir freuen uns über die Serie, aber vor den Spielen ist das absolut kein Thema. Wir haben ein großes Ziel, das ist wichtiger als solche Serien“, sagt Shevyrin.

Von Björn Friedrichs

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