Eishockey

2:3 - Huskies verlieren wieder gegen die Eispiraten

Eishockey DEL2, Kassel Huskies - Torschütze zum zwischenzeitlichen 2:2: Huskies-Verteidiger Troy Rutkowski.
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Torschütze zum zwischenzeitlichen 2:2: Huskies-Verteidiger Troy Rutkowski.

Nein, sie liegen ihnen einfach nicht, dieses Eispiraten. Und so verloren die Kassel Huskies sechs Wochen nach dem 4:5 in eigener Halle nun am Freitagabend in Crimmitschau auch das zweite Saisonduell.

Crimmitschau - Mit dem 2:3 (1:0, 0:1, 1:2) endete zugleich gegen den selben Gegner eine Serie von zwölf Eishockeyspielen in Folge, in denen der DEL2-Primus stets gepunktet hatte.

Vom ersten Bully an dominierten die Huskies gegen tief stehende, geradezu passive Hausherren. In der gleichen Formation wie zuletzt beim 5:3 gegen Bad Tölz nutzten sie den Freiraum zu vielen guten Kombination und Chancen, doch vor dem Tor fehlte der letzte Biss. Und das blieb bis zum Ende so. Ryan Olsen hatte nach einem Querschläger aus dem Halbfeld freie Bahn, scheiterte aber ebenso an Torwart Bitzer wie auf der anderen Seite Lemay an Gerald „Jerry“ Kuhn (16.) bei einer der wenigen Möglichkeiten der Eispiraten.

Doch die Beharrlichkeit der Huskies und ihre kompakte Defensive zahlten sich zunächst aus. An der roten Linie wurde der Puck abgefangen, auf der rechten Seite spielten der offensiv sehr auffällige Troy Rutkowski und Nathan Burns Doppelpass und legten maßgerecht auf für Vollstrecker Olsen (19.). Ein Traumtor.

1:0 führten die Gäste, und das 2:0 lag auch schon 50 Sekunden nach der ersten Pause wieder in der Luft. Am Ende eines weiteren schnellen Spielzugs aber war für Corey Trivino Endstation bei Bitzer. Gegen Huskies, die nun mehr den Vorsprung verwalteten, trauten sich die Eispiraten zunehmend häufiger aus ihrem Bollwerk heraus – und hatten prompt das Glück des Tüchtigen. Summers’ scharfe Hereingabe von der Grundlinie prallte an Marco Müllers Rücken, von da an den Innenpfosten und ins Kasseler Tor zum glücklichen Ausgleich nach 27 Minuten.

Glück, das die Huskies vier Minuten später nicht hatten. Lukas Laub gab den Puck herein, auch er mit Wucht, nun lenkte ein Eispirat ihn ab. Doch diesmal sprang das Spielgerät vom Gestänge am Tor vorbei statt hinein. Glück, das den Kasselern aber hold war, als Weiß das verwaiste kurze Eck nicht traf (33.) und auch Patrick Pohl bei guter Chance leer ausging (39.).

Erst im Schlussdrittel investierten die Huskies wieder mehr, bei Trivinos Solo (45.) und Tramms Schlagschuss (46.) hatten sie nun Pech. Doch sie liefen ins offene Messer, wurden zweimal entscheidend überlaufen. Erst auf der linken Seite, bevor Ewanyk einen Querpass per Direktabnahme zum 1:2 versenkte (51.). Und dann, nachdem Rutkowski nur 63 Sekunden später mit feinem Schlagschuss zum 2:2 getroffen hatte (52.), auch von Schietzold und Patrick Pohl. Den ersten Versuch vereitelte Kuhn noch, doch im Nachsetzen traf Demmler. 3:2 (55.) und die Entscheidung, denn auch mit sechs gegen fünf fehlte den Huskies nun der Biss zum Ausgleich.

Immerhin: Auch die drei direkten Verfolger Freiburg, Ravensburg und Bietigheim gingen allesamt leer aus. (Gerald Schaumburg)

Statistik

Schiedsrichter: Lenhart/Steinecke
Tore: 0:1 (18:50) Olsen (Rutkowski, Burns), 1:1 (26:06) Summers (Weiß, Schietzold), 2:1 (50:47) Ewanyk (Gams, Schietzold), 2:2 (51:50) Rutkowski (Trivino, Cornet), 3:2 (54:58) Demmler (Schietzold, Patrick Pohl)
Strafminuten: je 4.

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