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Kassel Huskies gegen Bayreuth: Wiedersehen mit einem Torjäger

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Von: Björn Friedrichs

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Kehrt erstmals nach Nordhessen zurück: Philippe Cornet schlug 2020/21 nach seinem Wechsel zu den Kassel Huskies voll ein, spielt inzwischen für Bayreuth.
Kehrt erstmals nach Nordhessen zurück: Philippe Cornet schlug 2020/21 nach seinem Wechsel zu den Kassel Huskies voll ein, spielt inzwischen für Bayreuth. © Andreas Fischer

Gelingt heute der siebte Sieg in Serie? Die Kassel Huskies empfangen um 19.30 Uhr Krisenklub Bayreuth. Bei den Tigers spielt ein alter Bekannter.

Kassel – Sie galten für viele Eishockeyfans und Experten als mögliches Überraschungsteam der DEL-2-Saison. Im Moment überrascht allerdings nur, wie wenig bei den Bayreuth Tigers funktioniert. Heute sind sie nach einem Trainerwechsel ab 19.30 Uhr zu Gast bei den Kassel Huskies. Mit dabei ist dann einer, der in Nordhessen als Torjäger in Erinnerung geblieben ist. Stürmer Philippe Cornet will in der alten Heimat die Wende einleiten.

Cornet wechselt nach Bayreuth – diese Meldung sorgte im Sommer für reichlich Staunen. Und erst recht, dass der 32-jährige Kanadier mit der Erfahrung zweier NHL-Spiele ebenso wie die namhaften Zugänge Travis Ewanyk (kam aus Iserlohn), Sami Blomqvist (aus Kaufbeuren) und Petteri Nikkilä (kam wie Cornet aus Finnland) nicht nur für eine, sondern gleich für mehrere Spielzeiten unterschrieben hat, brachte dem Klub viel Lob ein.

Tigers wechselten am Montag den Trainer

Cornet war während der Corona-Saison 2020/21 zu den Huskies gewechselt, schoss in 39 Spielen 28 Tore, gab 19 Vorlagen. Nach einer Saison in Finnland bei HPK Hämeenlinna ist er nun zurück in der DEL 2 – bislang mit bescheidenem Ertrag. Die Tigers wollen eigentlich auf keinen Fall wieder bis zum letzten Moment um den Klassenerhalt zittern. Nach neun Spielen muss man in der Festspielstadt aber festhalten: Es sieht schon wieder nach Abstiegskampf aus. Das neuformierte Team kommt einfach nicht ins Rollen, auch Cornet noch nicht. Ein Tor hat er bislang erzielt, fünf Punkte stehen erst auf dem Tigers-Konto.

Trainer Robin Farkas musste am Montag nach dem 4:6 im Krisenduell bei den Heilbronner Falken gehen. Verantwortlich ist nun Marc Vorderbrüggen. Der 29-Jährige war im Sommer aus Ravensburg nach Bayreuth gekommen, wo er vor anderthalb Jahren schon einmal kurz Cheftrainer war – unter anderem auch in den Playoffs gegen die Huskies und Cornet.

Der Kanadier ist aber nicht der einzige Akteur, für den das Spiel heute ein besonderes wird. Bei den Huskies trifft Darren Mieszkowski wohl auf seinen älteren Bruder Mike. Der fehlte den Tigers zuletzt verletzt, soll heute aber zurückkehren. „Ich denke schon, dass er dabei ist. Wir freuen uns auf das Duell, es ist das erste zwischen uns seit 2019“, blickt Husky Darren voraus. Sein Bruder sei etwas größer, erfahrener, spiele härter. Seine Vorteile sieht er in Technik und Spielgestaltung.

Trainer Subr warnt vor Qualität des Gegners

Obwohl es bei Bayreuth bislang nicht lief, warnt der 23-Jährige vor der Aufgabe: „Sie haben einen neuen Trainer, ein neues System. Sie werden richtig heiß sein.“ Ähnlich sieht es Huskies-Trainer Bo Subr: „Es ist schon überraschend, wo sie aktuell stehen. Sie haben Qualität im Kader, hatten aber auch schon mit Ausfällen zu kämpfen.“ Bei den Huskies steht noch nicht fest, ob Tim McGauley nach seiner Rippenblessur zurückkehrt. Seit gestern wieder im Training ist Thomas Reichel. Der Wolfsburger Förderlizenzspieler war zuletzt bei den Grizzlys aktiv.

Eine Wette zwischen den Mieszkowski-Brüdern gibt es übrigens nicht, aber: „Ich bereite für ihn wie auch sonst immer für Freunde in gegnerischen Teams eine kleine Lunchbox für die Rückfahrt im Bus vor“, so Darren. Anders als bei Bayreuth zeigt die Formkurve der Huskies nach oben. Sechs Siege gab es zuletzt in Folge, gegen die Tigers und beim Hessenderby am Sonntag in Bad Nauheim sollen die nächsten her.

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