Zuvor schlug Podolsk Riga mit 5:2

Mit Powerplay zum Coup: Kassel Huskies landen 3:2 Paukenschlag beim Wingas-Cup gegen Bratislava

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Kampf um den Puck: Die Huskies Adriano Carciola (links) und Thomas Merl (rechts) im Duell mit Teemu Ramstedt von Bratislava. Gegen die Slowaken fuhren die Kasseler ihren ersten Erfolg beim Wingas-Cup ein.

Kassel. Im zweiten Saisonspiel die erste Welle, am zweiten Tag des Wingas-Cups die erste Sensation: Selbstbewusst starke Kassel Huskies haben als 3:2 (1:0, 2:1, 0:1)-Sieger gegen Slovan Bratislava einen Paukenschlag gelandet und Vityaz Podolsk vorzeitig zum Turniersieger gemacht.

Dabei waren die Huskies ohne Michi Christ angetreten. Der Kasseler Stürmer fällt mit einer Platzwunde über einer Augenbraue auch heute zum letzten Turnierspiel gegen Riga aus. An seiner Stelle komplettierte Testspieler David Kuchejda (zuletzt Bayreuth) das Team, das diesmal Mirko Pantkowski im Tor hatte.

Und, welche Überraschung, der 19-Jährige hatte gegen die Slowaken zunächst wenig zu tun. Denn erneut präsentierten sich seine Vorderleute in der Abwehr diszipliniert, engagiert und schon mit guter Organisation. Und vorn? Da agierten die Gastgeber ebenso mutig und brachten den Favoriten mit ihrem Forechecking wiederholt in Bedrängnis. 14 Strafminuten allein im ersten Durchgang für Slovan taten ihr übriges.

Wenn da nur nicht die Abschlussschwäche der Huskies wäre. Da fehlen nach nur acht Trainingstagen noch Biss und Durchschlagskraft. Little und Merk (5.), Pimm und Klinge (9.), mehrfach Maginot mit guten Direktabnahmen sowie Carciola und Heinrich (20.) gingen noch leer aus.

Dann endlich ließ Braden Pimm die Fans jubeln, als er 25 Sekunden vor der ersten Pause aus spitzem Winkel filigran den Puck ins Netz bugsierte. 1:0 für die Huskies, und nun setzen sie mit Wucht nach. Immer noch mit zwei Mann mehr auf dem Eis, feuerte Lukas Koziol 65 Sekunden später einen Direktschuss ab, der zum 2:0 ins Netz sauste. Schon der zweite Turniertreffer des Neuzugangs. Slovan-Trainer Milos Riha nahm eine Auszeit – vergebens. Denn Bratislava erlebte weiterhin ein blaues Wunder. Reiss’ Schlenzer spitzelte Stefan Della-Rovere an Torwart Stepanek vorbei – 3:0 (25.).

Diese Huskies! Durften mit ihre verzückten Fans doch glatt von einer Sensation träumen. Little und Klöpper hätten den Vorsprung sogar weiter ausbauen können.

Dann aber zeigte Bratislava Moral und endlich auch Spielkultur. Zunächst hatten die Slowaken noch Glück, als Pantkowski ein Schuss von Hrnka unglücklich durch die Polster rutschte (1:3/36.). In der Folge aber wurde der Favorit stärker und die Huskies müder. Ihre Dominanz war dahin. Und der bis dahin auch spielerisch überzeugende Auftritt geriet nun zur bedingungslosen Abwehrschlacht. Mit Mann und Maus und „Flieger“ Pantkowski im Tor, dem Spieler des Abends, wurde der spektakuläre Sieg ins Ziel gebracht. Trotz Repiks frühem Anschlusstor bei 5:3-Überzahl und Slovans Sturmlauf.

Am Donnerstag geht’s im letzten Turnierspiel gegen Dinamo Riga.

SR: Gavrilas/Hurtik. 

Z: 3312

Tore: 1:0 (19:35) Pimm (Little - 5:3), 2:0 (20:50) Koziol (Little, Klinge - 5:3), 3:0 (24:10) Della-Rovere (Reiss - 5:4), 3:1 (35:47) Hrnka (Zvarny, Smolenak), 3:2 (42:51) Repik (Kaspar, Ramstedt - 5:3)

Strafminuten: 8 - 18

Podolsk schlug Riga

Vitjaz Podolsk ist heißer Anwärter auf den Sieg beim Wingas-Cup. Denn es war schon beachtlich, wie sich der Klub aus dem Moskauer Vorort im zweiten Spiel gegen den lettischen Vertreter Dinamo Riga am Mittwochnachmittag präsentierte.

Zwar lag das Team um Superstar Maxim Afinogenow nach einem schwachen ersten Drittel durch Tore von Danny Kristo und Maris Bicevskis mit 0:2 zurück. Doch im zweiten Durchgang brachten Alexander Pankov, Niclas Burströn, Artyom Shvets-Rogovoi, Roman Horak und Jesse Mankinen Vitjaz auf die Siegerstraße und gewann am Ende 5:2 (1:2, 4:0, 0:0).

Gleich vier der sieben Treffer fielen übrigens in Überzahl. Dabei kommt beim Wingas-Cup eine besondere Regel zum Tragen: Kassiert eine Mannschaft einen Treffer in Unterzahl, darf der Spieler nicht nach dem Gegentreffer aufs Eis zurückkehren, wie im Ligabetrieb üblich, sondern muss seine komplette Strafe absitzen. Darauf haben sich die Teams vor dem Turnier verständigt, um Über- und Unterzahl trainieren zu können.

Um 19 Uhr geht es in der Eissporthalle weiter: Dann greifen erneut die Huskies ins Geschehen ein. Sie treffen dann auf den slowakischen Klub Slovan Bratislava. 

Dinamo Riga -

Vitjaz Podolsk 2:5 (1:2, 0:4,

SR: Lenhart (Kassel), Hoppe (Bad Nauheim), Z: 400,

Tore: 1:0 (1:14) Kristo (Bicevskis), 2:0 (12:24) Bicevskis (Galvins - 5:4), 2:1 (25:46) Burströn (Kopeikin - 5:3), 2:2 (32:32) Shvets-Rogovoi (Gimayev, Mankinen), 2:3 (34:41) Horak (Rissanen - 5:4), 2:4 (35:02) Mankinen (Rissanen, Kopeikin - 5:4),

Strafminuten: Riga 16, Podolsk 12

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