Verletzungspech der Steelers kein Plus für die Rossi-Truppe

Huskies gehen mit breiter Brust in die Endspiele: „Haben eine Menge zu bieten"

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Das Trainer-Duo beim letzten Training vor der Abfahrt nach Bietigheim zum ersten Finalspiel: Assistent Hugo Boisvert (links) und Chefcoach Rico Rossi.

Kassel. Die Überraschungsmannschaft dieser Playoffs in der DEL 2 fordert nun den amtierenden Champion heraus: Am Freitagabend steigt das erste der maximal sieben Duelle zwischen den Kassel Huskies und den Bietigheim Steelers um die Meisterschaft 2015/16.

Erstes Bully ist um 19.30 Uhr in der Bietigheimer Ege-Trans-Arena. Gespielt wird im Modus best of seven auf vier Siege. Es ist eine Serie, die jede Menge Spannung verspricht: Hier der Meister, der Historisches schaffen und als erstes Zweitligateam überhaupt seinen Titel verteidigen will. Dort die Mannschaft von Trainer Rico Rossi, vor 20 Monaten erst in die DEL 2 aufgestiegen, die bisher einen so sensationellen Lauf hingelegt hat in diesen Playoffs. Die befreit aufspielen kann. Und die ihre bislang schon so tolle Saison vergolden kann und will. Ist der Einzug ins Finale das bisherige I-Tüpfelchen, soll nun die Krönung her: der große Meisterpokal.

Kasseler mit breiter Brust in die Endspiele

„Wir haben eine Menge zu bieten“

"Warum sollten wir nervös sein? Nein, die Freude auf diese Spiele überstrahlt alles“, sagt Markus Keller. Und genau mit dieser Einstellung wollen die Huskies am Freitagabend in Bietigheim aufs Eis gehen. „Wir wollen über die Ausgangspositionen nicht viel reden und das Thema aufbauschen. Aber Bietigheim ist klarer Favorit, und wir nehmen die Außenseiterrolle gern an“, erklärt Kapitän Manuel Klinge. Und Jamie MacQueen, der Torgarant, sagt: „Niemand macht uns Druck, nicht einmal wir selbst. Es sind Spiele wie alle anderen, aber es gibt viel mehr zu gewinnen. Und wir wollen jetzt auch den Titel.“

Damit ist wohl alles gesagt vor dem Finalauftakt. Zumal auch Rico Rossi in die gleiche Kerbe haut. Breite Brust, der Glaube an die eigene Stärke, toller Lauf – das waren seine Schlagworte bei einer Pressekonferenz am Mittwoch. „Wir haben eine Menge zu bieten“, sagt der Coach und listet auf: „Ein Markus Keller in Topform, eine kompakte Defensive und eine Offensive, die in zehn Playoff-Spielen 50 Tore erzielt hat. All das macht uns Huskies jetzt aus.“

Nach „den ordentlichen und angemessenen Feiern“ sei es kein Problem, nun wieder Spannung und Konzentration aufzubauen. „Bietigheim war in der Hauptrunde 19 Punkte und in der Differenz 40 Tore besser als wir. Die Jungs wollen nun zeigen, dass all das Vergangenheit ist“, sagt Rossi. Und der Coach mahnt: „Niemand soll denken, dass Bietigheim wegen einzelner Ausfälle vielleicht schlagbarer sein könnte. Egal, wer da spielt, das ist ein ganz excellenter Kader, klein aber ganz fein.“ Und: „Die Steelers sind seit Jahren daran gewöhnt, mit einer kleinen Truppe ganz großartiges Eishockey zu spielen. Da wird niemand schlapp machen.“

Kassel Huskies: Letztes Training vor der Abfahrt zum Finale

Bleibt also nur noch das Thema Personal. „Justin Kirsch, Lennart Palausch und Eric Stephan fehlen verletzt, that’s it.“ Okay, aber was ist mit der Planung fürs nächste Jahr? Dem Thema, das den Fans unter den Nägeln brennt? „Unsere Planung läuft, jeder Spieler weiß Bescheid, was wir vorhaben.“ Und Rossi verspricht, „dass wir alles tun, um im Rahmen unserer begrenzten Möglichkeiten diese tolle Truppe in möglichst großen Teilen zusammenzuhalten“.

Nur: „Jetzt wollen wir über dieses Thema nicht reden. Wir wollen uns alle konzentrieren auf Bietigheim, das ist die Herausforderung.“

Liveradio und -ticker aus Bietigheim

Wenn die Huskies am Freitag um 19.30 Uhr zum ersten Duell bei den Steelers in Bietigheim antreten, dann berichten wir natürlich wieder live für Sie. Michaela Streuff und Lukas Bretschneider kommentieren die Partie ab 19.20 Uhr vom ersten Bully bis zur Entscheidung live im Audio-Livestream, Marie Klement informiert ebenso aktuell mit dem Liveticker.

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