Er feierte mit Kassel 2008 den Aufstieg in die DEL

Steelers-Co-Trainer Fabian Dahlem: „Wir können zu Recht selbstbewusst sein“

Ist zuständig für die Verteidiger und die Torhüter bei den Steelers: Co-Trainer Fabian Dahlem.
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Ist zuständig für die Verteidiger und die Torhüter bei den Steelers: Co-Trainer Fabian Dahlem.

Ganz normal ist diese Finalserie für Fabian Dahlem nicht. Sechs Jahre verbrachte er bei den Kassel Huskies, inzwischen ist er Co-Trainer bei den Bietigheim Steelers.

Kassel/Bietigheim – Seine Nacht von Dienstag auf Mittwoch war kurz. Gegen halb drei in der Früh waren die Steelers zurück in Bietigheim. Im Gepäck den Last-Minute-Sieg in Kassel. Vor dem Telefonat mit der langjährigen sportlichen Heimat Kassel hat Fabian Dahlem trotzdem schon einiges erledigt: die Vorbereitung der Video-Einheit fürs Training mit der Mannschaft später am Tag.

Eine Runde Laufen fürs persönliche Wohlbefinden. Playoff-Routine eben, die auch dann gilt, wenn zu normalen Zeiten längst Sommerpause wäre.

Ganz normal ist für ihn diese Finalserie trotzdem nicht. Schließlich hat er sechs ereignisreiche Jahre mit DEL und zweiter Liga in Kassel verbracht, zwischen 2004 und 2010. Nun will er als Co-Trainer mit den Steelers den Aufstieg in die DEL schaffen. Mit einem Erfolg gegen den Ex-Klub.

Dahlem stellte 2010 das Phantomteam zusammen

Klar, dass da besondere Momente der Vergangenheit wieder gegenwärtig werden. „Ich habe gerade Stephane Richer erst zur Meisterschaft mit den Eisbären gratuliert. Im selben Atemzug kam er auf Kassel zu sprechen. Unsere Zweitligameisterschaft und den Aufstieg 2008. Natürlich bleibt all das haften, an diese Momente werde ich mich immer wieder gern erinnern“, blickt der heute 55-Jährige auf einen der Höhepunkte seiner Kasseler Zeit zurück.

2010 hätte ein weiterer folgen können. Als Sportdirektor hatte Dahlem eine DEL-Mannschaft zusammengestellt, die aber nach dem Lizenzentzug nie antreten durfte und als Phantomteam ihren Platz in den Huskies-Annalen gefunden hat. „Das konnte ich damals nicht beeinflussen. Es war eine Erfahrung, die ich lieber nicht gemacht hätte. Aber man lernt daraus. Und heute kann ich sagen: Es hat mich widerstandsfähiger gemacht.“

Nach Stationen in Ingolstadt, Ljubljana (Slowenien) Heilbronn und Crimmitschau ist er seit September nun mit Danny Naud zusammen in Bietigheim in der Verantwortung. „Wir sind zwei alte Hasen, wir wissen, wie das Business läuft und kennen uns schon lange“, sagt Dahlem und lacht.

Zwei alte Hasen in Bietigheim

Zumal diese zwei alten Hasen die Steelers ins Finale geführt haben. Nach Rückschlägen durch zwei Corona-Quarantänen, nach zwei engen Serien im Viertelfinale gegen Frankfurt und Freiburg, die jeweils erst in Spiel fünf entschieden wurden. Und nun das Gipfeltreffen gegen die Huskies. „Ich freue mich jedes Mal, wenn ich wieder nach Kassel komme. Es sind aktuell ja noch einige dort, die auch 2008 dabei waren: Michi Christ, Manuel Klinge, die Mannschaftsärzte.“

Ein kleines Stückchen kennt Dahlem also noch von den aktuellen Huskies, auf die seine Steelers dank des Erfolgs am Dienstag in der Serie auf 1:2 verkürzt haben. „Wir freuen uns jeden Tag, dass wir dabei sein dürfen, und können zu Recht selbstbewusst sein. Es ist das Duell der beiden besten Mannschaften der Liga, die sich einen tollen Fight liefern. Wenn wir am Ende das bessere Ende für uns haben, dann wäre das natürlich super.“ Dazu müsste heute ein zweiter Sieg her.

Von Michaela Streuff

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