Wirbel um Tickets fürs Playoff-Halbfinale: Offener Brief von Fans an Kimm  

Kassel. Mitten hinein in die Vorbereitung auf das Playoff-Halbfinale der Kassel Huskies platzt der Wirbel um den Ticketverkauf für die Heimspiele der Halbfinal-Serie.

Fakt ist: Beim Verkaufsstart am Samstag gab es die Karten zunächst zum Preis der Viertelfinalserie. Heißt beispielsweise: einen Sitzplatz für 33 Euro, einen Stehplatz ohne Ermäßigung für 15 Euro. Seit Dienstagmorgen kosten dieselben Sitzplatz-Tickets zwei Euro mehr, die Stehplatztickets für einen Euro. Dauerkarteninhaber indes zahlen keinen Halbfinal-Aufschlag.

„Wir wollten bereits am Samstag mit dem Vorverkauf beginnen, haben aber bei der Buchung die Preise für das Viertelfinale angegeben. Das war unser Fehler“, erklärte Huskies-Geschäftsführer Joe Gibbs. Am Montag wurden die Karten kurzfristig aus dem Verkauf genommen, seit Dienstagmorgen sind die Karten wieder erhältlich. Die nachträgliche Erhöhung der Ticketpreise begründet Gibbs so: „Mit dem Erreichen des Halbfinals sind auch unsere Kosten gestiegen. Um kostendeckend zu arbeiten, müssen wir leider auch die Preise anheben.“

In einem offenen Brief, der in den sozialen Netzwerken die Runde machte, hatten sich zuvor die Huskies-Fanklubs an Eishallen-Eigentümer Simon Kimm gewandt. „Herr Kimm, es reicht. (...) Wir, die treuesten Fans in Eishockey-Deutschland, wir werden in dieser Saison in Sachen Service und Preise in der Halle so vor den Kopf gestoßen, dass uns echt die Worte fehlen. (...) Unsere Preise sind inzwischen auf DEL-Niveau. (...) Aber es geht eben nicht nur um den Sport. Eine Halle, die vor den Spielen nicht, beziehungsweise nur rudimentär gereinigt wird, ebenso der Zustand der sanitären Anlagen (...), gepaart mit den hohen Catering-Preisen, all das muss unserer Meinung nach in die Betrachtung mit einfließen, und dann ist das Ganze einfach zu teuer.“

Sven Breiter, der Fanbeauftragte der Huskies, sagte: „Wir regen uns weniger über die ein, zwei Euro Erhöhung auf. Wünschenswert wäre eine andere Kommunikation gewesen, wenn vor dem Verkaufsstart der Tickets für das Halbfinale die Preiserhöhung kommuniziert worden wäre. Dafür hätte jeder Verständnis gehabt. Denn wir gehen gern zum Eishockey. Immerhin zahlen die Dauerkarteninhaber keinen Aufschlag.“

Die Erhöhung sei zusammengekommen mit dem Ärger über die Sauberkeit in der Eissporthalle und über das Catering-Angebot. Die Mannschaft sei über den offenen Brief informiert worden.

Preise der Halbfinalisten:

Kassel: Sitzplatzkarten (aktuell zwischen 22 und 35 Euro) sind vor dem Viertelfinale um zwei Euro und zum Halbfinale um weitere zwei Euro erhöht worden; Stehplatz-Tickets (aktuell zwischen 11 und 16 Euro) um zwei Euro zum Viertelfinale, um einen Euro zum Halbfinale.

Bietigheim: Die Steelers erheben auf die meisten Sitzplatzkarten zwei Euro Playoff-Zuschlag, auf die Stehplätze einen Euro. Erhöhungen während der Playoffs gibt es nicht.

Sitzplatzkarten kosten derzeit zwischen 22 und 27 Euro (ohne Ermäßigung), Stehplätze 14 Euro.

Ravensburg: Die Towerstars erheben keinen Playoff-Zuschlag. Sitzplatztickets kosten zwischen 20 und 25 Euro, Stehplätze 14 Euro (ohne Ermäßigung).

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