Im Interview über Kaderplanung und Vorbereitung

Huskies-Sportdirektor Manuel Klinge: „Wird bald Neuigkeiten geben“

Huskies-Sportdirektor Manuel Klinge steckt in den Planungen für die neue Saison.
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Huskies-Sportdirektor Manuel Klinge steckt in den Planungen für die neue Saison.

Über zu wenig Arbeit kann sich Manuel Klinge derzeit nicht beschweren. Der Sportdirektor der Kassel Huskies erklärt, warum bislang so wenig Kaderpersonalien kommuniziert wurden.

Kassel - Klinge feilt am neuen Kader des Eishockey-Zweitligisten, zudem muss er eine – wegen der Umbauarbeiten in der Eissporthalle – ungewisse Saison-Vorbereitung planen.

Herr Klinge, wie viel Zeit verbringen Sie aktuell am Telefon?
Das ist schon einige. Die neue Saison wird aber auch nicht erst seit gestern vorbereitet. Die Planungen laufen auf Hochtouren.
Warum haben die Huskies mit Corey Trivino erst einen Spieler für die neue Saison bekannt gegeben?
Wir haben schon den einen oder anderen Spieler unter Vertrag, die werden wir auch bald nach und nach mitteilen. Bei einigen Neuzugängen fehlt beispielsweise noch die Freigabe zur Veröffentlichung von Vereinen, bei denen die Spieler noch unter Vertrag stehen. Wir können den Fans aber die Sorge nehmen: Wir werden nicht mit Corey allein aufs Eis gehen.
Es gibt Gerüchte um bekannte Namen. Ex-Huskies-Torjäger Jamie MacQueen, Hans Detsch, Mike Collins, Dieter Orendorz, Timo Gams, Patrick Buzas, Jake Weidner ...
Gerüchte kommentieren wir nicht. Wir haben von Tag eins nach der abgelaufenen Saison am neuen Kader geplant und haben schon Neuzugänge unter Vertrag. Auch da wird es bald Neuigkeiten geben.
Inwiefern spielt die Frage um das Aufstiegsrecht eine Rolle bei den Gesprächen mit Spielern?
Die hat keine übergeordnete Rolle gespielt. Die Kaderplanung lief davon unabhängig. Der Kern, wie das Team aussehen soll, war klar – man muss den Spielern die Situation vernünftig erklären. Das heißt aber gleichzeitig nicht, dass wir jeden gewünschten Spieler auch bekommen haben.
Was gibt es Neues bei der Aufstiegsfrage?
Dazu kann ich wenig sagen. Es finden noch Prüfungen statt, da müssen wir Geduld haben. Bürokratie braucht seine Zeit. Wenn es etwas Neues gibt, werden wir aber auch das umgehend mitteilen.
Was ist neben Trivino mit den anderen Ausländern Ryan Olsen und Troy Rutkowski, die vergangene Saison zu den Leistungsträgern gehörten?
Ryan und Troy waren Spieler, die eine hervorragende Saison gespielt haben. Wir stehen im Austausch, sie gehören zum engeren Kreis unserer Wunschkandidaten.
Gibt es bei den beiden schon eine Entscheidung?
Nein, das ist noch offen.
Wie hat Trainer Tim Kehler darauf reagiert, dass die Huskies womöglich nicht aufsteigen können?
Er war von der Nachricht ähnlich überrascht wie der Rest der Huskies-Familie. Tim war aber auch schnell wieder gefasst. Er, Joe Gibbs und ich müssen uns schließlich um das sportliche Tagesgeschäft kümmern. Die Aufgaben der Zukunft warten – denen müssen wir uns stellen.
Wann kommt Kehler zurück nach Kassel?
Da haben wir noch keinen festen Termin ausgemacht. In der Regel ist das vier, fünf, sechs Wochen vor Saisonstart der Fall. Seinen 50. Geburtstag am Montag wird er aber sicher noch in Kanada feiern. (lacht)
Das erste Testspiel soll – Stand jetzt – am 10. September in Hannover stattfinden. Wird der Kader bis dahin komplett sein?
90 Prozent sollten dann dabei sein. Beim Eishockey ändert sich aber personell ja immer etwas, auch nach dem Saisonstart.
Wann und wo soll das Team in die Vorbereitung starten? Und wie soll die aussehen?
Natürlich schielen wir da auch immer auf den Fortschritt des Umbaus in der Kasseler Eissporthalle und wann dort das Eis bereitet werden kann. Wir planen außerhalb von Kassel ein Trainingslager von einer Woche oder zehn Tagen. Das ist aber nichts Ungewöhnliches und dient auch dem Teambuilding. Wir haben Anfragen gestellt, sowohl im In- als auch im Ausland, sofern das mit der Coronapandemie zu vereinbaren ist.
Vervollständigen Sie zum Abschluss doch mal folgenden Satz: Am meisten freuen können sich die Huskies-Fans in der neuen Saison auf ...
Wo soll ich da anfangen? (lacht) Sie können sich auf eine Mannschaft freuen, die wieder leidenschaftliches Eishockey spielt und eine erneuerte Halle mit unseren tollen, emotionalen Fans. Wenn Corona es zulässt, wollen wir sie Schritt für Schritt zurückholen.

Zur Person

Manuel Klinge (36) ist Sportdirektor von DEL2-Klub Kassel Huskies. Der gebürtige Kasseler war selbst in 14 Spielzeiten für die Huskies aktiv, ist mit 622 Spielen (305 Tore, 397 Vorlagen) ihr Rekordspieler. Mit der Nationalmannschaft (24 Länderspiele) nahm er 2010 in Vancouver an den Olympischen Winterspielen teil und schoss dort ein Tor gegen den späteren Olympiasieger Kanada.

Von Björn Friedrichs

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