Zum zweiten Mal bei Lehrgang des DEB

Yannik Valenti tritt in die Fußstapfen des Vaters

Yannik (links) und Sven Valenti im Schlittschuhraum der Eissporthalle.

Kassel. Sein Vater ist eine feste Größe beim Zweitligisten Kassel Huskies. Nun schickt sich Sven Valentis Sohn Yannik an, in die Fußstapfen des Vaters zu treten.

Von Donnerstag bis Sonntag nimmt der 14-Jährige an einem Lehrgang des Deutschen Eishockey-Bundes teil. In Füssen treffen sich die besten U15-Talente aus der ganzen Republik – und der junge Stürmer, der im DNL-2-Team der Eishockey-Jugend Kassel (EJK) spielt, ist einer von ihnen.

Weil der Achtklässler beim ersten Lehrgang im Herbst überzeugte, ist er bereits zum zweiten Mal dabei. „Yannik ist uns schon damals aufgefallen. Er hat einen guten Schuss“, sagt Klaus Merk, Bundestorwart-Trainer und Teammanager der Nationalmannschaft, der den Lehrgang leitet. „Klar freue ich mich darauf. Für mich ist das eine Auszeichnung“, sagt Yannik stolz. „Er hat immer davon gesprochen. Schön, dass es jetzt geklappt hat“, betont auch Sven Valenti (39).

In Aktion: Yannik Valenti im Dress der Eishockey-Jugend Kassel im Februar 2014.

Die Liebe zur Puckjagd liegt bei Familie Valenti in den Genen. Opa Danilo, der Yannik nach Füssen bringt, arbeitet als hauptamtlicher Nachwuchstrainer beim MERC Mannheim, Tante Maren hatte einst einen Kurzeinsatz in der DEL, war auch Nationalspielerin. Mit ihren Großcousins Martin und Alex bildeten die Valenti-Geschwister bei den Ravensburger Kleinschülern und Knaben sogar eine Reihe.

Nun steht die nächste Generation in den Startlöchern. „Er ist der talentierteste von uns allen“, sagte Maren Valenti vor zwei Jahren über ihren Neffen, der schon als Knirps auf Kufen stand. „Ich bin mit dem Schläger in der Hand geboren worden. Mit 20 Monaten hat mich Papa zum ersten Mal aufs Eis gestellt“, erinnert sich Yannik. Der Spaß war schnell da und Valenti Junior fester Bestandteil in den Teams der EJK. „Die Entscheidung, Eishockey spielen zu wollen, hat er selbst getroffen. Wir haben ihn natürlich unterstützt“, ergänzt Vater Sven. Im Knaben-Team trainierte er Yannik selbst, mittlerweile fachsimpeln beide nach den Spielen.

Viele Tipps vom Vater

„Ich gebe ihm Tipps zu Taktik, Laufwegen, und Torabschlüssen. Nach meinen Spielen bekomme ich dann die Retourkutsche. Da schaut er immer genau hin“, erzählt der Verteidiger. Sein Sohn habe einen viel besseren Torriecher. „Da muss ich mich leider geschlagen geben“, sagt Sven Valenti und lacht. Und Yannik ergänzt: „Papa ist mein Vorbild.“

Rückblick: Am 17. Dezember 2004 nimmt Sven Valenti seinen damals vierjährigen Sohn Yannik mit auf eine Ehrenrunde in der Eissporthalle.

Viermal pro Woche trainiert der Filius mit dem Team von Milan Mokros, spielt samstags und sonntags selbst und schaut, sofern es zeitlich passt, auch bei den Heimspielen der Huskies zu. „Es ist toll, dass er mit so viel Begeisterung dabei ist, aber die Schule steht an erster Stelle“, betont Vater Sven. Mittlerweile sind auch schon andere Klubs auf den talentierten Angreifer aufmerksam geworden, Mannheim, Köln, Salzburg würden Yannik gern in ihren Nachwuchsteams sehen. „Es gab schon Anfragen. Aber es ist kein einfaches Thema, er ist erst 14 und wäre dann ja fast das ganze Jahr weg. Und natürlich haben wir ihn gern zu Hause“, sagt Sven Valenti.

Aber das ist Zukunftsmusik. Erstmal steht der Lehrgang an. Überzeugt Yannik erneut, wird er zur dritten Maßnahme im Februar eingeladen. Und danach wird aus den besten 40 für die Saison 2015/16 das U16-Nationalteam gebildet. Für Yannik wäre das ein weiterer kleiner Schritt auf dem Weg zu seinem Ziel: eines Tages Eishockey-Profi zu werden. Wie der Papa.

Von Michaela Streuff

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