Zweitligist unterliegt bei den Füchsen nach Verlängerung

Huskies punkten in der Lausitz, aber verlieren Zeiler und Alt

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Szene aus dem Hinspiel: Husky John Zeiler (Mitte) rückte auch beim Rückspiel in Weißwasser in den Blickpunkt. Er erzielte ein Tor und kassierte danach eine Spieldauerstrafe.

Weißwasser. Was für ein Spiel: Mit der Empfehlung von Siegen (Kassel 7:1 gegen Rosenheim, Weißwasser 5:2 in Nauheim) starteten der Zweite gegen den Dritten ins Top-Spiel der DEL 2.

Und die Partie hielt, was die Ansetzung versprach: Schöne Spielzüge, hohes Tempo, rassige Zweikämpfe, und eine Strafzeitenflut, die - wie drei Spieldauerdisziplinarstrafen belegen - auch mal die Grenzen der Fairness überschritten. Am Ende kostete eine Zwei-Minuten-Strafe von Adriano Carciola den Huskies den Sieg: 3:4 (1:2, 1:1, 1:0/0:1) unterlagen sie nach Verlängerung, nehmen aber einen Punkt mit aus der Lausitz.

Kassel bestimmte von Beginn an das Geschehen, Weißwasser verlegte sich im eigenen Stadion aufs Kontern. Das hatte seine Ursache in erster Linie in dem schmalen Kader der Füchse, die mit ihren Kraftreserven haushalten wollten. Die beste Chance der Hessen hatte so Daniel Schmölz (3.), der am starken EHC-Keeper Jonathan Boutin scheiterte. Mit dem zweiten Angriff aber gingen die Hausherren in Führung, als Jonas Gerstung abstaubte. Ganz ähnlich fiel der zweite Füchse-Treffer: Markus Lehnigks Versuch musste Kassels Schlussmann Jeff Frazee abprallen lassen, Scott King staubte ab.

Zwischen den Toren der Lausitzer waren Matthias Bergmann, John Zeiler (8.) und Michi Christ (9.) mit Großchancen nicht an Boutin vorbeigekommen. Das gelang Austin Wycsik jedoch wenige Sekunden vor der ersten Sirene, als er einen von der Bande zurückspringenden Puck verwertete.

Im Mittelabschnitt rückte dann John Zeiler in den Blickpunkt: Erst verwandelte der US-Amerikaner in Überzahl per Direktabnahme zum 2:2 (26.). Sechs Minuten später war der Eishockey-Abend für ihn beendet - nach einem Kniecheck gegen Jens Heyer musste er vorzeitig zum Duschen. Doppelt bitter: Im Powerplay staubte Thomas Götz zum 3:2 für die Hausherren ab.

Das Schlussdrittel nahm erst nach zehn Minuten Fahrt auf. Jens Meilleur scheiterte in der 51. Minute aus zwei Metern an Boutin, dann überschlugen sich die Ereignisse. Erst musste Huskies-Verteidiger Sebastian Alt mit einer großen Strafe vom Eis. Weißwassers Greg Classen schoss frei über das verwaiste Tor der Huskies (55.) - und schlug nach. Damit durfte auch der Deutsch-Kanadier vorzeitig in die Kabine.

Weil auch Fuchs Dennis Palka auf der Strafbank saß, nahm Kassels Coach Rossi schon 2:38 Minuten vor Schluss den Keeper vom Eis - mit Erfolg. Bei fünf gegen drei markierte Topscorer Mike Collins aus spitzem Winkel das 3:3. Anschließend spielten die Huskies sogar noch fast drei Minuten in Überzahl, ließen diese aber ungenutzt.

Es ging also in die Verlängerung. Und als Carciola auf der Strafbank saß, traf Kevin Lavallee unten rechts zum 4:3 ins Eck.

SR: Schmidt (Brackwede); Z: 2191; Tore: 1:0 (5:10) Gerstung (Johannsson, Palka), 2:0 (15:21) King (Johannsson, Lehnigk - 5:4), 2:1 (19:23) Wycisk (Klinge, Bergmann), 2:2 (25:32) Zeiler (Collins, Bergmann - 5:4), 3:2 (35:57) Götz (Johannsson, Classen), 3:3 (57:40) Collins (Klinge, Carciola - 5:4), 4:3 (64:19) Lavallee (King, Lehnigk)

Strafminuten: Weißwasser 22 plus 10 Swinnen plus Spieldauer Classen, Kassel 16 plus 2 Spieldauer Zeiler, Spieldauer Alt

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