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Zuversicht trotz fehlender Zusagen

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Kassel. Die Zuversicht bleibt, ist wohl auch gestärkt, doch die ersten Hoffnungen der Huskies-Sponsoren auf deutliche, eindeutige Signale zum Fortbestand des Kasseler Eishockeys wurden am Mittwoch nicht erfüllt.

"Es wurden viele Worte gemacht, aber nichts gesagt", beschrieb Peter Jakob seinen ersten Eindruck. Der Auto-Unternehmer hatte klare perspektivische Informationen erwartet, war "enttäuscht über die Aussagen von OB Hilgen und Investor Rossing".

Auch Michael von Bredow, Direktor der Kasseler Sparkasse, hatte den Ausgang des Abends "so nicht erwartet". Doch der Finanzexperte hat volles Verständnis für Rossings Vorgehen: "Er kann sich jetzt doch nicht auf einen wilden Ritt einlassen, sondern muss intensiv prüfen, um dann sagen zu können – wir machen es ganz oder gar nicht." Von Bredow war gleichwohl angetan von Rossings "starker, realistischer Darstellung" und ist zuversichtlich: "Wenn er den Schritt zur Übernahme geht, dann steht das Kasseler Eishockey vor einer guten Zukunft."

Eine Zukunft, bei der auch die Licher-Brauerei dabei sein will. "Unser Vertrag läuft über diese Saison hinaus, und wir wollen ihn gern erfüllen", erklärte Verkaufsleiter Martin Eberhardt. Dass Rossing konsequent prüfe, auf was er sich kaufmännisch einlasse, sei nicht nur in Ordnung, "sondern absolut notwendig". Klare Aussagen habe er daher erhofft, aber nicht wirklich erwartet. Eberhardt: "Ich hoffe sehr, dass im Februar die gute Meldung kommt vom Erhalt des Kasseler Eishockeys."

Das ist auch die Einschätzung von Entscheidungsträgern bei Hauptsponsor Volkswagen. "Es liegen viele Zahlen auf dem Tisch, und die Fakten zur Vollzugsmeldung sind nun nahe", urteilt der Baunataler Betriebsratsvorsitzende Jürgen Stumpf. "Ich bin froh, dass VW auch weiterhin zu diesem Projekt mit Huskies und Multihalle steht." Um es realisieren zu können, benötige Rossing nun einmal "totale Transparenz aller Unterlagen und Bilanzen".

Michael Scholtyssek, Chef der weltweiten Originalteile-Vermarktung, ist überzeugt von Rossings solider kaufmännischer Grundlage und sicher, dass der Investor alle Voraussetzungen erfüllt: "Die Tendenz ist absolut positiv. Ich erwarte, dass das Projekt mit Halle und Huskies realisiert wird. Mit allen Kräften der Region. Und wir sind dabei." Allerdings sieht er im sportlichen Bereich ein zeitliches Problem: "Es müssen ganz schnell mit Trainern und Spielern die Weichen gestellt werden. Die Jungs müssen wissen, wie es für sie hier weitergeht."

Peter Grammet (P3-Werbung) hofft, dass Rossing übernimmt. Denn: "Er hat sicher einen größeren wirtschaftlichen Rückhalt und viel Erfahrung, das tut gut. Ich bin sicher, dass das Eishockey nun neue Impulse erhält und sich viele neue Perspektiven eröffnen. Da ist in der Vergangenheit vieles nicht ausgeschöpft worden."

Engin Akbag (Protex) ist heute noch froh, "dass Rainer Lippe damals mutig in die Bresche gesprungen ist". Für die Zukunft aber sei es "das Beste, dass bei Halle und Huskies Hand in Hand gearbeitet wird". Akbag erwartet eine breitere Basis für das Eishockey und hofft auf eine deutliche Entspannung: "Die alljährlichen Turbulenzen braucht doch kein Mensch."

Von Gerald Schaumburg

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