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Zwei bärenstarke Drittel reichen: Huskies schlagen Krefeld 5:3

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Von: Björn Friedrichs

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Sieg eingetütet: Die Kassel Huskies mit (von links) Lois Spitzner, Steven Seigo, Jake Weidner, Jamie Arniel und Stephan Tramm bejubeln dessen Tor zum 1:1-Ausgleich bei den Krefeld Pinguinen.
Sieg eingetütet: Die Kassel Huskies mit (von links) Lois Spitzner, Steven Seigo, Jake Weidner, Jamie Arniel und Stephan Tramm bejubeln dessen Tor zum 1:1-Ausgleich bei den Krefeld Pinguinen. © IMAGO/Eibner-Pressefoto/Fabian Friese

Die Kassel Huskies feiern den siebten Sieg in Serie und den dritten gegen die Krefeld Pinguine. Auch beim zweiten Gastspiel setzen sich die Nordhessen durch, diesmal mit 5:3.

Krefeld/Kassel – Das ist der siebte Sieg in Folge: Die Kassel Huskies haben die Partie der beiden DEL-2-Aufstiegsaspiranten bei den Krefeld Pinguinen vor allem dank einer ganz starken Leistung in den ersten beiden Dritteln 5:3 (3:1, 2:0, 0:2) gewonnen.

Mehr als 6100 Zuschauer sind in die Yayla-Arena gekommen. Sie wollen ein Topspiel sehen – eines, in dem beide Teams zeigen, dass sie am Ende der Saison aufsteigen wollen. Was sie dann zu sehen bekommen, ist lange Zeit eine Machtdemonstration der Huskies. Was die da im ersten Drittel spielen, ist mit einem Wort zu beschreiben: bärenstark. Sie drücken Krefeld an die Wand. Lassen Puck und Hausherren laufen. Spielen sich wie im Powerplay fest. Kreieren Chancen. Und kassieren dann eine Vier-Minuten-Strafzeit. Jake Weidner ist es, der raus muss. Joel Keussen folgt ihm kurz darauf.

Huskies drehen Spiel in 15 Sekunden

Bei Fünf-gegen-drei trifft Leon Niederberger zur Pinguine-Führung (10.). Was noch keiner ahnt: Das soll lange der einzige Nackenschlag bleiben, den die Huskies hinnehmen müssen. Denn bei Gleichzahl sind sie eine Klasse besser als Krefeld. Und belohnen sich dann auch mit Toren. Stephan Tramm ist es, der mit Urgewalt durchs Getümmel und an Sergei Belov vorbei zum Ausgleich trifft (16.). Es bleibt keine Zeit zum Zwinkern, da klingelt es schon wieder. Diesmal schlenzt Max Faber überlegt aufs Tor, Alec Ahlroth nimmt Belov die Sicht und der Puck ist wieder drin. 15 Sekunden nach dem Ausgleich.

Damit nicht genug: Als die letzte Minute des ersten Drittels läuft, bleiben die Huskies ganz cool. Sie lassen den Puck wandern, die Uhr immer im Blick. Faber schießt drei Sekunden vor Ablauf der Zeit – und trifft zum 3:1 in den Winkel.

Krefeld tauscht den Torwart

Für Belov ist das Spiel nun gelaufen, wie schon beim Duell im November in Kassel wird er von Matthias Bittner ersetzt. Doch auch der 18-Jährige bleibt nicht ohne Gegentreffer. Zwar beginnen seine Vorderleute engagierter, gefährlich wird es aber nur durch die Huskies. Symptomatisch eine Szene aus der 25. Minute: Da verhindert Joel Keussen das Herausspringen des Pucks aus dem Angriffsdrittel, indem er ihn wie ein Fußballer mit der Hacke weiterleitet. An diesem Abend gelingt fast alles.

Als logische Konsequenz fallen die Tore. Tristan Keck marschiert unaufhaltsam los, trifft durch Bittners Beine zum 4:1 (32.). Kurz vor Drittelende schießt Keussen, vor dem Gehäuse ist es dann sehr unübersichtlich. Oder? Tim McGauley behält den Überblick, legt mit der Rückhand in den freien Raum ab, wo Tomas Sykora steht und ins leere Tor trifft (39.).

Schlussdrittel ist sehr chaotisch

Dann ist Drittelpause. Und es gibt gellende Pfiffe. Die Pinguine reagieren darauf im Schlussabschnitt. Mit Aggressivität. Innerhalb weniger Minuten lassen erst Husky Hans Detsch und Nikita Shatsky, dann Joel Lowry und Davis Koch sowie Stephan Tramm und Kael Mouillierat die Fäuste fliegen. Es hagelt Strafzeiten, das tut vor allem dem Spiel der Huskies nicht gut.

So kommen die Pinguine plötzlich nochmal zurück ins Spiel, als sie in Unterzahl kontern und Niederberger trifft (50.). Kurz darauf schießt Mike Fischer (52.). Geht der rein, könnte es nochmal richtig eng werden. Der Puck klatscht an die Latte. Das passt zu diesem Abend, der aber noch einen Krefelder Treffer bereithält. Bei Fünf-gegen-drei trifft der freigespielte Dennis Miller (57.) zum 3:5-Endstand. Den Huskies haben zwei bärenstarke Drittel gereicht.

Statistik

SR: Bauer/Apel - Z: 6192

Tore: 1:0 (9:08) Niederberger (Weiß, Müller - 5:3), 1:1 (15:30) Tramm (Spitzner, Weidner), 1:2 (15:45) Faber (Keck, Ahlroth), 1:3 (19:58) Faber (Seigo, Arniel), 1:4 (31:04) Keck (Schlenker), 1:5 (38:21) Sykora (McGauley, Keussen), 2:5 (49:42) Niederberger (Fischer - 4:5), 3:5 (56:59) Miller (Weiß, Müller - 5:3)

Strafminuten: Krefeld 21 plus Spieldauer Koch und Mouillierat - Kassel 27 plus Spieldauer Lowry und Tramm

Von Björn Friedrichs

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